FIRE-Rechner Schweiz

Rechner

FIRE-Rechner: Wann bist du finanziell unabhängig?

Kostenloser FIRE-Rechner für die Schweiz: Ausgaben, Vermögen und Sparrate eintragen, Entnahmerate zwischen 3 und 4 Prozent wählen. Du siehst sofort, in welchem Jahr dein Depot deine Lebenskosten trägt und wie viel Zielvermögen du brauchst. Anders als jeder andere Rechner zählt er AHV und Pensionskasse ab 65 als Sockel an, rechnet in heutiger Kaufkraft und weiss, dass die Säule 3a erst ab 60 verfügbar ist.

Thomas Kovacs, Sparkojote
Thomas Kovacs, der SparkojoteAn der Börse seit 2015 · Depot offen einsehbar · Autor von Ready for Money
Finanziell unabhängig mit — Jahren

im Jahr —, also —

Zielvermögen, heutige FrankenCHF 0
Dein Vermögen dannCHF 0
Davon für die Lücke nach 65CHF 0
Überbrückung bis 65CHF 0
Entnahme pro Monat ab dannCHF 0
Ziel in Franken jenes JahresCHF 0

Stell deine Werte rechts ein.

Jahre
CHF

Alles, was dein Leben kostet, in heutigen Franken: Miete, Krankenkasse, Essen, Ferien, Steuern. Das ist die wichtigste Zahl auf dieser Seite.

CHF

Depot, ETFs, Cash, das du anlegen wirst. Ohne Pensionskasse und ohne Säule 3a, die kommen unten separat.

CHF
Entnahmerate im Ruhestand
% pro Jahr, zu Beginn

Der Anteil des Vermögens, den du im ersten Jahr entnimmst. 4 Prozent ist die klassische Regel für 30 Jahre, für einen langen Ruhestand sind 3 bis 3,5 Prozent ehrlicher.

CHF

In heutigen Franken. 2026 liegt die Vollrente zwischen 1’260 und 2’520 Franken; deine Zahl rechnet der AHV-Rechner. Wer früh aufhört, hat Beitragslücken, wenn er die Mindestbeiträge nicht weiterzahlt.

CHF

Steht auf deinem Vorsorgeausweis als voraussichtliche Altersrente. Wer früh aufhört, zahlt nicht mehr ein: Trag dann ein, was das heutige Guthaben zum Umwandlungssatz deiner Kasse ergibt.

Mehr Optionen: Rendite, Inflation, Säule 3a
% nach Gebühren

Schweizer Aktien brachten seit 1900 nominal 6,8 Prozent pro Jahr, ein 60/40-Portfolio 6 Prozent. 5 Prozent lässt Gebühren und Vorsicht Raum.

%

2025 lag die Jahresteuerung bei 0,2 Prozent, die SNB will unter 2 Prozent, der Schnitt seit 1900 liegt bei 2,1 Prozent. Realrendite mit deinen Werten: 0 %.

CHF
CHF

Maximalbetrag 2026: 7’258 Franken mit Pensionskasse. Die Säule 3a zählt zum Ziel, ist aber erst ab 60 verfügbar; der Rechner prüft, ob dein freies Depot bis dahin reicht. Säule-3a-Rechner.

Der Rechner ist eine Planungshilfe in heutiger Kaufkraft, keine Anlageempfehlung. Er läuft komplett in deinem Browser, nichts wird gespeichert oder gesendet.

2015an der Börse
2016Sparkojote
CHF 1 Mio.+Investment-Portfolio
FinanzrudelCommunity

Bekannt aus

20 MinutenBlickcashFinanz und WirtschaftBILANZHandelszeitungBusiness Insider

Dein Weg im Detail

Vermögen gegen Ziel: Jahr für Jahr

Die hellen Balken sind das Zielvermögen in jedem Alter, die dunklen dein Vermögen. Das Ziel sinkt mit jedem Jahr, weil die Überbrückung bis 65 kürzer wird; dein Vermögen steigt mit Sparrate und Realrendite. Wo sich beide treffen, bist du finanziell unabhängig.

Sockel ab 65 pro MonatCHF 0AHV plus Pensionskasse
Lücke nach 65 pro MonatCHF 0muss das Depot tragen
Überbrückung—bis der Sockel fliesst
Realrendite0 %Rendite minus Inflation
Zielvermögen in diesem AlterDein VermögenJahr der Unabhängigkeit

Alle Beträge in heutigen Franken. Fahre über einen Balken, um Vermögen und Ziel in diesem Alter zu sehen.

Tabelle: Was die Entnahmerate am Ziel ändert
EntnahmerateZielvermögenUnabhängig mitEntnahme pro Monat
Tabelle: Was die Sparrate am Datum ändert
SparrateUnabhängig mitUnterschied
Wo du heute stehst

Deine Deckung heute

Wenn du heute aufhören wolltest, bräuchtest du das volle Ziel inklusive Überbrückung bis 65. Der Balken zeigt, wie viel davon dein Vermögen schon deckt, und was jeder gesparte Franken Ausgaben am Ziel ändert.

Deckung des Ziels heute 0 %
Ziel bei sofortigem AusstiegCHF 0
Fehlt heuteCHF 0
Entnahme heute möglich, pro MonatCHF 0
100 Franken Ausgaben weniger senken das Ziel umCHF 0

So rechnet der Rechner

Finanzielle Unabhängigkeit in der Schweiz: so rechnest du

Die meisten FIRE-Rechner kennen genau eine Formel: Jahresausgaben mal 25. Das ist die 4-Prozent-Regel, umgedreht. Sie stimmt für jemanden in den USA ohne staatliche Rente. In der Schweiz hast du drei Dinge, die diese Rechnung verändern: einen Sockel ab 65, eine gesperrte Säule 3a und steuerfreie Kursgewinne. Der Rechner rechnet darum rückwärts, in vier Schritten.

  1. Die Lücke nach 65. Von deinen monatlichen Ausgaben ziehst du AHV und Pensionskasse ab. Was bleibt, muss dein Depot lebenslang tragen. Diese Lücke mal zwölf, geteilt durch die Entnahmerate, ist der erste Teil des Ziels: bei 3,5 Prozent das rund 29-Fache der jährlichen Lücke, bei 4 Prozent das 25-Fache.
  2. Die Überbrückung bis 65. Hörst du mit 50 auf, fliessen 15 Jahre lang weder AHV noch Pensionskasse. Den Teil der Ausgaben, den der Sockel später deckt, musst du bis dahin selbst zahlen. Der Rechner nimmt dafür den Barwert dieser Zahlungen zur Realrendite, also etwas weniger als die Summe, weil das Geld bis zur Auszahlung angelegt bleibt.
  3. Dein Vermögen Jahr für Jahr. Startvermögen plus Sparrate, verzinst mit der Realrendite: Rendite minus Inflation, genauer (1 + Rendite) geteilt durch (1 + Inflation). Damit bleiben alle Zahlen in heutigen Franken. Die Sparrate darf also mit der Teuerung wachsen, ohne dass du sie hier anpassen musst.
  4. Der Treffpunkt. Das Ziel sinkt jedes Jahr, weil die Überbrückung kürzer wird. Dein Vermögen steigt. Das erste Alter, in dem das Vermögen das Ziel erreicht, ist dein FIRE-Alter. Zusätzlich prüft der Rechner, ob dein freies Depot die Ausgaben bis 60 allein trägt, solange die Säule 3a gesperrt ist.
Die Formel

Ziel(t) = 12 × (Ausgaben − Sockel) ÷ Entnahmerate

+ Barwert(12 × Sockel, Jahre bis 65)

Realrendite = (1 + Rendite) ÷ (1 + Inflation) − 1

Beispiel: 5’000 Franken Ausgaben, 3’500 Franken Sockel ab 65, Entnahmerate 3,5 Prozent, Ausstieg mit 50 bei 5 Prozent Rendite und 1 Prozent Inflation. Lücke 1’500 Franken mal zwölf, geteilt durch 0,035: 514’286 Franken. Überbrückung: 42’000 Franken pro Jahr für 15 Jahre zum Barwert bei 3,96 Prozent Realrendite: 468’268 Franken. Ziel mit 50: rund 983’000 Franken. Ohne Sockel wären es 1,71 Millionen.

Der wichtigste Satz für die Praxis: In der Schweiz ist das FIRE-Ziel kleiner, als die 25-fach-Regel behauptet, aber nur, wenn du den Sockel ehrlich einträgst. Wer mit 45 aufhört, zahlt zwanzig Jahre keine Pensionskassenbeiträge mehr und muss die AHV-Mindestbeiträge als Nichterwerbstätiger selbst zahlen, sonst entstehen Lücken. Trag also nicht die Rente ein, die auf dem Ausweis für 65 steht, sondern die, die bleibt, wenn du früher aussteigst. Wie die AHV-Rente genau entsteht, zeigt der AHV-Rechner.

Die 4-Prozent-Regel

Entnahmerate 4 Prozent: Woher sie kommt und was in der Schweiz anders ist

Die Regel stammt aus zwei US-Studien: William Bengen zeigte 1994, dass eine Entnahme von 4 Prozent im ersten Jahr, danach jährlich um die Inflation erhöht, in allen 30-Jahres-Zeiträumen seit 1926 durchgehalten hätte. Die Trinity-Studie von 1998 bestätigte das mit Erfolgsquoten je Aktienanteil. Beide rechnen mit US-Aktien, US-Anleihen und 30 Jahren Ruhestand.

⏳

Der Horizont ist länger

Wer mit 40 aufhört, plant nicht 30, sondern 50 Jahre und mehr. Die Lebenserwartung mit 65 liegt in der Schweiz bei 20 Jahren für Männer und 23 für Frauen, und die Hälfte wird älter. Für lange Horizonte gelten 3 bis 3,5 Prozent als belastbar. Deshalb steht der Rechner standardmässig auf 3,5.

🇨🇭

Die Realrendite ist tiefer

Schweizer Aktien brachten seit 1900 real 4,6 Prozent pro Jahr, Franken-Obligationen 1,8 Prozent. Der Franken wertet langfristig auf, was ausländische Erträge in Franken schmälert. Dafür war die Schweizer Inflation mit 2,1 Prozent im Schnitt tiefer als fast überall sonst, 2025 lag sie bei 0,2 Prozent.

🧾

Kursgewinne sind steuerfrei

Verkaufst du Anteile mit Gewinn, zahlst du darauf in der Schweiz keine Einkommenssteuer, solange du als privater Anleger giltst. Dividenden und Zinsen sind dagegen steuerbares Einkommen. Das macht die Entnahme über Verkäufe netto günstiger als in Deutschland oder den USA, wo Kursgewinne besteuert werden.

🏛️

Die Vermögenssteuer bleibt

Alle Kantone erheben eine Vermögenssteuer, der Bund nicht. Sie liegt je nach Kanton und Gemeinde meist zwischen 0,1 und 0,7 Prozent des Nettovermögens pro Jahr, mit Freibeträgen. Bei einer Million sind das schnell 2’000 bis 5’000 Franken. Plane sie als Ausgabe ein, der Rechner tut es nicht für dich.

Der Schweizer Vorteil

AHV und Pensionskasse als Sockel: die Zahlen, die im Rechner stecken

Ab dem Referenzalter 65 bekommst du zwei Renten, die kein FIRE-Rechner aus den USA kennt. Die AHV zahlt 2026 bei voller Beitragsdauer zwischen 1’260 und 2’520 Franken im Monat, Ehepaare zusammen höchstens 3’780 Franken. Die Pensionskasse wandelt dein Altersguthaben in eine Rente um, im Obligatorium mit 6,8 Prozent, im überobligatorischen Teil je nach Kasse tiefer. Seit 2026 gibt es zudem jeden Dezember eine 13. AHV-Rente.

  • AHV-Rente in heutigen Franken eintragen, der Rechner hält die Kaufkraft konstant
  • Pensionskassenrente vom Vorsorgeausweis, oder das heutige Guthaben mal Umwandlungssatz, wenn du früh aufhörst
  • Säule 3a: frühestens fünf Jahre vor dem Referenzalter, also ab 60, verfügbar
  • Wer vor 65 aufhört, zahlt AHV-Beiträge als Nichterwerbstätiger weiter, sonst kostet jedes fehlende Jahr rund ein Vierundvierzigstel der Rente

Die wichtigste Konsequenz: Je näher du an 65 bist, desto weniger Depot brauchst du. Wer mit 60 aufhört, muss nur fünf Jahre überbrücken und danach die Lücke tragen. Wer mit 40 aufhört, braucht 25 Jahre Überbrückung, und die AHV-Rente fällt kleiner aus, weil die Beitragsjahre auf Mindestbeiträgen laufen. Genau darum lohnt sich der Blick auf den AHV-Rechner und den Säule-3a-Rechner, bevor du hier den Sockel einträgst.

Beträge 2026

AHV-Minimalrente: CHF 1’260 pro Monat

AHV-Maximalrente: CHF 2’520 pro Monat

Plafond Ehepaar: CHF 3’780 pro Monat

BVG-Mindestumwandlungssatz: 6,8 % im Obligatorium

Säule 3a: CHF 7’258 pro Jahr, Bezug ab 60

Quellen: BSV, Beträge gültig ab 1. Januar 2026; Merkblatt 3.01; BVV 3 Art. 3. Alle am 18.09.2026 abgerufen.

Was dein Sockel wert ist CHF 0

So viel Kapital müsstest du zusätzlich aufbauen, wenn es AHV und Pensionskasse nicht gäbe.

Wie ich rechne

Meine eigene FIRE-Rechnung, und warum ich trotzdem arbeite

Ich habe 2018 gekündigt, mit 22, weil mir der Job nichts mehr gab, nicht weil das Depot mich schon getragen hätte. Damals rechnete ich mir aus, dass ich bis 30 rund 8’500 Franken im Monat hätte sparen müssen, um mit einer Million auszusteigen. Das ging nicht auf, und ich habe daraus den Schluss gezogen, den ich bis heute vertrete: Das «Retire» in FIRE ist der falsche Teil. Die Unabhängigkeit ist das Ziel, nicht der Ausstieg.

Meine Zahlen sind öffentlich: Mein Haushalt gibt keine 100’000 Franken im Jahr aus, das habe ich im Beitrag Wie viel Geld reicht wirklich? aufgeschlüsselt. Mein Ziel sind 8’000 Franken Dividenden im Monat, was bei 3 Prozent netto ein Depot von 3,2 Millionen voraussetzt. Und im Beitrag zum Selbstläufer-Depot habe ich vorgerechnet, wie aus 250 Franken im Monat bei 7 Prozent in 40 Jahren über 650’000 Franken werden, und dass 4 Prozent von 750’000 Franken 2’500 Franken im Monat sind.

Was ich aus dem Rechner für mich mitnehme: Erstens ist die Entnahmerate der grösste Hebel, den ich selbst wähle, und 3,5 Prozent fühlen sich für einen 50-jährigen Horizont ehrlicher an als 4. Zweitens rechne ich den Sockel bewusst klein, weil ich als Selbständiger die Pensionskasse selbst füllen muss. Drittens sind Dividenden für mich die bequemere Form der Entnahme: Ich muss in schlechten Jahren nichts verkaufen. Was mein Depot heute genau enthält, steht auf meiner Depot-Seite.

🎯Dein Ziel, heutige FrankenCHF 0

Lücke nach 65 geteilt durch die Entnahmerate, plus Überbrückung bis 65.

📉Fehlt heuteCHF 0

Der Abstand zwischen deinem Vermögen und dem Ziel bei sofortigem Ausstieg.

💸Sparen wirktCHF 0

So viel sinkt dein Ziel für jede 100 Franken, die du im Monat weniger ausgibst.

🏁Vermögen mit 65CHF 0

Wenn du bis 65 so weitersparst wie heute, in heutigen Franken.

Thomas Kovacs, der Sparkojote
«Die Unabhängigkeit ist das Ziel, nicht der Ausstieg.»
Thomas Kovacs, seit 2018 selbständig

Dividenden oder Entnahme

Passives Einkommen: Wird man mit Dividenden finanziell unabhängig?

Ja, aber nicht anders als mit Verkäufen. Ob du 3,5 Prozent Dividenden kassierst oder 3,5 Prozent deiner Anteile verkaufst, ist für dein Vermögen dieselbe Belastung. Die Dividendenrendite eines breiten Welt-ETF liegt um 2 Prozent, ein Dividendenportfolio bringt 3 bis 4 Prozent, und wer mehr verspricht, kauft meist Risiko. Der Vorteil der Dividenden ist psychologisch und praktisch: Das Geld kommt, ohne dass du in einem Crash verkaufen musst. Der Nachteil ist steuerlich: Dividenden sind Einkommen, Kursgewinne nicht. Wie ich beides mische, steht im Dividenden-Handbuch.

Mit deinen Zahlen, im Zieljahr

Entnahme pro Jahr: CHF 0

Davon Ausschüttung, Welt-ETF um 2 %: CHF 0

Rest über Verkäufe: CHF 0

Grobe Aufteilung mit deinem Zielvermögen und deiner Entnahmerate. Ein Dividendenportfolio mit 3 bis 4 Prozent verschiebt den Anteil, die Gesamtentnahme bleibt gleich.

Drei Profile

25, 35, 45: So sieht der Weg in drei Lebenslagen aus

Alle drei rechnen mit 5 Prozent Rendite, 1 Prozent Inflation und 3,5 Prozent Entnahme, in heutigen Franken. Ein Klick lädt das Profil in den Rechner.

🎓25 Jahre, Berufseinstieg

25 Jahre, 3’800 Franken Ausgaben, 1’200 Franken Sparrate

Kleines Startkapital, aber 40 Jahre Zeit. Der Zinseszins macht hier den grössten Teil der Arbeit, die Sparrate darf mit dem Lohn wachsen.

Unabhängig mit46 Jahre (2047)
ZielvermögenCHF 619’399
Sockel ab 65CHF 3’700 / Monat
ÜberbrückungCHF 585’114
Entnahme dannCHF 2’143 / Monat
🏡35 Jahre, mitten im Aufbau

35 Jahre, 5’500 Franken Ausgaben, 2’500 Franken Sparrate

Ein sechsstelliges Depot, gute Sparrate, Familie. Die Frage ist nicht ob, sondern wann: mit 3,5 Prozent Entnahme oder mit 4?

Unabhängig mit49 Jahre (2040)
ZielvermögenCHF 1’014’447
Sockel ab 65CHF 4’300 / Monat
ÜberbrückungCHF 603’019
Entnahme dannCHF 3’088 / Monat
🧭45 Jahre, Sockel in Sicht

45 Jahre, 6’000 Franken Ausgaben, 3’000 Franken Sparrate

Hier zählt der Sockel: AHV und Pensionskasse decken ab 65 den grössten Teil. Das Depot muss nur die Jahre bis dahin überbrücken und den Rest tragen.

Unabhängig mit52 Jahre (2033)
ZielvermögenCHF 965’745
Sockel ab 65CHF 4’900 / Monat
ÜberbrückungCHF 588’602
Entnahme dannCHF 3’062 / Monat

Grenzen

Was dieser Rechner nicht kann

Er rechnet mit einer konstanten Realrendite. Die Börse tut das nicht: Ein Einbruch in den ersten Jahren des Ruhestands ist der gefährlichste Fall für jede Entnahmeregel, das sogenannte Renditereihenfolge-Risiko. Die Entnahmerate von 3 bis 3,5 Prozent ist der Puffer dafür, kein Ersatz für einen Cash-Vorrat von ein bis zwei Jahresausgaben.

Die Pensionskasse rechnet er als feste Rente ab 65, nicht als Kapital, und die AHV-Rente nimmt er so, wie du sie einträgst. Für die Feinplanung rechnest du darum mit einer Bandbreite: einmal mit 3 und einmal mit 4 Prozent Entnahme, einmal mit 4 und einmal mit 6 Prozent Rendite.

Nicht abgebildet

  • 🧾Steuern: Einkommenssteuer auf Dividenden, Vermögenssteuer, Kapitalauszahlungssteuer auf Pensionskasse und Säule 3a
  • 💼Gebühren jenseits der Nettorendite, die du eingibst
  • 🏠Wohneigentum, Erbschaften, Kinder, Scheidung, Krankheit
  • 📅Das abweichende Referenzalter der Frauen-Übergangsjahrgänge 1961 bis 1963

Was er kann: dir in einer Minute zeigen, welche Grössenordnung du brauchst, welcher Hebel bei dir wirkt und was der Schweizer Sockel wert ist.

Häufige Fragen

FIRE in der Schweiz: die zwölf häufigsten Fragen

Wie viel Geld braucht man, um nicht mehr arbeiten zu müssen (Schweiz)?

Als Faustregel das 25- bis 33-Fache deiner jährlichen Ausgaben, je nachdem, ob du mit 4 oder 3 Prozent Entnahme rechnest. Bei 5’000 Franken Ausgaben im Monat sind das 1,5 bis 2 Millionen Franken. In der Schweiz sinkt die Zahl deutlich, sobald AHV und Pensionskasse ab 65 einen Teil der Ausgaben übernehmen: Dann muss das Depot nur noch die Lücke lebenslang tragen und die Jahre bis 65 überbrücken. Genau das rechnet der Rechner oben mit deinen Zahlen.

Was ist die FIRE-Bewegung, und funktioniert sie in der Schweiz?

FIRE steht für Financial Independence, Retire Early: so viel sparen und investieren, dass die Kapitalerträge die Lebenskosten decken, und dann früh aufhören zu arbeiten. In der Schweiz funktioniert die Rechnung sogar besser als anderswo, weil AHV und Pensionskasse ab 65 einen Sockel liefern und Kursgewinne im Privatvermögen steuerfrei sind. Was ich an der Bewegung nicht teile, ist das «Retire»: Ich bin seit 2018 selbständig, weil mir die Arbeit Spass macht, nicht weil ich sie loswerden will.

Gilt die 4-Prozent-Regel auch in der Schweiz?

Nur mit Abstrichen. Die Regel stammt aus US-Daten von 1926 bis 1995 (Bengen 1994, Trinity-Studie 1998) und ist auf 30 Jahre Ruhestand ausgelegt. Wer mit 40 aufhört, plant 50 Jahre und mehr. Schweizer Aktien brachten seit 1900 real 4,6 Prozent pro Jahr, Obligationen 1,8 Prozent, beides tiefer als in den USA. Darum rechnet dieser Rechner standardmässig mit 3,5 Prozent und lässt dich zwischen 3 und 4 Prozent wählen. Dafür fällt in der Schweiz keine Steuer auf Kursgewinne an, was die Entnahme netto günstiger macht als in Deutschland oder den USA.

Wie rechnet der Rechner die AHV und die Pensionskasse an?

Als Sockel ab 65. Bis dahin muss dein Vermögen die ganzen Ausgaben tragen, ab 65 nur noch die Lücke zwischen Ausgaben und Renten. Das Zielvermögen ist darum die Summe aus zwei Teilen: die Lücke nach 65, geteilt durch die Entnahmerate, plus eine Überbrückung für die Jahre bis 65, in denen die Renten noch nicht fliessen. Die Renten gibst du in heutigen Franken ein, die AHV-Maximalrente liegt 2026 bei 2’520 Franken im Monat. Deine voraussichtliche Pensionskassenrente steht auf dem Vorsorgeausweis.

Was ist die Entnahmerate, und welche soll ich wählen?

Der Anteil deines Vermögens, den du im ersten Ruhestandsjahr entnimmst und danach jedes Jahr um die Teuerung erhöhst. 4 Prozent gelten als Obergrenze für 30 Jahre, 3 Prozent als sehr sicher auch für 50 Jahre und mehr. Je früher du aufhörst und je tiefer die erwarteten Realrenditen, desto näher an 3 Prozent. Der Rechner zeigt dir das Zielvermögen für jede Rate zwischen 3 und 4 Prozent, in Viertelprozent-Schritten.

Wie wirkt die Inflation auf mein Zielvermögen?

Der Rechner rechnet alles in heutiger Kaufkraft: Aus deiner nominalen Rendite und der Inflation wird eine Realrendite, und die Ausgaben bleiben in heutigen Franken. Das Zielvermögen zeigt er darum in heutigen Franken und zusätzlich als Betrag im Jahr deiner Unabhängigkeit. Bei 1 Prozent Inflation sind aus 1 Million heutiger Franken in 20 Jahren rund 1,22 Millionen nominale Franken. Die Schweizer Teuerung lag 2025 bei 0,2 Prozent, im Schnitt seit 1900 bei 2,1 Prozent.

Mit welcher Rendite soll ich rechnen?

Schweizer Aktien erzielten seit 1900 nominal 6,8 Prozent pro Jahr, ein Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Obligationen 6 Prozent. Nach Gebühren und mit etwas Vorsicht sind 5 Prozent nominal ein ehrlicher Standardwert, den du im Rechner jederzeit ändern kannst. Wichtig ist der Unterschied zur Inflation: Bei 5 Prozent Rendite und 1 Prozent Teuerung bleiben real knapp 4 Prozent.

Zählt die Säule 3a zum FIRE-Vermögen?

Ja, aber mit einer Einschränkung: Du kommst frühestens fünf Jahre vor dem Referenzalter an das Geld, also mit 60. Der Rechner zählt dein 3a-Guthaben und die jährlichen Einzahlungen zum Zielvermögen, prüft aber, ob dein freies Depot die Jahre bis 60 allein tragen kann. Der Maximalbetrag 2026 liegt bei 7’258 Franken pro Jahr, jede Einzahlung senkt zusätzlich deine Steuern.

Welche Steuern fallen an, wenn ich vom Vermögen lebe?

Kursgewinne aus dem Privatvermögen sind in der Schweiz steuerfrei, Dividenden und Zinsen sind Einkommen und werden normal versteuert. Dazu kommt die Vermögenssteuer, die alle Kantone erheben, mit je eigenen Sätzen und Freibeträgen. Der Rechner bildet Steuern nicht ab; plane die Vermögenssteuer und die Steuern auf Dividenden als Teil deiner Ausgaben ein, und bedenke, dass mit dem Wegfall des Lohns auch die Einkommenssteuer deutlich sinkt.

Was, wenn der Rechner sagt, ich erreiche das Ziel nie?

Dann reicht die Kombination aus Sparrate, Rendite und Zeit bis 70 nicht für die Entnahmerate, die du gewählt hast. Drei Hebel: Ausgaben senken, weil jeder gesparte Franken im Monat das Ziel um rund 300 bis 400 Franken senkt; Sparrate erhöhen; oder den Sockel realistisch eintragen, den AHV und Pensionskasse liefern. Und die ehrliche Antwort: Für viele ist nicht die Frührente das Ziel, sondern die Sicherheit, jederzeit kürzertreten zu können.

Dividenden oder Entnahme: Wovon lebe ich im Ruhestand?

Am Ende ist es dieselbe Rechnung. Ob du 3,5 Prozent Dividenden kassierst oder 3,5 Prozent Anteile verkaufst, dein Vermögen trägt dieselbe Last. Ich fahre einen Mittelweg: ein Depot mit Dividendentiteln und einem globalen ETF, sodass ein grosser Teil der Entnahme als Ausschüttung kommt und ich in schlechten Jahren nichts verkaufen muss. Steuerlich ist die Entnahme über Verkäufe in der Schweiz im Vorteil, weil Kursgewinne steuerfrei sind, Dividenden nicht.

Wie genau ist dieser FIRE-Rechner?

Er rechnet Jahr für Jahr mit konstanter Realrendite, Einzahlungen jeweils am Jahresende und der Entnahmerate, die du wählst. Was er nicht kann: Börsenschwankungen, Steuern, Gebührenänderungen, eine Scheidung oder eine Erbschaft. Er ist eine Planungsgrundlage in heutiger Kaufkraft, keine Garantie. Wer näher am Ziel ist, rechnet mit einer Bandbreite: einmal mit 3, einmal mit 4 Prozent, einmal mit 4 und einmal mit 6 Prozent Rendite.

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Thomas Kovacs, Sparkojote

Über den Autor

Thomas Kovacs, der Sparkojote

Ich bin Thomas, in der Schweiz besser bekannt als der Sparkojote. Seit 2015 investiere ich an der Börse und zeige seit 2016 öffentlich, was ich kaufe, was es kostet und was dabei herauskommt. Finanzielle Unabhängigkeit ist für mich kein Ausstieg, sondern die Freiheit, nur noch zu arbeiten, was mir Spass macht. Diesen Rechner habe ich gebaut, weil alle FIRE-Rechner im Netz die Schweiz vergessen: AHV, Pensionskasse und die Säule 3a sind ein Sockel, den jeder hier hat und den kaum ein Rechner anrechnet.

Unabhängig werden heisst: Zahlen kennen, dann handeln.

Ich zeige seit 2016 öffentlich, wie ich das mache: welches Depot, welche Positionen, was es kostet. Kein Kurs, kein Geheimnis, einfach offengelegt.

Stand: September 2026. Alle Angaben dienen der Information und sind keine Finanz-, Steuer- oder Vorsorgeberatung. Renditen sind Annahmen, keine Garantie. Massgebend sind die gesetzlichen Bestimmungen und die Auskunft deiner Ausgleichskasse und Pensionskasse.