Warum dich Market Timing Pleite macht? 🥴📉

Warum dich Market Timing Pleite macht? 🥴📉

Warum dich Market Timing Pleite macht

Market Timing klingt wie eine grandiose Idee, ist aber in der Realität für die meisten Anleger nicht geeignet. Warum ich dieser Meinung bin und was genau dahinter steht, will ich heute genauer erklären. 

Darum geht es beim Market Timing

Bei niedrigen Kursen zu kaufen und bei einem hohen Preis wieder zu verkaufen ist ein uraltes und sinnvolles Konzept. Diese Methode an der Börse langfristig umzusetzen ist jedoch alles andere als einfach. 

Nimmt man sich Aktien mit hoher Volatilität, also starken Kursschwankungen, und versucht hier, durch Market Timing Gewinne zu erzielen, braucht man eine unglaubliche Menge Glück. Denn die Börse ist nahezu unmöglich vorherzusehen.

Handelt man dabei die gleichen Wertpapiere immer wieder, also kauft und verkauft das gleiche Unternehmen über einen längeren Zeitraum, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges noch weiter. 

Auf längere Zeiträume, sagen: wir 10, 20 oder gar 30 Jahre, ist es nahezu unmöglich, mit diesem Vorgehen hohe Renditen zu erzielen. In den meisten Fällen werden Verluste oder extrem geringe Gewinne auf dich warten. 

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Wie hoch sind die Chancen?

Auf kurze Sicht mag es möglich sein, Market Timing erfolgreich einzusetzen. Sprechen wir nur von einem einzelnen Geschäft, also einmal kaufen und später wieder verkaufen, steht die Wahrscheinlichkeit ganz gut, dass du damit Geld verdienst. 

Mit jeder Wiederholung sinkt jedoch die Chance, dass du noch einmal auf diese Weise gewinn machst. Auf lange Sicht – also mehrere Jahre – würde ich es für wahrscheinlicher halten, einen Sechser im Lotto zu erzielen, als Market Timing konsequent und erfolgreich einzusetzen. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass du nicht versuchen solltest, den besten Ein- und Verkaufs-Zeitpunkt zu erwischen. Der Glaube, dass du durch Market Timing allein dein Kapital vermehren kannst, kann jedoch schnell nach hinten losgehen. 

Ein gutes Beispiel für die Unmöglichkeit des Market Timings ist die US-Amerikanische Präsidentenwahl im Herbst 2020. Etliche Anleger haben hier mit einem kapitalen Börsencrash gerechnet und hatten sich darauf vorbereitet, bei den niedrigen Preisen viel zu kaufen. Tatsächlich trat das Gegenteil ein und die Kurse gingen drastisch nach oben. 

So geht es besser

Anstatt zu versuchen, den idealen Zeitpunkt durch Market Timing abzupassen, solltest du auf “Time the Market” setzen. Dieses Vorgehen ist der bekannten “Buy and Hold”-Strategie sehr ähnlich. 

Dabei kaufst du kontinuierlich eine Aktie, ETF, Fond oder sonstiges Finanzprodukt mit dem Ziel, dieses über Jahrzehnte zu halten. Natürlich sollte es sich dabei um eine Investition handeln, die langfristiges Wachstum verspricht. 

Die Entwicklungen des Marktes kann man zwar nicht wirklich vorhersehen; auf lange Sicht gibt es jedoch eine konkrete Richtung, in der sich die Wirtschaft entwickelt: nach oben! Denn trotz kurzfristigen Krisen nehmen die Kurse insgesamt stetig zu. Wer zum Beispiel in den MSCI World oder andere globale Finanzprodukte anlegt, kann diesen Zuwachs nutzen. 

Wer also einen langen Atem hat und zum Beispiel für die Rente spart, kann mit einer “Buy-and-Hold”-Strategie gute Renditen einfahren – das ist wissenschaftlich bewiesen! Market Timing hingegen ist ein kurzfristiges Glücksspiel und damit genau das Gegenteil.

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Warum ich kein Market Timing nutze

Selbstüberschätzung liegt in der menschlichen Natur. Fast jeder Mann hält sich für einen überdurchschnittlichen Autofahrer und Liebhaber, aber statistisch ist das natürlich gar nicht möglich. Auch an der Börse überschätzen sich Anleger oft. 

Jeder denkt, den richtigen Riecher zu haben und mit seinem speziellen Portfolio die beste Auswahl getroffen zu haben. Der Reichtum ist quasi schon zum Greifen nahe. Tatsächlich lässt sich der Markt aber nicht so einfach austricksen. 

Eine alte Börsenweisheit besagt: “Wenn du glaubst, besser zu sein als andere Anleger, ist dein Geld schon weg”. Genau das stimmt in diesem Fall, denn viel Psychologie, Marktkenntnis und letztlich Glück sind erforderlich, um mit Market Timing gut zu verdienen. 

Entscheidest du dich trotzdem für dieses Vorgehen, bist du auch den Entwicklungen des Marktes schonungslos ausgeliefert. Da zum zählt zum Beispiel die nächste Krise/der nächste Crash, die garantiert kommen, da sie Grundbestandteil unseres Systems sind. 

Wenn die Kurse dann 70, 80 oder 90 Prozent in den Keller gerauscht sind, heisst es für den “Market Timer”: standhaft bleiben, das Geld für Monate oder Jahre abschreiben und auf eine spätere Erholung hoffen. Panikverkäufe sind hier zu vermeiden. 

Mit meiner Dividendenstrategie, die auf passives Einkommen abzielt, habe ich solche Sorgen deutlich weniger. In einer Krisensituation bleibe ich relativ entspannt, denn Kursgewinne waren von Anfang an nicht mein Ziel. Daher lasse ich lieber die Finger vom Market Timing. 

Meine Empfehlung

Natürlich muss mein persönliches Vorgehen nicht deine eigene Strategie beeinflussen. Vielleicht schwörst du auf Market Timing und bist dir sicher, damit reich zu werden (obwohl du bisher nur herbe Verluste oder mickrige Renditen erzielt hast). Ich persönlich rate jedoch davon ab, zu viel in diese Methode zu setzen. 

Egal, für welches Vorgehen du dich aber entscheidest: wichtig ist, möglichst frühzeitig mit deinem Investment zu beginnen. Um dir beim in-die-Gänge-kommen zu helfen, kann ich dir 100 CHF Trading Kredits anbieten. 

Die erhältst du nämlich, wenn du meinem Link* folgst und ein Depot bei Swissquote anlegst. Dort bekommst du hervorragende Konditionen und kannst damit anfangen, an deinem eigenen Vermögen zu arbeiten. Eine Erfahrungsbericht mit genauer Aufstellung habe ich hier verfasst.

Wenn du noch ein zusätzliches Konto für deine Finanzen benötigst, solltest du mal einen Blick auf “Zak” werfen. Dort kannst du ebenfalls 50 Franken abstauben, mehr Infos findest Du in meinem Erfahrungsbericht

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Thomas der Sparkojote

 

9 Responses

  1. I
    Isy sagt:

    Wie machst du es dann aber, wenn du den manuellen Sparplan mit Vanguard durchführst? Betreibst du da monatlich keine Market Timing? Oder kaufst du an einem fixen Tag Anteile, egal wie hoch der Kurs ist?

  2. D
    Dummerchen sagt:

    Wenn die Kurse dann 70, 80 oder 90 Prozent in den Keller gerauscht sind, benötigt man nachfolgend Kursgewinne in Höhe von 230, 400 oder sagenhafte 900 Prozent um diese Verluste nur wieder aufzuholen.

    Seht selbst: https://www.zinsen-berechnen.de/gewinn-verlust-rechner.php

    Wäre eine Strategie der Verlustbegrenzung hier nicht der bessere Weg, zumal die zur Verlustaufholung notwendigen Kurssteigerungen im Grunde auch als Anlagerenditen recht attraktiv sind? Nur: wie viele Verliereraktien werden nach 90% Kursverlust nachfolgend zum Tenbagger?

  3. D
    Dummerchen sagt:

    Der Medallion Fund von Renaissance Technologies bzw. Jim Simons erzielte durch statistische Arbitrage selbst in Baissejahren weit überdurchschnittliche Renditen.

  4. L
    Luki sagt:

    Statistisch gesehen ist eine Einmaleinlage deutlich besser. Mit „cost-averaging“ was du betreibst gehst du genauso ein Market Timing ein. Denn du erwartest, dass der Markt über die Zeit immer wieder zurückfällt.
    Hier eine spannende Studie von Morningstar: https://www.morningstar.com.au/learn/article/the-dollar-cost-averaging-myth-why-lump-sum-i/197410
    Sicher, wenn jemand die Summe nicht hat, dann investiert man lieber das was man hat. Es lohnt sich jedoch nicht diese Summe aufzuteilen und zu warten, ausser man würde erfolgreich effektives Market-Timing betreiben.
    Im Allgemeinen dürfte aber wohl auch der Ausstieg wichtiger sein. Dort ist das Aussitzen einer Krise gefragt wenn möglich. Dein Verkaufszeitpunkt von MOZN und Umschichtung in AAPL war dabei wohl ein unglückliches negativ Beispiel.
    Es würde mich interessieren was du dazu denkst.

    • @Luki

      Du hast absolut recht, nur habe ich noch nicht all das Geld zu investieren, das verdiene ich jeden Monat.

      Meine Cashquote ist nicht für die Börse sondern meine eigenen Unternehmen. Liquidität, Mitarbeiter einstellen etc.

      Defacto ist es aber so, dass wenn jemand normal investiert automatisch Dollar Cost Averaging macht. Ausserdem hat es psychologisch einen viel stärkeren Impact. Die wenigsten schaffen psychologisch und Mental ein riesiges Einmalinvestment, ohne die Hosen voll zu bekommen un zittrig zu werden.

  5. Lars sagt:

    Thomas, das sehe ich genauso. Was aus meiner Sicht bei cost-average noch positiv dazukommt, ist das man damit einfach null Arbeit hat und in Ruhe schlafen kann. Die Alternative ist doch dann ständig irgendwelchen Kursschwankungen und dem Finanzweltgeschehen hinterherzurennen.

    Ich kaufe immer am selben Tag im Monat meine ETF/Fonds und mache meine Viac Einzahlungen. Und den Rest des Monats habe ich dann Zeit für Hobbies neben dem Job. Ansonsten mache ich ein Mal pro Jahr einen Tag an dem ich meine Finanzplanung in Ruhe nachjustiere.

  6. L
    Luki sagt:

    @Thomas

    Danke für deine Antwort, dessen bin ich mir bewusst, ich verfolge deinen Blog seit einer längeren Zeit. Bevor ich diese Studie gelesen hatte, war ich auch zwar kein Fan von Cost-averaging, habe das aber auch nicht weiter hinterfragt und dies deshalb auch den Bankberatern geglaubt als bessere Alternative vs Market timing.

    Einerseits ist die psychologische Schwelle hoch mit einer grösseren Summe direkt reinzugehen, andererseits zeigen diese Berechnungen aber auch, dass es schon eher unglücklich verlaufen müsste, vor allem über längere Zeit um schlechter abzuschneiden. Zudem wenn alle davon schreiben, dass Cost-averaging das einzig Wahre ist, erhöht dies die Schwelle etwas anderes zu machen und auf einmal reinzugehen.

    Ich denke aber auch wenn man die Beträge immer aufsammelt, macht es Sinn diese zu investieren sobald möglich und nicht noch zwei-drei Wochen zu warten, ausser man möchte Timing betreiben und setzt sich strikte Kauf-Limiten.

    @Lars
    Ich denke du könntest genauso ruhig schlafen wenn die allgemein verbreitete Meinung wäre, dass du mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gut auskommst ohne Cost-averaging zu betreiben.

    Es ist auch nicht mehr cost-averaging wenn jedesmal der maximal verfügbare Betrag investiert wird.
    Banken und Broker verdienen da jedoch mehr dran (zumindest in der Schweiz), als wenn grössere Beträge auf einmal investiert werden.

    Ich denke wer Geld in den Aktienmarkt investiert, sollte sich generell vorher überlegt haben auf welches auf und ab er sich einlässt, dann lässt einen das kalt. Wenn es dich nicht kalt lässt, bist du mit einem zu grossen Betrag drin und müsstest deine Strategie überdenken.

    Ich wünsche allen gute Gewinne in der Zukunft.

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