Von 0 auf CHF 1 Million: So habe ich mit Aktien & Co mein Vermögen aufgebaut!

Von 0 auf CHF 1 Million: So habe ich mit Aktien & Co mein Vermögen aufgebaut!

Der sicherste Weg, um in einem Jahrzehnt ein Vermögen von über CHF 1’000’000 aufzubauen, erfordert eine strategische Kombination aus automatisierten ETF-Sparplänen, gezielten Aktieninvestments und der konsequenten Eigenverwahrung von Krypto-Assets. Wer monatlich diszipliniert investiert, Marktkrisen gezielt zum Nachkaufen nutzt und seine digitalen Währungen auf einer eigenen Hardware-Wallet sichert, kann langfristig enorme Renditen erzielen. Dieser Ansatz funktioniert besonders gut, wenn man anfängliche Volatilität aushält, stetig das eigene Einkommen erhöht und konsequent reinvestiert.

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Der Startschuss: Mit den ersten Aktien den Grundstein legen

Jeder erfolgreiche Vermögensaufbau beginnt mit einer ersten, oft noch unsicheren Entscheidung. Bei mir war das im Februar 2015. Ich stand am absoluten Anfang meiner finanziellen Reise und fasste den Entschluss, mein Geld nicht länger auf dem Sparkonto von der Inflation entwerten zu lassen. Ich nahm eine für mich damals massive Summe von knapp CHF 16’000 in die Hand und investierte sie innerhalb weniger Wochen in den Aktienmarkt.

Mein damaliges Portfolio war aus heutiger Sicht alles andere als perfekt strukturiert. Ich kaufte Einzelwerte wie Novartis, Mobilezone, Activision Blizzard bei einem Kurs von rund USD 23.00 und Coca-Cola. Ich hatte keinen bis ins letzte Detail ausgefeilten Masterplan. Doch genau das ist der entscheidende Punkt, den viele angehende Investoren übersehen: Perfektionismus ist der grösste Feind der Ausführung.

Warum frühe Fehler wichtig sind

Die wichtigste Lektion aus dieser Anfangszeit ist die einfache Umsetzung. Wenn du wartest, bis du jeden Finanzbericht verstehst und die Weltwirtschaft fehlerfrei analysieren kannst, wirst du nie investieren. Der Markt belohnt diejenigen, die frühzeitig Kapital binden und dem Zinseszins die nötige Zeit geben, um zu arbeiten. Einige meiner damaligen Schweizer Aktien schütteten sogar steuerfreie Dividenden aus Kapitalreserven aus. Das zeigte mir extrem früh, wie passives Einkommen in der Praxis funktioniert und motivierte mich, dranzubleiben.

Die Magie des Zinseszinses: Der Weg zu den ersten CHF 100’000

Wer stetig am Ball bleibt, erlebt irgendwann den Moment, an dem das Portfolio eine eigene Dynamik entwickelt. Für mich war das im Jahr 2019, als mein Investmentportfolio erstmals die magische Marke von CHF 100’000 durchbrach. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mein Depot bereits auf eine professionellere Struktur umgestellt.

Um mein Vermögen effizienter zu verwalten, wechselte ich zu einem etablierten Broker, der mir die nötigen Werkzeuge für langfristiges Investieren bot. Die Strategie bestand nicht mehr nur aus blindem Kaufen, sondern aus einem bewussten, strukturierten Nachkaufen von starken Unternehmen und breit diversifizierten Indexfonds.

Gold als unerwarteter Rendite-Boost

Ein weiteres essenzielles Learning aus dieser Zeit betrifft die Anlageklasse der Edelmetalle. Im selben Jahr kaufte ich meine erste physische Goldunze für rund CHF 1’400 bis CHF 1’500. Der eigentliche Gedanke dahinter war schlichtweg Absicherung. Ich wollte einen Teil meines Vermögens ausserhalb des Finanzsystems krisensicher parken.

Was jedoch passierte, unterstreicht die Wichtigkeit der Diversifikation: Gold entwickelte sich in meinem Portfolio zu einem massiven Renditeobjekt. Heute steht diese Position bei einer Rendite von fast 200 Prozent. Edelmetalle sollten in jedem ernsthaften Portfolio als strategischer Anker betrachtet werden, der in Zeiten hoher Inflation oder geopolitischer Unsicherheiten nicht nur schützt, sondern auch überdurchschnittlich performen kann.

Krisen als Beschleuniger: Der Crash 2020

Dann kam das Jahr 2020. Leere Supermarktregale, Panik an den Märkten und ein beispielloser Flash-Crash. Solche Phasen trennen echte Investoren von Spekulanten. Während die breite Masse aus Angst ihre Depots liquidierte und Verluste realisierte, sah ich die historisch einmalige Chance.

Der Markt verzeichnete nach dem massiven Einbruch die wohl stärkste und schnellste Rally, die wir je gesehen haben. Weil ich investiert blieb und konsequent weiterkaufte, katapultierte sich mein Portfolio in kürzester Zeit über die Marke von CHF 250’000. Krisen sind immer schmerzhaft, aber sie bieten die besten Einstiegskurse für Qualitätsaktien und ETFs. Wer in solchen Phasen Liquidität zur Verfügung hat und die Nerven behält, beschleunigt seinen Vermögensaufbau um Jahre.

Die erste Million und der Irrglaube vom schnellen Reichtum

Im Februar 2021, im Alter von 24 Jahren, knackte ich schliesslich die Nettovermögensmarke von CHF 1’000’000. Mein ursprüngliches Ziel war es gewesen, dies mit 30 Jahren zu erreichen. Ich war der Zeit um ein halbes Jahrzehnt voraus.

In diesem Kontext ist mir absolute Transparenz extrem wichtig: Jeder einzelne Rappen dieses Vermögens ist selbst erarbeitet. Ich habe keine wohlhabenden Eltern, ich habe nichts geerbt. Der Erfolg basiert auf drei Säulen:

  • Einem aggressiv skalierten eigenen Business
  • Einer extrem hohen Sparquote
  • Konsequentem, ununterbrochenem Investieren in den Kapitalmarkt

Wer glaubt, Reichtum sei nur durch Erbschaften möglich, nimmt sich selbst die grösste Chance auf finanzielle Unabhängigkeit. Es erfordert harte Arbeit, oft Verzicht in den frühen Jahren und die Bereitschaft, Risiken rational zu managen.

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Diversifikation im Portfolio: Zwei Depots für maximale Effizienz

Um ein Portfolio von über einer Million Franken sauber zu steuern, reicht eine eindimensionale Strategie oft nicht mehr aus. Im Jahr 2022 entschied ich mich daher, eine strikte Zweitdepot-Strategie einzuführen.

Der Ansatz ist simpel, aber extrem wirkungsvoll. Man trennt das aktive Investieren strikt vom rein passiven Vermögensaufbau. In meinem Hauptdepot tätige ich Einmalkäufe, setze auf spezifische Einzelaktien, nutze Marktchancen und verwalte einen grossen Vanguard All-World ETF. Dieses Depot erfordert aktives Hinsehen und strategische Entscheidungen.

Die Kraft des automatisierten Sparplans

Das Zweitdepot hingegen läuft komplett auf Autopilot. Hier fliessen jeden Monat stur CHF 3’000 bis CHF 4’000 via Sparplan in diversifizierte Investments. Keine Emotionen, kein Market-Timing, einfach pure Automatisierung. Diese Trennung hilft enorm dabei, psychologische Fehler zu vermeiden. Wenn die Märkte verrücktspielen, weiss ich, dass mein automatisiertes Depot unbeeindruckt weiter günstige Anteile einsammelt (Cost-Average-Effekt), während ich im Hauptdepot gezielt agieren kann.

Totalverlust und wertvolle Lektionen: Mein Krypto-Crash 2022

Die finanzielle Reise besteht jedoch nicht nur aus Gewinnen und neuen Höchstständen. Manchmal greift man massiv daneben. Mein grösster finanzieller Rückschlag passierte ebenfalls im Jahr 2022. Ich hatte einen signifikanten Teil meiner Kryptowährungen – darunter Bitcoin, Ethereum und Cardano – auf der Lending-Plattform Celsius geparkt, um zusätzliche Zinsen zu erwirtschaften.

Als Celsius im Sommer 2022 Insolvenz anmeldete, verlor ich diese Assets komplett. Es war ein schmerzhafter Totalverlust. Doch anstatt Kryptowährungen generell abzuschreiben, analysierte ich den strukturellen Fehler. Der Fehler lag nicht bei Bitcoin, sondern bei meinem Umgang mit dem Gegenparteirisiko.

Warum „Not your keys, not your coins“ überlebenswichtig ist

Dieser Verlust brannte mir die wichtigste Grundregel der Kryptowelt ein: Not your keys, not your coins. Wer digitale Assets auf zentralisierten Börsen oder Lending-Plattformen hält, besitzt nicht die tatsächlichen Coins, sondern nur einen Schuldschein der Plattform. Geht die Plattform pleite, ist das Geld weg.

Ich begann im Krypto-Bereich komplett bei null. Heute kaufe ich Bitcoin ausschliesslich über sichere, regulierte Broker und transferiere die Bestände sofort auf eine eigene Hardware-Wallet. Nur durch Self-Custody (Eigenverwahrung) hast du die tatsächliche Kontrolle über dein digitales Vermögen. Diese Lektion war extrem teuer, aber sie hat mein Risikomanagement für die Zukunft massiv gestärkt. Als Bitcoin Ende 2024 die Marke von USD 100’000 durchbrach, war ich dank dieser sauberen Strategie wieder vollumfänglich und vor allem sicher positioniert.

Vom Investor zum Unternehmer: Skalierung und Alternativen

Mit zunehmendem Vermögen verschieben sich die Prioritäten. Der reine Fokus auf Aktien und ETFs reicht irgendwann nicht mehr aus, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Die Skalierung des eigenen Unternehmens wird zum grössten Renditehebel.

Ich habe in den letzten Jahren enorm in den Aufbau von physischen Lagern, den E-Commerce-Bereich (insbesondere Trading Card Games und Collectibles) und den Ausbau meines Teams investiert. Collectibles haben sich dabei von einer anfänglichen Leidenschaft zu einer extrem lukrativen Anlageklasse entwickelt. Limitierte Boxen, die wir 2016 für knapp CHF 25.00 gekauft haben, erzielen heute Preise von mehreren hundert Franken. Wer tiefe Branchenkenntnisse in Nischenmärkten hat, kann hier Renditen erzielen, die den Aktienmarkt weit in den Schatten stellen.

Wissenstransfer und Community-Aufbau

Gleichzeitig habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Erfahrungen aus über zehn Jahren an den Finanzmärkten zu bündeln. Die Veröffentlichung meines Buches über finanzielle Bildung war der nächste logische Schritt. Finanzwissen darf nicht länger einer elitären Schicht vorbehalten sein. Wer die Spielregeln von Steuern, Cashflow, Aktien und Krypto versteht, kann sich selbst ermächtigen.

Der Blick in die Zukunft: Mehr Lebensqualität und Balance

Heute bewege ich mich finanziell deutlich über der Millionenmarke, das Portfolio ist gewachsen, das Team auf bald 20 Personen skaliert. Die vergangenen Jahre waren geprägt von 7-Tage-Wochen, absoluter Hingabe und unzähligen Überstunden. Erst vor knapp zwei Jahren habe ich mir angewöhnt, überhaupt einen Tag am Wochenende freizunehmen.

Wenn ich in die Zukunft blicke, insbesondere auf das Jahr 2026, in dem ich 30 Jahre alt werde, ändert sich die Perspektive auf das Thema Reichtum. Geld allein ist nur eine Zahl auf dem Bildschirm. Wahrer Reichtum ist die Freiheit, über die eigene Lebenszeit zu bestimmen. Mein nächstes grosses Ziel ist daher nicht die Marke von zehn Millionen, sondern die strukturelle Umgestaltung meines Alltags. Eine 40-Stunden-Woche und ein reguläres Zwei-Tage-Wochenende mögen für viele normal klingen, für mich als Unternehmer sind sie der nächste grosse Meilenstein.

Das ist die ultimative Lektion des langfristigen Investierens: Du baust kein Vermögen auf, um der reichste Mensch auf dem Friedhof zu sein. Du baust es auf, um dir irgendwann die Freiheit zu kaufen, genau das Leben zu führen, das du dir vorstellst – ohne finanzielle Ängste und mit der vollen Kontrolle über deine Zeit.

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Fazit

Langfristiger Vermögensaufbau erfordert keinen Lottogewinn, sondern pure Disziplin und die richtige Strategie. Wer sein Geld in zwei Depots strukturiert – eines für automatisierte ETF-Sparpläne und eines für gezielte Einzelinvestments –, schaltet Emotionen aus und nutzt den Cost-Average-Effekt optimal. Diversifikation über Anlageklassen hinweg, wie der strategische Einsatz von physischem Gold, schützt das Portfolio in Krisenzeiten. Im Krypto-Bereich ist die Eigenverwahrung auf einer Hardware-Wallet nicht verhandelbar, um Gegenparteirisiken auszuschliessen. Letztlich sind Markteinbrüche keine Gefahr, sondern die beste Gelegenheit, Qualitätswerte günstig zu akkumulieren. Starte früh, halte deine Kosten niedrig und investiere kontinuierlich – so kaufst du dir langfristig das wertvollste Gut der Welt: Freiheit über deine eigene Zeit.

Thomas der Sparkojote

 

3 Responses

  1. T
    Thomas sagt:

    Hi Thomas,

    offen gestanden habe ich aufgehört zu lesen, als du schriebst, im Jahre 2019 seien es CHF 100.000 gewesen und im Jahre 2021, Februar, dann CHF 1.000.000.
    Die kurze Dauer übersteigt ein klein wenig meine Vorstellungskraft.

    Weiterhin gutes Gelingen! 🙂
    Thomas

  2. I
    IdontRead sagt:

    Inzwischen hat es auch der letzte verstanden, was für’n toller Hecht du bist.

    Von 0 auf Fantastilliarden in 3,4 sec.
    Glückwunsch.

    Lesen braucht man hier nicht mehr…

  3. E
    Eggel sagt:

    Jo immer die gleiche Sülze…aber Thomas zieht es durch. Es ist ihm wurschd, statt zu reflektieren betitelt er alle die den Käse nicht mehr lesen als Hater. Soll er sich um sich selbst drehen und von mir aus eine Milliarde anhäufen. Bin raus hier. Solange es irgendwo eine Bühne für den Postboten gibt, wird er die auch nutzen.

    @Tommy / Annika Dir auch alles Gute Kumpel.

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