Warum ich stolz darauf bin, fast immer mit Minus auf dem Konto zu leben!
In Realität habe ich meistens null oder sogar ein Minus auf meinem privaten Konto. Ja, du hast richtig gelesen – ich bin privat finanziell gesehen oft ziemlich broke. Und weisst du was? Ich bin sogar stolz darauf. Klingt auf den ersten Blick vielleicht verrückt, aber hinter dieser „Strategie“ steckt ein bewusstes System, das mir enorm dabei hilft, meine privaten Finanzen im Griff zu haben – und ich zeige dir heute, warum das tatsächlich für meine Performance ein echter Gamechanger ist.
Warum ich mein Girokonto bewusst auf null oder ins Minus laufen lasse
Lass uns direkt ehrlich sein: Viele denken beim Thema Finanzen sofort an Sparen, Ansammeln und Liquidität auf dem Konto. Verständlich – Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Aber was passiert, wenn du zu viel liquide Mittel einfach so auf deinem Konto herumliegen lässt? Ganz einfach: Du gibst unüberlegt Geld aus.
Ich sehe mein privates Konto nicht als „Vermögensspeicher“, sondern als reines Werkzeug für meine laufenden Ausgaben. Alles, was ich nicht aktiv zum Konsumieren brauche, verschiebe ich auf andere Konten – sei es Sparkonten, Investmentkonten oder Geschäftskonten.
Du fragst dich vielleicht: „Aber was ist mit den Dispozinsen?“
Die paar Franken an Gebühren pro Monat sind für mich ein bewusster Trade-off. Der Preis für Disziplin. Denn wenn ich 10 bis 20 Franken Zinsen bezahle, aber im Gegenzug mehrere Hundert oder gar Tausend Franken an unnötigen Ausgaben vermeide, dann zahle ich diese „Gebühr“ mit einem dankbaren Lächeln.
Das Prinzip der künstlichen Knappheit – ein mentaler Trick
Der Effekt ist eigentlich simpel: Wenn du dein Konto leer lässt – oder sogar leicht ins Minus fährst – zwingst du dich dazu, mit den vorhandenen Mitteln bewusster umzugehen. Du denkst dreimal darüber nach, bevor du dir etwas kaufst. Und genau das ist mein Hebel gegen Impulskäufe.
Dieses Setup ist wie ein mentales Framework: Ich fühle mich tatsächlich broke, auch wenn mein Gesamtvermögen in Ordnung ist. Dieses Gefühl stoppt mich, einfach so ins nächste Shopping-Abenteuer zu rutschen oder mir Dinge zu gönnen, die ich rational gar nicht brauche.
Und weisst du was? Ich brauche keine ständige Disziplin aufbringen, weil die Struktur für mich denkt.
Die psychologische Wirkung von viel Geld auf der Karte
Du kennst das. Du hast 10’000, 50’000 oder mehr auf einem Konto, das direkt mit deiner Karte verbunden ist. Und plötzlich spielt der Betrag keine Rolle mehr. Ein Abendessen für 300? Warum nicht. Neues Gadget, obwohl das alte noch funktioniert? Wird schon passen.
Das Problem dabei: Du verlierst das Gefühl für Wert und Notwendigkeit. Mit meiner Methode sehe ich direkt bei jedem Kauf: Hat das jetzt wirklich Sinn gemacht? Ich kann es sofort reflektieren, weil mir die Kontobewegung buchstäblich unter die Haut geht.
Natürlich bezahle ich meine Rechnungen – ich bin kein Chaot
Ein wichtiger Punkt: Das Ganze ist keine Einladung zur finanziellen Verantwortungslosigkeit. Ich zahle all meine Rechnungen pünktlich – Miete, Krankenkasse, Kreditkartenabrechnungen. Aber danach bleibt das Konto absichtlich schlank.
Was ich nicht konstant verfügbar habe, kann ich auch nicht ausgeben. Und das hilft ungemein, eine gewisse „Firewall“ zwischen Wollen und Tun aufzubauen.
Grosse Ausgaben? Mit System – nicht impulsiv
Du willst wissen, wie ich grössere private Ausgaben wie meinen neuen Fernseher bezahle, obwohl ich privat eigentlich nichts auf dem Konto habe? Ganz einfach: Ich plane sie.
Konkret: Ich habe den Fernseher mit der Kreditkarte gekauft – nicht weil ich es mir nicht leisten kann, sondern weil ich Punkte und Cashback generieren will. Ich bezahle dann die Rechnung fristgerecht aus anderen Rücklagen oder Erträgen.
Und ja – ich habe bewusst ein günstigeres Modell genommen. Gesamtkosten inklusive Möbel, Setup und Soundbar: knapp 2’700 Franken. Ich hätte auch das Topmodell nehmen können. Aber nur weil ich etwas kaufen kann, muss ich mich nicht automatisch für das Teuerste entscheiden.
Warum ich mir kaum etwas privat gönne – und warum das okay ist
Ich bin ehrlich mit dir: Im Alltag kaufe ich mir selten etwas rein für mich, ausschliesslich zum Konsumieren. Viele Dinge, die ich mir zulege – etwa Technik, Hardware, Gadgets – haben direkten Bezug zu meinem beruflichen Kontext. Wenn ich sie nicht beruflich nutzen könnte, würde ich sie oft gar nicht kaufen.
Was für andere vielleicht nach Luxus aussieht – neuestes Smartphone, Kamera-Setup, Büroeinrichtung – sind für mich Werkzeuge meiner Arbeit. Sie haben einen Return, sie zahlen sich aus. Das ist für mich ein riesiger Unterschied.
Und doch merke ich: Ab und zu tut ein bewusster Kauf, rein aus Freude, sehr gut. Der neue Fernseher ist so ein Beispiel. Nach 13 Jahren war es einfach mal an der Zeit. Und ja – das hat sich richtig gut angefühlt.
Warum sich „etwas gönnen“ Teil deiner Finanzstrategie sein sollte
Manchmal vergesse ich es selbst immer wieder: Man darf sich auch mal etwas gönnen. Gerade, wenn man diszipliniert lebt, spart, investiert und langfristig plant. Finanzen sollen kein Selbstzweck sein.
Denn: Was bringt dir all das, wenn du nie auch mal Freude daraus ziehst?
Ich liebe meinen Beruf. Ich liebe es zu investieren. Ich liebe es, meine Projekte voranzutreiben. Aber ich habe mir erlaubt zu erkennen: Dieses Leben darf sich auch gut anfühlen, nicht nur „effizient“.
„Das letzte Hemd hat keine Taschen“ – ein Perspektivenwechsel
Immer wieder lese ich Kommentare wie: „Der reichste Mann auf dem Friedhof bringt auch nix.“ Und ich verstehe diesen Gedankengang. Wenn du einen Job machst, der dir keinen Spass macht, nur um Geld anzuhäufen, und dein Leben dabei vergeht – dann ist das fragwürdig.
Aber was ist, wenn du das, was du tust, liebst?
Wenn dein Beruf Lebensfreude ist. Wenn deine Investments dir Spass machen. Wenn du ein glückliches Leben führst – und gleichzeitig kontinuierlich Vermögen aufbaust, ohne Verzicht, sondern durch bewusste Entscheidungen.
Dann ist das Vermögenswachstum nicht das Ziel, sondern die logische Folge deiner Lebensgestaltung. Es entsteht „nebenbei“ – aus der Freude am Tun.
Warum Performance nicht nur ein Zahlenspiel ist
Für mich bedeutet Performance nicht nur, wie viel ich verdiene, investiere oder spare. Performance ist auch, wie effizient ich mein Leben gestalte – mit Freude, Klarheit und bewussten Entscheidungen.
Darum funktioniert mein System:
- Minimierung von Impulskäufen durch künstliche Knappheit
- Erhalt der mentalen Disziplin ohne ständiges Willensmanagement
- Mehr Übersicht durch strukturiertes Banking
- Gezieltes Gönnen statt planloser Konsum
- Klarer Fokus auf Investments und berufliches Wachstum
Performance hat viele Dimensionen. Es geht um Lebensentwürfe, Strategien, mentale Modelle – und am Ende auch darum, sich selbst zu verstehen.
Mein Fazit für dich
Vielleicht klingt meine Methode fürs erste etwas extrem – ein bewusst leeres Konto, monatliche Minuszinsen, seltene private Käufe. Aber für mich funktioniert es seit Jahren. Nicht, weil ich muss – sondern weil ich möchte. Weil ich so bewusst lebe, investiere und konsumiere.
Wenn du einen Weg suchst, klarer mit deinen Finanzen umzugehen, dich vor unnötigen Ausgaben zu schützen und Performance im Alltag zu leben: Probiere es aus. Fang nicht mit dem grossen Umbau an, sondern mit einem kleinen Schritt – vielleicht ist dein Privates Konto bald nicht mehr dein Konsumkonto.
Ich wünsche dir, dass du genau den Lebensstil findest, der zu dir passt – ob mit 100’000 auf dem Konto oder mit null. Entscheidend ist, dass du weisst: Warum machst du das, was du tust? Wenn du darauf eine klare Antwort hast, bist du schon verdammt weit.
Das ist für mich echte finanzielle Performance.
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2 Responses
Was nützt ein 100jähriges Leben ohne Freuden?
@Frank
Woran erkennst du das ich keine Freude habe?