Kein Postauto mehr, kein Kredit: Wie ich zu meinem neuen Auto kam
Der effektivste Weg zu einem substanziellen Vermögen besteht aus einer Kombination von radikalem Verzicht in den ersten zehn Jahren und konsequentem Investieren in renditestarke Anlageklassen wie ETFs, Aktien und Kryptowährungen. Wer bereit ist, seinen Konsum drastisch zu reduzieren und monatlich hohe Sparquoten an der Börse anzulegen, baut sich ein Finanzpolster auf, das langfristig enorme Freiheiten ermöglicht. Dieser Ansatz erfordert zwar anfängliche Einschränkungen, belohnt dich aber mit exponentiellem Wachstum durch den Zinseszinseffekt und schützt dich vor den riskanten und meist ruinösen Fehlern der allgegenwärtigen Mentalität, schnell reich werden zu wollen.
Jeder möchte heute möglichst schnell reich werden, aber wirklich langsam, systematisch und nachhaltig ein Vermögen aufbauen, das möchten die wenigsten. Wenn du dich in diesem ständigen Wunsch nach dem sofortigen Reichtum erkennst, dann befindest du dich auf dem schnellsten Weg, niemals wirklich vermögend zu werden und im schlimmsten Fall sogar dein letztes Hemd zu verlieren. Ich höre und lese es immer wieder in Zuschriften, Kommentaren und Direktnachrichten: Es dauert den Leuten alles viel zu lange. Sie wollen heute und sofort Ergebnisse sehen, damit sie, ihre Partner oder ihre Kinder jetzt in diesem Moment den Reichtum ausleben können. Doch die harte Wahrheit ist, dass an den Finanzmärkten und im echten Leben Ungeduld fast immer mit Verlusten bestraft wird.
Warum der schnelle Reichtum eine Illusion ist
Es ist eine sehr schwierige Angelegenheit, den Menschen zu erklären, dass echter Vermögensaufbau Zeit, Disziplin und oft auch harte Opfer erfordert. Nicht jeder ist bereit, das zu tun, was unweigerlich notwendig ist, um finanziell auf das nächste Level zu kommen. Du musst vielleicht eine ganze Zeit lang auf teure Urlaube verzichten. Du musst auf Konsumgüter verzichten, die dein Umfeld längst als völlig selbstverständlich betrachtet. Sei es das regelmässige Essen in teuren Restaurants, die Übernachtungen in erstklassigen Hotels oder der ständige Kauf von Markenkleidung und Bio-Premiumprodukten.
Ich bin an dieser Stelle extrem ehrlich zu dir: Ich habe in all den Jahren nur sehr wenige Menschen kennengelernt, die wirklich bereit sind, auf diese Dinge phasenweise zu verzichten oder sie zumindest auf ein absolutes Minimum zu limitieren. Wenn du dich jemals gefragt hast, warum so viele Menschen trotz eines guten Gehalts am Ende des Monats nichts übrig haben, dann liegt es genau an dieser fehlenden Bereitschaft zum Verzicht. Sie passen ihre Ausgaben immer sofort an ihre Einnahmen an. Warum dein Einkommen dich arm macht – Der grösste Denkfehler bei Geld und Zeit! ist ein Konzept, das du zwingend verstehen musst, wenn du aus dem Hamsterrad ausbrechen willst.
Die Realität des Verzichts
Je nach Karriere, Beruf und deiner persönlichen Ausgangslage kann diese Phase der Einschränkung durchaus einige Jahre andauern. Fünf, sieben oder auch zehn Jahre den Kopf runternehmen, Vollgas geben, extrem sparsam leben und die Differenz konsequent investieren – das ist der Weg. Es bedeutet, in deinem Job als Angestellter, als Selbstständiger oder als Unternehmer alles zu geben, um dein Einkommen zu maximieren, während du gleichzeitig deine Ausgaben auf das absolute Minimum reduzierst. Du legst dir nur die Dinge zu, die du wirklich zum Leben und Arbeiten brauchst.
Nicht jeder ist bereit, dieses Opfer zu bringen. Aber stell dir vor, du tust es. Du triffst diese Entscheidung heute und ziehst sie durch. Dann kannst du nach zehn Jahren zurückblicken und sagen: Schau mal, ich bin jetzt an einem finanziellen Punkt angelangt, an dem ich mir all die Dinge leisten kann, auf die ich bewusst verzichtet habe. Und das Beste daran ist: Du kaufst diese Dinge dann nicht mehr von deinem hart erarbeiteten aktiven Einkommen, sondern aus den Erträgen deines Kapitals.
Die 10-Jahres-Regel für deinen finanziellen Durchbruch
Für mich ist ein Zeitraum von zehn Jahren extrem kurz, insbesondere wenn man noch relativ jung ist. Wenn du heute 20, 30 oder auch 40 Jahre alt bist, dann vergehen zehn Jahre wie im Flug. Natürlich, wenn du bereits 80 wärst, wäre diese Perspektive eine andere. Aber in den prägenden Phasen des Lebensbaus ist eine Dekade nichts. Mit 30 finanziell frei: Warum du in den 20ern richtig starten musst! ist kein leeres Versprechen, sondern eine mathematische Realität, wenn man den Zinseszinseffekt früh genug für sich arbeiten lässt.
Wenn du es schaffst, in dieser Zeitspanne ordentlich Gas zu geben, akribisch auf dein Geld zu achten und dir diese freiwillige Limitierung aufzuerlegen, dann wirst du ein massives Fundament aufbauen. Ich habe dieses extreme Leben in meinen Zwanzigern extrem lange durchgezogen. Bis zu meinem 27. Lebensjahr habe ich meine Ausgaben radikal minimiert. Wenn man es zusammenrechnet, waren das fast zehn Jahre, in denen ich diesen extremen Fokus beibehalten habe. Erst danach, mit einem massiven Polster im Rücken, hat sich das Ganze etwas aufgelockert.
Sparen allein reicht nicht: Investieren ist Pflicht
Der grösste Fehler, den du machen kannst, ist zu glauben, dass Sparen allein dich reich macht. Wer sein Geld nur auf dem Bankkonto hortet, verliert durch die Inflation jährlich massiv an Kaufkraft. Das ganze Sparen nützt absolut nichts, wenn das Geld nicht gewinnbringend investiert wird. Das Geld muss für dich arbeiten. Du musst anfangen, dir Assets zu kaufen.
Egal ob es ETFs, Einzelaktien oder auch ein Teil in Kryptowährungen wie Bitcoin ist – du musst den Schritt vom Sparer zum Investor machen. Von 0 auf CHF 1 Million: So habe ich mit Aktien & Co mein Vermögen aufgebaut! zeigt genau, wie elementar wichtig die Investitionsphase ist. Der Aktienmarkt bietet historisch gesehen Renditen von etwa 7 bis 9 Prozent pro Jahr. Diese Renditen brauchst du, um die Inflation zu schlagen und echtes Wachstum zu erzielen.
Es geht nicht zwingend darum, dass du nach genau zehn Jahren komplett finanziell frei bist und nie wieder arbeiten musst. Es geht vielmehr darum, dass du dir ein ordentliches finanzielles Polster aufgebaut hast. Dieses Polster gibt dir einen gigantischen Freiraum. Du fängst an, ganz anders über das Thema Finanzen und Arbeit zu denken. Du kannst dir auf einmal Dinge gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil du weisst, dass die Dividenden, Zinsen und Kursgewinne deines Portfolios einen grossen Teil deiner Ausgaben tragen.
🎁 Der Broker meiner Wahl ist Swissquote, ein sehr bekannter Schweizer Online-Broker. Mein vollständiges Depot befindet sich dort, mittlerweile mehr als 800’000 Franken. Ich investiere regelmässig über Aktien & ETF Sparpläne (Jetzt Neu auch mit Fractional Shares).
Swissquote, die Schweizer Bank für Investments, bietet eine Vielzahl an Anlagemöglichkeiten – von Aktien, Anleihen und ETFs bis hin zu Optionen und Rohstoffen.
Als Kunde kann man übrigens auch kostenlos in die Swissquote-Lounge in Zürich oder Gland, dort gibt es gratis Kaffee und Schokolade ;-). Wenn Du ein Depot bei Swissquote eröffnen willst, kannst Du bei der Anmeldung folgenden Aktionscode „MKT_SPARKOJOTE“ nutzen, um 100 CHF Trading Credits bei der Eröffnung zu erhalten (only for swiss residents). Nutze dazu diesen Link*.
– Auf Persönliche Empfehlung vom Sparkojoten 🦊🇨🇭
Lifestyle-Inflation: Der stille Killer deines Portfolios
Ein fliessender Übergang in einen etwas entspannteren Lebensstil passiert nicht von heute auf morgen, sondern ist ein prozesshafter Schritt für Schritt Ansatz. Doch hier lauert die grösste Gefahr: Die sogenannte Lifestyle-Inflation. Sobald mehr Geld da ist, passen die meisten Menschen ihren Konsum sofort nach oben an. Ich wurde in letzter Zeit oft auf mein Auto angesprochen, weshalb ich dieses Thema hier ganz transparent behandeln möchte.
Ich fahre einen gebrauchten VW Touran. Das Auto hat rund 150’000 Kilometer auf dem Tacho und ist gut 13 bis 15 Jahre alt. Für mich persönlich ist dieses Auto purer Luxus. Warum? Weil ich zuvor drei Jahre lang als Paketbote ohne jegliche Klimaanlage in der drückenden Hitze ausgeliefert habe. Jetzt habe ich eine Klimaanlage und kann ohne zu schwitzen von A nach B kommen. Das ist für mich der absolute Gamechanger.
Mein gebrauchter VW Touran vs. Status-Symbole
Andere Leute mögen den Kopf schütteln und sagen, dass so ein altes Auto doch kein Luxus sei. Ich habe die entsprechenden Kommentare alle gelesen. Viele meinen, ich könnte mir doch problemlos einen nagelneuen Wagen leisten. Das stimmt, aber ich brauche es schlichtweg nicht. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen beim Vermögensaufbau: 7-stelliges Depot, aber Schrottauto? Die nackte Wahrheit über meinen Lifestyle ist für viele unbegreiflich, aber es ist das Geheimnis hinter meinem Depot.
Hätte ich mir ein brandneues Tesla Model X für CHF 100’000 gekauft oder geleast, hätte mich das eine enorme Summe an Kapital gekostet, das nun nicht mehr für mich an der Börse arbeiten könnte. Mein gebrauchter VW Touran hat mich nur einen Bruchteil davon gekostet. Interessanterweise habe ich das Auto sogar gegen Pokémon-Karten eingetauscht. Da diese Karten einen sehr liquiden und realen Marktwert haben, den wir ansonsten in Cash umgewandelt hätten, war es wirtschaftlich gesehen eine reine Cash-Transaktion. Aber der Punkt bleibt: Der Kapitaleinsatz war minimal.
Der massive Wertverlust eines Neuwagens ist einer der grössten Vermögensvernichter unserer Zeit. Fährst du mit einem Neuwagen vom Hof, hast du bereits tausende Franken verbrannt. Zudem habe ich mit meinem Gebrauchtwagen absoluten „Peace of Mind“. Wenn da eine kleine Delle oder ein Kratzer reinkommt, dann ist das eben so. Es stört mich nicht. Bei einem Auto für CHF 100’000 würde mich jeder Steinschlag nachts wachhalten. Dieser Seelenfrieden und die Tatsache, dass das ungenutzte Kapital derweil in ETFs für mich Rendite erwirtschaftet, ist mir tausendmal wichtiger als das Prestige auf der Strasse.
Die psychologische Falle: Geschäftliche vs. private Ausgaben
Ein weiterer essenzieller Aspekt, den du verstehen musst, wenn du im Bereich Finanzen und Business vorankommst, ist der Umgang mit grossen Zahlen. Wenn du als Selbstständiger, Unternehmer oder auch in einer leitenden Angestelltenposition Budgets verwaltest, verlierst du mit der Zeit unweigerlich die Relation zu normalen Geldbeträgen.
Wenn du für dein Unternehmen Dienstleistungen oder Waren einkaufst, dann fliessen schnell Beträge von CHF 10’000 oder mehr. Solche Summen werden in der Geschäftswelt schnell zur Normalität. Das ist für das Business gut und notwendig, birgt aber eine riesige Gefahr für deine privaten Finanzen.
Wie du den Bezug zur finanziellen Realität behältst
Die Realität ist: Für meinen ganz normalen privaten Alltag in einem Zwei-Personen-Haushalt brauche ich niemals Beträge in dieser Grössenordnung. Ein Bruchteil davon reicht völlig aus, um gut zu leben. Wenn du jedoch geschäftlich ständig mit zehntausenden Franken hantierst, kann es passieren, dass dir eine private Konsumausgabe von CHF 2’000 oder CHF 3’000 plötzlich extrem klein und unbedeutend vorkommt. Du denkst dir: „Ach, das sind ja nur ein paar Tausend, das fällt kaum ins Gewicht.“
Doch genau das ist ein Trugschluss. Für eine reine Privatausgabe ohne ROI (Return on Investment) ist das enorm viel Geld. Ich muss mich selbst immer wieder aktiv erden und auf den Boden der Tatsachen zurückholen, wenn ich merke, dass sich mein Bezug zu diesen Zahlen verschiebt. Du musst eine strikte mentale und physische Trennung zwischen Business-Kapital und privatem Konsumgeld ziehen. Erlaube deiner geschäftlichen Realität niemals, deinen privaten Lebensstandard künstlich und unkontrolliert in die Höhe zu treiben.
Normalität bringt dir nur normale Ergebnisse
Vermögend wird man letztendlich nur durch das Geld, das man nicht ausgibt und stattdessen schlau anlegt. Jemand, der permanent unter seinen Verhältnissen lebt und in entscheidenden Lebensphasen extrem gespart hat, wird von der breiten Masse oft als Sonderling betrachtet. Aus der Sicht des Durchschnittsbürgers ist mein heutiger Lebensstil vielleicht immer noch sehr extrem und sparsam. Jemand anderes schaut mich an und denkt vielleicht, ich gönne mir extrem viel. Alles ist eine Frage der Perspektive.
Wenn du wirklich schnell im Sinne von nachhaltig und effizient vermögend werden willst, dann musst du bereit sein, in die Extreme zu gehen. Der normale Weg – ein bisschen sparen, ein bisschen konsumieren, das meiste Geld für Autos und Konsumkredite ausgeben – bringt dir genau das, was die meisten Menschen haben: finanzielle Abhängigkeit und Sorgen bis ins hohe Alter.
Lass dir von niemandem einreden, dass dein extremer Sparwille oder deine hohe Investitionsquote „nicht normal“ seien. Die Leute, die nicht normal sein wollen und aus dem System ausbrechen, sind am Ende genau diejenigen, die aussergewöhnliche Resultate erzielen. Und weisst du, was das Witzigste daran ist? Nach zehn Jahren werden genau jene Leute, die dich für deinen Verzicht belächelt haben, zu dir kommen und fragen: „Wow, wie hast du das eigentlich alles geschafft?“
Bleib konsequent am Ball, verfolge deine Strategie, ignoriere den Lärm der Kritiker und lass den Zinseszins im Hintergrund leise, aber gewaltig für dich arbeiten.
Fazit
Um langfristig substanzielles Vermögen aufzubauen, musst du dich von der toxischen „Schnell-reich-werden“-Illusion verabschieden. Der wahre Schlüssel liegt in einer radikalen, oft zehnjährigen Phase des bewussten Verzichts, in der du deine Ausgaben minimierst und jeden verfügbaren Franken konsequent an der Börse investierst. Lifestyle-Inflation und teure Statussymbole, wie teure Neuwagen, sind die grössten Feinde deiner finanziellen Freiheit. Trenne zudem strikt zwischen geschäftlichen und privaten Ausgaben, um den Bezug zur Realität nicht zu verlieren. Lass dich von der Gesellschaft nicht entmutigen, wenn du extreme Spar- und Investitionsquoten fährst – aussergewöhnliche finanzielle Ergebnisse erfordern zwingend aussergewöhnliche und „unnormale“ Handlungen. Bleib diszipliniert, nutze den Zinseszinseffekt und dein zukünftiges Ich wird dir für diese Ausdauer danken.



















One Response
Anstatt ein Auto zu kaufen hätte sich auch ein Auto Abo bei z.B. Arval, Astara Move oder sogar Carvolution gelohnt. Ausser Treibstoff oder Strom wären nur die monatlichen Abo Gebühren angefallen. Und man kann so was weniger als, für 24 Monate oder bis 60 problemlos abschliessen. Da wäre kein Kapital gebunden gewesen, es gibt keine Steuern, keine Reparatur Kosten, es gibt keine Kosten für Versicherung, Wartung oder Reifen. All inclusive eben. Finde ich sehr clever.
Auto Abos sind wir eine Mietwohnung, man besitzt es nicht abet kann in der Wohnung wohnen oder mit dem Auto fahren.