Lombardkredit erklärt: So nutze ich Hebel sicher – Risiko & Chancen im Detail!

Lombardkredit erklärt: So nutze ich Hebel sicher – Risiko & Chancen im Detail!

Ich investiere ab sofort mit Hebel – und das ganz bewusst. Der Grund: Ich habe erstmals einen Lombardkredit aufgenommen. Keine grosse Summe, aber genug, um den gesamten Prozess, die Risiken und Möglichkeiten realitätsnah kennenzulernen. In diesem Artikel zeige ich dir ganz konkret, wie ein Wertpapierkredit funktioniert, warum ich ihn in meinen Investmentansatz eingebaut habe – und vor allem, warum du das Ganze nicht einfach so nachmachen solltest, ohne zu wissen, worauf du dich einlässt.

Was ist ein Lombardkredit überhaupt?

Ein Lombardkredit – oft auch einfach als Wertpapierkredit bezeichnet – ist eine Form des Kredits, die durch dein bestehendes Wertpapierdepot besichert wird. Du beleihst dein Depot, also deine Aktien, ETFs und gegebenenfalls andere Finanzanlagen, um sofort liquide Mittel zu erhalten, ohne dafür Positionen verkaufen zu müssen.

In meinem Fall habe ich ein Depot im Gesamtwert von rund 850’000 CHF. Swissquote, meine Hauptbank, gewährt mir darauf basierend eine potenzielle Kreditlinie zwischen 550’000 bis 600’000 CHF – also etwa 65 bis 70% Beleihungswert.

Aber – ganz wichtig – ich nutze davon nur einen sehr kleinen Teil: exakt 20’000 CHF. Das entspricht knapp 2,4 % meines Portfolios. Mehr dazu gleich unter dem Punkt Risikomanagement.

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Wie funktioniert der Lombardkredit in der Praxis?

Sobald man diesen Kredit aufnimmt, erscheinen die liquiden Mittel auf deinem Konto. Du kannst sie für alles verwenden:

  • Weitere Aktien oder ETFs kaufen
  • Private Anschaffungen tätigen (zum Beispiel ein Auto oder – wie bei mir – ein Home-Entertainment-Setup)
  • Das Geld physisch abheben oder auf ein anderes Konto verschieben

Dein Portfolio wird dabei nicht verkauft. Es bleibt bestehen und dient der Bank als Sicherheit. Die Bank kann sich aber bei einem Abschlag auf den Depotwert deine Titel „holen“, wenn die Kreditdeckung nicht mehr passt.

Das grosse Risiko: Margin Call

Jetzt wird’s ernst. Was passiert, wenn der Markt einbricht?

Nehmen wir an, meine Kreditlinie beträgt 600’000 CHF. Sollte mein Portfolio wegen eines Börsenrückgangs um 20 % fallen, sinkt logischerweise auch der Wert der Sicherheiten. Jetzt ist es möglich, dass meine Beleihungsgrenze von 70 % überschritten wird.

Dann ruft die Bank an – Margin Call. Entweder:

  • Ich schiesse sofort neue Sicherheiten nach,
  • ich zahle den Kredit ganz oder teilweise zurück,
  • oder die Bank verkauft meine Aktien – zwangsvollstreckt, wenn du so willst.

Und das kann innerhalb von Stunden passieren – Swissquote behält sich vor, in einem Notfall auch ohne vorherige Rückmeldung zu liquidieren. Das steht so im Vertrag.

Warum ich den Kredit trotzdem aufgenommen habe

Ich mache es ganz transparent: Ich habe den Kredit bewusst aufgenommen, um zu lernen, wie der Prozess in echt aussieht – aber auch, um gezielt zu investieren.

Ein Teil der 20’000 CHF fliesst in:

  • Ein geplantes TV-Setup, komplett mit Soundbar, Möbel und allem Drum und Dran (Kostenpunkt: rund 3’500 CHF)
  • Physische Investments wie Gold und Silber
  • Und: Aktien der Swissquote selbst

Das Investment in Swissquote ist ein interessantes Experiment – ich finanziere einen Teil beim Anbieter selbst und profitiere dabei idealerweise von Kursgewinnen + Dividenden.

Ein Rechenbeispiel:

  • 20’000 CHF Lombardkredit bei 3 % Zins → 600 CHF jährliche Zinskosten
  • Swissquote-Aktie steigt z. B. um 10 % → 2’000 CHF Gewinn
  • Nettoertrag = 1’400 CHF

Natürlich funktioniert es auch andersherum: Fällt die Aktie um 10 %, habe ich 2’600 CHF Verlust (Kursverlust plus Zinsschuld). Hebel ist kein Spielzeug.

🎁 Der Broker meiner Wahl ist Swissquote, ein sehr bekannter Schweizer Online-Broker. Mein vollständiges Depot befindet sich dort, mittlerweile mehr als 800’000 Franken. Ich investiere regelmässig über Aktien & ETF Sparpläne (Jetzt Neu auch mit Fractional Shares).

Swissquote, die Schweizer Bank für Investments, bietet eine Vielzahl an Anlagemöglichkeiten – von Aktien, Anleihen und ETFs bis hin zu Optionen und Rohstoffen.

Als Kunde kann man übrigens auch kostenlos in die Swissquote-Lounge in Zürich oder Gland, dort gibt es gratis Kaffee und Schokolade ;-). Wenn Du ein Depot bei Swissquote eröffnen willst, kannst Du bei der Anmeldung folgenden Aktionscode „MKT_SPARKOJOTE“ nutzen, um 200 CHF Trading Credits bei der Eröffnung zu erhalten (only for swiss residents). Nutze dazu diesen Link*.


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Diese Hebelwirkung kann dich reich machen – oder zerstören

Ein Lombardkredit ist ein Hebel. Und ein Hebel funktioniert in beide Richtungen.

Stell dir vor, du nimmst nicht 20’000 CHF, sondern 300’000 CHF Kredit auf. Dann hast du plötzlich 35 % deines Portfolios gehebelt. Jetzt reicht ein 50 % Börsencrash – wie 2008 – und schon ist alles dahin.

  • Aktienwert sinkt → Sicherheit weg
  • Beleihung über der Grenze → Margin Call
  • Reaktion zu langsam → Depot wird liquidiert

Und das kann – wie gesagt – ohne Vorwarnung geschehen. Eine Margin-Katastrophe in Echtzeit.

Wie hoch ist der Zins – und lohnt sich der Kredit steuerlich?

Aktuell liegt der Zins bei Swissquote bei 3 % p.a. Das ist nicht wenig, aber auch noch tragbar – vor allem, wenn man das Geld sinnvoll einsetzt.

Wichtig: Die ZINSEN auf den Lombardkredit sind steuerlich abziehbar – aber nur die Zinsen, nicht die Tilgung. Wenn du also mit 20’000 CHF arbeitest, zahlst du 600 CHF Zinsen pro Jahr. Die kannst du in der Steuererklärung angeben. Schon mal ein Vorteil.

Aber: Wenn du das Geld einfach konsumierst – z. B. für Ferien oder einen Fernseher – bringt dir die steuerliche Absetzbarkeit wenig. Dann bleibt der Zins einfach eine Belastung.

Wann macht ein Lombardkredit wirklich Sinn?

Ich sage es ganz ehrlich: Ein Lombardkredit ist kein Mittel für Einsteiger oder riskante Zocks. Es ist ein Finanz-Tool für erfahrene Anleger mit:

  • einem grossen Portfolio (mindestens 500k+ CHF)
  • einer stabilen Cashquote
  • einer klaren Strategie
  • Erfahrungen mit Börsenpsychologie
  • Mentaler Stärke in volatilen Phasen

Ich nutze dieses Tool, um kurzfristige Liquidität zu generieren – aber auch, um gezielt Assets wie physisches Gold oder Swissquote-Aktien zu kaufen, ohne meine bestehenden ETFs oder Aktienpositionen angreifen zu müssen.

Das ist der springende Punkt: Ich muss nichts verkaufen, um Liqui zu schaffen. Dennoch bleibt das Risiko im Hintergrund aktiv.

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Was ist mein Fazit nach dem Selbsttest?

Der Lombardkredit ist für mich ein Werkzeug, aber kein Ersatz für Bargeld.

Ich würde niemals 30 % oder mehr meines Depots beleihen. 2 % – wie aktuell – finde ich persönlich vertretbar. Und selbst das nur deshalb, weil ich jederzeit in der Lage bin, den Kredit sofort zurückzuzahlen – durch meine Cashquote.

In meinem Fall sehe ich den Kredit eher als dynamischen Erweiterung meines Notgroschens – im worst case zahle ich einfach zurück, ohne mein Portfolio anzutasten. Aber ich investiere mit Bedacht.

Ein Hebel kann beflügeln – aber heftig abstürzen lassen. Ein Lombardkredit erlaubt dir, dein Vermögen schneller zu bewegen. Aber es kann dich auch auslöschen, wenn du unvorsichtig bist.

Wann solltest du lieber die Finger davon lassen?

  • Wenn du deine Investments noch nicht verstehst
  • Wenn du unter 100’000 CHF investiert hast
  • Wenn du keine hohe Cashquote hast
  • Wenn du emotional reagierst bei Kursverlusten
  • Wenn du den Kredit als „quasi Eigentum“ im Kopf verbuchst
  • Wenn du ihn für Konsum nutzt, statt für Investments

Ein Lombardkredit ist im Grunde eine Hypothek auf dein Depot – aber mit 10-fach höherem Risiko. Für Einsteiger ist das nichts.

Aber – für erfahrene Anleger mit Strategie und Sicherheitsnetz – kann es ein sinnvolles Zusatzinstrument sein.

Ich bin gespannt, wie du das siehst. Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, dein Depot zu beleihen? Schreib’s gerne unten in die Kommentare.

Wir sehen uns beim nächsten Update zu meinem Lombardkredit-Experiment.

Thomas der Sparkojote

 

11 Responses

  1. F
    Frank Marggraff sagt:

    Wie lagert man physisches Gold und Silber am sichersten?
    In Deutschland werden zunehmend Banksafes von Ganoven geknackt.
    Einen Lombardkredit würde ich nie aufnehmen.

    • D
      Dominic sagt:

      Können Sie zuhause via Hausrat oder Wertsachenversicherung versichern. Ausserhalb des Hauses z.B. im Bankschliessfach empfiehlt sich eine Zusatzversicherung.

  2. D
    Dominic sagt:

    Spannender Artikel zu Lombardkrediten und gewohnt risikobewusster Umgang damit. Ideal zur Schaffung kurzfristiger Liquiditätsanforderungen im begrenzten Rahmen, ansonsten für unerfahrene oder emotionale Anleger ein hohes Risiko.

    Was hältst Du vom Securities Lending?

  3. M
    Marco sagt:

    Hallo Thomas,
    mit einem Lombardkredit zu operieren ist Quatsch.
    Schau dir Mal die Corning an.Ich habe sie(leider zu wenig).

    Beste Grüße
    Marco

  4. A
    Andreas sagt:

    Ich habe das mit einem Ratenkredit gemacht. So muss mein Depot nicht als Sicherheit herhalten. Beim Ratenkredit zählt dein Einkommen. So lange ich arbeite und tilgen kann ist alles ok. Und der Zins war früher irgendwo bei 4 Prozent. Hab dann alles in den World ETF gezahlt und fertig. Dann hab ich auch eine Marge und etwas gehebelt.

  5. W
    Wallstreet-Tom sagt:

    Ich wollte kurz Bescheid geben, dass Swissquote tatsächlich eine Aktion hatte, bei der neue Lombardkredite während der ersten 7 Monate komplett zinsfrei waren. Dieses Gratisangebot läuft jetzt Ende März 2026 aus.

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