Warum ich mit 30 längst finanziell frei bin
Ich bin bald 30, und schon vor fast 10 Jahren habe ich mir das Ziel gesetzt, irgendwann (idealerweise mit 30) eine Million Vermögen zu haben. Heute will ich mit dir gemeinsam dieses Ziel reviewen — weil ich glaube, dass viele von euch ähnliche Ambitionen haben: Million mit 25, Million mit 40 oder halt Million mit 30. Für manche von euch ist das schon erreicht, für andere noch weit weg.
Deshalb ist jetzt ein guter Moment, um zurückzublicken: Warum wollte ich dieses Ziel überhaupt? Wie hat sich die Motivation über die Jahre verändert? Was hat mir geholfen, und was würde ich heute anders machen?
Meine Ausgangslage: Der Schritt in die Selbstständigkeit
Als ich Anfang 20 war, habe ich meinen Anstelltenjob (bei der UBS) gekündigt. Ein mutiger Schritt, viele Menschen waren skeptisch:
- “Warte doch noch etwas länger, mach Teilzeit…”
- “Ist doch zu früh.”
Doch rückblickend war das einer der besten Entscheidungen meines Lebens. Der Sprung in die Selbstständigkeit hat mir die Freiheit und die Chancen gegeben, mein eigenes Vermögen zu gestalten und zu skalieren.
Schon in dieser frühen Phase setzte ich mir das (vielleicht ambitionierte) Ziel: Die Million bis 30 schaffen. Ich habe diesen Traum früh formuliert — und das hat geholfen, fokussiert zu bleiben.
Das Erreichen des Ziels — früher als erwartet
Interessanterweise: Ich habe mein Ziel schon mit 24 erreicht — also fast 6 Jahre vor meinem 30. Geburtstag.
Für mich ist das nach wie vor erstaunlich, und manchmal fällt es schwer zu glauben. Aber: Es ist passiert, weil ich konsequent gehandelt habe — und nicht nur geträumt.
Was in diesen 10 Jahren sonst noch alles passiert ist
Wenn ich zurückschaue auf das letzte Jahrzehnt, war es nicht nur Reichwerden. Es war Leben — mit allem Drum und Dran:
- Ich habe gereist: USA‑Roadtrip, Japan zwei Mal, etc.
- Ich habe beruflich experimentiert: Vorträge, Events, eigener Retail Store, Marketing, E‑Commerce, Content, etc.
- Ich habe Beziehungen gelebt und geheiratet.
- Ich habe ganze Teams aufgebaut, Mitarbeiter geführt.
- Ich habe das Risiko gespürt, Ausbrüche und Rückschläge erlebt — aber auch viele Erfolge gefeiert.
Und doch: Ich würde nie behaupten, dass ich in den 20ern “gar nichts verpasst” hätte. Aber ich hatte viele Freiheiten und habe bewusst Dinge gemacht, die mir wichtig waren. Ich habe Momente gewählt, in denen ich gelebt habe — und gleichzeitig aber auch diszipliniert investiert und aufgebaut.
Die harte Arbeit hinter dem Erfolg
Ein wichtiger Teil dieser Reise: Arbeit. Viel Arbeit.
Ich habe meine Arbeitszeit über Jahre hinweg getrackt und geschätzt:
- In den ersten fünf Jahren oft 7 Tage pro Woche, 12 Stunden täglich.
- In Spitzenphasen wie in der Pandemie sogar kurzzeitig 100 Stunden pro Woche.
- In den letzten Jahren: 6 Tage pro Woche, ca. 60–65 Stunden.
Ja, das ist kein Zuckerschlecken. Aber meiner Meinung nach war das der “Preis”, den ich zahlen musste, um ein solches Ziel so früh zu erreichen.
Ich denke heute: Wer in 10 Jahren wirklich Großes schaffen will, der muss bereit sein, solche Phasen durchzumachen.
Wichtig: Das war nicht immer dauerhaft machbar. Ich versuche, langfristig eine Balance zu finden — und denke darüber nach, künftig auf 5 Tage Woche bei (immer noch) hoher Intensität zu kommen.
Reflexion: Warum ich immer noch “arbeite”, obwohl das Ziel inzwischen erreicht ist
Viele fragen: Wenn du finanziell frei bist, warum arbeitest du dann 60+ Stunden die Woche?
Hier meine Sicht:
- Ich arbeite gerne. Für mich ist Aktivität, Wachstum, Kreation ein Teil meiner Identität.
- Der Erfolg von Blog, YouTube, E‑Commerce war nicht einfach da — er musste aufgebaut werden. Und dieser Prozess macht mir Freude.
- Es geht für mich nicht nur ums Geld, sondern auch um Wirkung, um Aufbau, um Menschen erreichen.
- Ich denke auch: Solange ich in Bereichen von Wachstum und Entwicklung bin, macht es Sinn weiterzumachen — solange die Freiheit da ist, selbst zu entscheiden.
Was ich heut anders sehen würde und meine Learnings
Wenn ich zurückblicke, erkenne ich heute Dinge, die ich früher weniger bewusst wahrgenommen habe:
- Balance: Ganz hohe Arbeitsintensität war oft notwendig, aber dauerhaft sicher nicht dauerhaft gesund. Heute würde ich bewusster Pausen planen.
- Sicherheitspolster: Je früher ein gutes finanzielles Polster da ist, desto mehr Freiheit bei Entscheidungen.
- Team & Delegation: Früher wollte ich alles selbst machen. Heute weiss ich: Ein starkes Team zu haben, ist essenziell.
- Geduld & Strategiefokus: Nicht jeder Zug muss riesig sein. Viele kleine, konsistente Schritte bringen dich weiter.
- Mentale Stärke & Mindset: Rückschläge geben, Zweifel kommen — aber das Durchhalten ist oft der Schlüssel.
Mein Fazit: 10 Jahre — das Potenzial, das darin steckt
Wenn ich eines aus dieser Dekade mitnehme, dann:
In 10 Jahren kannst du extrem viel schaffen.
Wenn du mit ~20 startest und mit 30 eine Million erreichen willst — ja, das ist möglich.
Wenn du erst mit 30 startest und mit 40 das Ziel hast — auch das ist möglich, unter den richtigen Bedingungen.
Aber: Der Preis ist oft hohe Energie, viel Arbeitszeit, Disziplin und manchmal Verzicht. Und ja, auch Glück spielt eine Rolle — denn nicht jedes Vorhaben gelingt rein auf Basis harter Arbeit.
Ich plane, viele der nächsten Jahre mit derselben Intensität weiterzumachen, aber schlauer, bewusster, mit mehr Balance. Ich frage mich: Wo bin ich, wenn ich dann fast 40 bin? Wahrscheinlich ein ganzes Stück weiter — und zugleich überrascht, was alles möglich war.
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One Response
Hoffentlich bleiben Sie weiterhin gesund. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg beim Vermögensaufbau.