Warum ich es liebe, ständig im Minus zu sein – Die geniale Broke-Strategie!
In Realität bin ich privat eigentlich pleite – und das ist komplett beabsichtigt. Nein, das hier ist kein Clickbait. Mein Kontostand ist meistens bei null oder sogar im Minus. Und ja, ich zahle bewusst die Dispo-Zinsen. Warum ich das mache und was das für meine finanzielle Performance bedeutet, möchte ich dir in diesem Artikel ganz praxisnah erklären. Denn hinter dieser Strategie steckt mehr als man auf den ersten Blick erwartet.
Warum ich mein Konto absichtlich im Minus lasse
Wenn du jetzt denkst: „Spinnst du? Warum lässt du dein Konto ins Minus rutschen und zahlst auch noch Zinsen?“ – kann ich es dir nicht verübeln. Das klingt auf den ersten Blick total sinnlos. Aber auf den zweiten Blick ist es in meinen Augen eine der effizientesten Methoden, um Kontrolle über meine privaten Ausgaben zu haben.
Der psychologische Trick: Ich fühle mich ständig „broke“
Indem ich bewusst darauf achte, dass mein alltägliches Ausgabenkonto bei null oder sogar im Minus ist, suggeriere ich mir selbst, dass kein Spielraum für unnötige Ausgaben besteht. Ich reduziere dadurch Impulskäufe enorm. Es ist fast ein bisschen wie Selbstsabotage – aber eben im positiven Sinne.
Sobald ich ins Banking reinschaue und da steht eine kleine Zahl – oder gar ein roter Betrag – denke ich zwei Mal nach, bevor ich mir etwas gönne. Dieses Mindset ersetzt Disziplin durch Struktur. Ich muss nicht ewig überlegen, ob ich mir etwas leisten kann oder nicht. Der Kontostand sagt mir schon alles, was ich wissen muss.
Fokus auf Sparen, Investieren und Übersicht
Ich hab natürlich kein Problem damit, Rechnungen zu bezahlen. Miete, Kreditkartenabrechnungen, Krankenkasse – alles wird pünktlich erledigt. Aber ich bewege mich bewusst so, dass ich auf meinen frei verfügbaren Konten möglichst wenig liegen habe. Das Cash liegt dann lieber sinnvoll gestreut in Investitionen oder auf separaten Sparkonten, wo ich nicht einfach via „Twint“ oder Karte ran kann.
Der Unterschied zwischen haben und ausgeben können
Viele machen den Fehler, grosse Summen auf frei zugänglichen Konten rumliegen zu haben. Und genau da liegt die Gefahr: Wer ständig einen Puffer in fünfstelliger Höhe sichtbar auf dem Konto hat, tendiert eher dazu, hier mal 300 Franken, da mal 500 Franken auszugeben – ohne grosses Nachdenken.
Ich hingegen trenne strikt:
- Investitionen und Rücklagen sind auf dafür vorgesehenen Konten.
- Laufende Ausgaben laufen über Konten mit tiefen Beträgen.
- Grosse Anschaffungen erledige ich meist über Kreditkarte mit Cashback-Programmen.
Gebühren vs. Konsumkontrolle: Ein fairer Deal
Klar, ich zahle teilweise 10 bis 20 Franken im Monat an Überziehungszinsen. Aber das ist für mich der Preis für eine sehr effektive Konsumkontrolle.
Was sind 20 Franken, wenn ich dadurch jeden Monat Hunderte spare, die ich sonst vielleicht unnötig verprasst hätte? Für mich eine günstige Präventionsmassnahme gegen unnötigen Lifestyle-Inflation.
So verhindere ich Lifestyle-Inflation ganz bewusst
Gerade wenn der Lohn steigt oder Investitionen gut laufen, wird es verlockend, den persönlichen Lebensstil „anzupassen“. Neues Handy, neuer Fernseher, öfter essen gehen… Du kennst es bestimmt. Durch mein System zwinge ich mich, meinen Minimalismus beizubehalten – ohne jedes Mal Entscheidungen treffen zu müssen.
Ich gönn mir auch mal was – aber bewusst
Nur weil ich mich oft „broke“ fühle, heisst das nicht, dass ich mir nie was gönne. Ein gutes Beispiel: Nach über 13 Jahren habe ich mir endlich einen neuen Fernseher gekauft.
Warum ich mir diesen Fernseher wirklich verdient habe
Ich hatte im Umfeld schon länger darüber gesprochen – aber nie wirklich zugegriffen. Und dann kam von euch der Zuspruch: „Jetzt hol dir das Ding doch einfach!“ Genau das habe ich dann gemacht – aber auch hier: bewusst, nachhaltig und mit einer ganz konkreten Strategie.
- Ich habe ein preiswertes Modell gewählt
- Setup inkl. Soundbar, Möbel etc. kosteten knapp 2700 Franken
- Alles per Kreditkarte gezahlt – wegen Cashback und Punkte
Der Gönn-Moment war nicht spontan, sondern geplant. Genau das macht den Unterschied.
Unterschied zwischen beruflichen und privaten Ausgaben
Die meisten technischen Geräte, Gadgets oder Tools, die ich mir anschaffe, sind geschäftlich motiviert. Ich brauche sie für meinen Content, Videos oder Projekte. Privat bin ich extrem sparsam.
Konsum ohne Return? Gibt’s bei mir kaum.
Würde ich nicht beruflich machen, was ich mache – ich würde mir viele Dinge gar nicht anschaffen. Warum? Weil sie keinen direkten oder indirekten Nutzen bringen. So simpel ist das.
Nur was auch einen Return bringt – ob finanziell oder emotional – wird gekauft. Und letzteres muss gut überlegt sein.
Wie Hobby, Beruf und Finanzen bei mir verschmelzen
Ich habe das Glück, dass ich das, was ich mache, auch wirklich gerne tue. Mein Job fühlt sich für mich kaum wie Arbeit an. Ich verdiene Geld dabei, kann investieren, mich weiterentwickeln und gleichzeitig bleibt mein Lebensstil sehr übersichtlich. Das führt automatisch dazu, dass ich regelmässig mehr investieren kann.
Arbeit als Lebensinhalt und Hobby
Viele fragen: „Wofür das alles, wenn du es am Ende gar nicht ausgibst?“ Ganz einfach: Ich geniesse den Prozess. Ich liebe es, zu investieren. Ich liebe es, zu arbeiten. Mir macht dieser Rhythmus Spass und ich brauche kein sündhaft teures Leben, um glücklich zu sein.
Was für mich zählt, ist:
- Arbeit, die Spass macht
- Ein Lebensstil, der mich nicht stresst
- Finanzielle Entwicklungen, die motivieren
Das Zusammenspiel aus Job, Lifestyle und Investments ist für mich das Ideal.
Der grösste Reichtum: Ein Leben nach den eigenen Werten
Es geht mir nicht darum, möglichst reich zu sterben. Klar, das letzte Hemd hat keine Taschen. Aber worauf es ankommt: Jeden Tag genau so leben zu können, wie man es sich für sich selbst vorstellt.
Deine Lebensvision ist der Massstab – nicht dein Kontostand
Wenn jemand unzufrieden ist mit seinem Leben und jeden Tag 8 Stunden jobbt für etwas, das er oder sie hasst – nur um Geld anzuhäufen, das nie verwendet wird – dann läuft etwas schief.
Aber was, wenn du genau das tust, was dir Spass macht? Wenn Arbeit, Geld und persönliche Erfüllung sich nicht ausschliessen, sondern gegenseitig befeuern? Dann stellt sich diese Frage gar nicht mehr. Dann ist dein Lebensentwurf stimmig.
Fazit: „Broke zu sein“ ist für mich ein Performance-Hack
Mein System, immer wieder auf null runterzugehen, ist kein Sparzwang, sondern ein hochwirksames Werkzeug zur Verhaltenssteuerung.
Was ich dadurch gewinne:
- Weniger Impulskäufe
- Mehr Fokus auf Investitionen
- Klarheit über Einnahmen und Ausgaben
- Ein bewusstes Konsumverhalten
- Unabhängigkeit von Lifestyle-Druck
- Mehr Lebensfreude durch Kontrolle und Struktur
Wenn du also auch Mühe hast mit Konsumkontrolle oder dich fragst, wie du mehr aus deinem Einkommen rausholen kannst – probier’s doch mal aus: Halte dein „Verfügungskonto“ knapp. Mach’s dir schwer, Geld auszugeben. Du wirst erstaunt sein, wie gut das funktioniert.
Und das Beste daran: Du brauchst keine eiserne Disziplin und keine ausgeklügelten Budgeting-Pläne. Nur ein bisschen Struktur und das richtige Mindset. Alles andere kommt von ganz allein.
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3 Responses
Ich liebe auch etwas. Deine sinnlosen Artikel!
Mach ich exakt genauso: Girokonto an das Bankkarten geknüpft sind minimal halten und noch Pufferkonto, was erst Mitte-Ende Monat angezapft wird. Ansonsten gleich nach Gehaltseingang alles zahlen/investieren so dass Konto am selben Tag wieder fast bei 0.
Selten so einen Blödsinn gelesen.