So baust du schon in der Lehre dein Vermögen auf!
Am Börsentag Zürich wurde der Spiess einmal umgedreht: Statt selbst Fragen zu stellen, durfte ich mich den spannenden und ehrlichen Fragen zweier junger Leute stellen. Es ging um Sparen, Investieren, Altersvorsorge und all die grossen und kleinen Finanzfragen, die uns alle betreffen – egal ob 18 oder 38. In diesem Beitrag findest du meine Antworten, hoffentlich inspirierend für deinen eigenen Weg zum Vermögensaufbau.
Was möchtest du den Leuten als Sparkojote vermitteln und wieso machst du das?
Ich möchte vor allem eines vermitteln: finanzielle Bildung, vor allem früh anzufangen. In den letzten etwa zehn Jahren Content ist mir klar geworden, dass ganz viele Menschen gar nicht im Schulsystem lernen, wie Vermögensaufbau wirklich funktioniert. Ich habe mit der Lehre angefangen und mir damals schon gesagt: Hey, es geht auch mit kleinen Beträgen und mit der Ausbildung. Man muss einfach los starten. Wenn du 10, 15 Jahre dranbleibst, langfristig denkst, dann funktioniert Vermögensaufbau einfach – auch wenn der Start klein ist.
Ich mache das, weil ich diese Bildung mir selbst gewünscht hätte. Und weil ich sehe, dass viele mit 25, 30 denken: „Jetzt fang ich an, wenn ich gut verdiene.“ Aber wenn du früher losgehst, hast du mit Anfang 30 einfach ganz andere Möglichkeiten – Eigenheim, mehr Freiheit, gute Basis. Und genau diese Denkweise will ich über YouTube, Instagram und meinen Blog vermitteln.
Seit wann hast du mit dem Sparen und Investieren begonnen?
Ich habe mit 18 Jahren direkt nach meinem Geburtstag angefangen. Ich wollte schon vorher, aber es war etwas mühsam über die Eltern und dergleichen – also hab ich bewusst gewartet bis ich 18 war und dann mein Depot eröffnet. Und jetzt – zwölf Jahre später – bin ich aktiv an der Börse.
Also praktisch seit Alter 18 investiere ich, und schon davor mit etwa 17 / 17 ½ Jahren habe ich mich mit dem Thema beschäftigt. Man wächst also rein – und mit der Zeit wird’s vertrauter und bedeutender.
Wie sieht dein Notgroschen aus – wie viel hältst du für sinnvoll?
Das Thema Notgroschen ist super wichtig – man sagt ja oft drei bis sechs Monatsgehälter. Ich persönlich finde: Für viele reichen drei bis vier Monatsausgaben. Ich aber habe eine etwas andere Lebenssituation: Unternehmer, mit Verantwortung, Risiko. Daher halte ich mittlerweile eine höhere Cash‑Reserve. Ich möchte so aufgestellt sein, dass ich mindestens zwei bis drei Jahre privat leben kann, allein aus der Cash‑Reserve, falls wirklich etwas Unerwartetes passiert.
Welche häufigen Fehler beim Sparen siehst du bei jungen Leuten?
Ein wirklich typischer Fehler, den ich oft sehe, ist: „Ich fange erst an zu sparen, wenn ich gut Geld verdiene.“ Im Verlauf der Lehre, Ausbildung oder gleich danach sagen viele: „Wenn das richtige Gehalt kommt, dann starte ich.“ Das führt dazu, dass man nicht startet. Und das ist schade – denn wenn du früher beginnst, hast du mit Anfang 30 einen ganz anderen Level erreicht als die, die später loslegen. Und genau deswegen – wenn ihr jetzt schon diese Fragen macht, euch damit beschäftigt – dann setzt ihr schon gute Weichen.
Welche Anlageform empfiehlst du jungen Leuten als Anfänger? ETF, Krypto oder Direktaktien?
Ich sage: Es gibt kein absolutes richtig oder falsch, aber wenn du heute neu startest, würde ich empfehlen: ETFs, insbesondere Welt‑ETFs wie z. B. den Vanguard FTSE All‑World ETF oder einen MSCI‑World‑ETF. Warum? Weil sie breit diversifiziert sind, geringeren Aufwand haben. Wenn du Lust und Zeit hast dich mehr damit zu beschäftigen (z. B. täglich eine Stunde), kannst du dann Einzelaktien ziehen. Krypto oder sehr risikoreiche Anlagen? Kann man machen – aber das ist schon ein höheres Risiko, das du bewusst eingehen musst.
Wann denkst du, lohnt sich eine Immobilie – oder wie stehst du zu Immobilien als Investment?
Ich habe da eine etwas andere Sicht: Viele sehen beim Eigenheim gleich ein grosses Investment‑Projekt – manchmal 70–80 % vom Vermögen. Ich persönlich würde nicht so stark auf Immobilien setzen, wenn sie so einen Klumpen darstellen. Für mich wäre Immobilien erst dann ein Thema, wenn sie nur noch z. B. 15–20 % vom Gesamtvermögen ausmacht – und damit nicht das Risiko dominierend ist. Ansonsten setze ich eher auf börsennotierte Immobiliengesellschaften oder REITs. Aber: Jeder muss schauen, was zur eigenen Situation passt.
Wie reagierst du, wenn dein ETF‑ oder Aktienportfolio mal um 30 % sinkt?
Aus meiner 11‑jährigen Erfahrung: Solche Phasen kommen. Ich habe schon Verluste von 10 %, 15 %, 30 % oder mehr erlebt, sowohl wegen geopolitischer Ereignisse als auch Markt‑Korrekturen. Mein Ansatz: Ja, es tut weh und ist nicht schön, aber mit der Zeit wirst du gelassener. Wenn dein Anlagehorizont lang genug ist (ich bin aktuell noch jung), dann sind solche Einbrüche eher Gelegenheiten zum Nachkaufen. Wichtig ist: Du musst wissen, wofür du investierst, und dass du längerfristig drin bist.
Wie stehst du zu Altersvorsorge, insbesondere zur AHV und BVG?
Ich sag’s frei: Für unsere Generation wird’s kritisch mit dem aktuellen System. Für Leute, die jetzt in Rente gehen oder in den nächsten fünf bis zehn Jahren – da funktioniert das Dreisäulenmodell noch. Für uns unter 40 ist das Ganze nicht mehr selbstverständlich. Wird die AHV in 20–30 Jahren noch in der Form existieren? Ich glaube: Es wird umgebaut werden müssen. Die Pensionskasse (BVG) ist aktuell noch okay, aber Änderungen bei der Besteuerung der Auszahlung, sinkende Umwandlungssätze etc. können echte Risiken bergen. Daher: Privat vorsorgen und aktiv werden!
Lohnt sich die Säule 3a für junge Menschen – sollte man da schon investieren?
Mein Fazit: Eine 3a lohnt sich nur dann, wenn du voll einzahlen kannst (also möglichst viele Einzahlungen machst), und du eine nennenswerte Steuerersparnis hast. Wenn dein Einkommen noch gering ist und du kaum Steuern zahlst – dann bringt dir die 3a kaum Vorteil. In dieser Situation ist es oft besser, das Geld in eigenes Investitionsportfolio zu stecken. Wenn du aber später mehr verdienst und Steuern zahlst – dann ist die 3a ein gutes Mittel zur Steueroptimierung und für langfristige Vorsorge.
Welche Grundlagen würdest du bei einem jungen Portfolio setzen?
Das kommt auf die individuelle Lebenssituation an. Bei mir sieht die Vermögensallokation aktuell so aus: Einzelaktien > 50 %, ETFs etwa 25 %, Kryptowährungen ca. 15–17 %, Gold rund 5 % und etwas Cash. Aber: Das ist nicht die Empfehlung für jeden. Wenn du noch wenig Verantwortung hast, z. B. keine Familie, dann kannst du mehr Risiko gehen. Wenn du aber Verantwortung hast, Kinder, Eigenheim – dann würde ich es konservativer angehen. Wichtig ist: Kenn deine Situation, setze deine Ziele, und investiere konsequent.
In welchem Zeitraum lohnt sich Investieren – wie lang solltest du drin bleiben?
Kurzfristig – wenn du das Geld in 1–3 Jahren brauchst – dann würde ich nicht investieren, zumindest nicht stark riskant. Sobald dein Anlagehorizont über 5 Jahren liegt, wird es spannend. Ab 10 Jahren und mehr kann richtig was entstehen. Je länger du investiert bleibst, desto mehr Zeit haben Zins und Wachstum zu wirken. Eine solide Langfrist‑Haltung ist hier klar von Vorteil.
Welchen Broker oder welche App empfiehlst du jungen Menschen zum Investieren?
Ich nutze primär zwei: Yuh und Swissquote Bank. Yuh ist super für kleinere Beträge, einfaches Investieren, niedrige Kosten – perfekt als Einstieg. Swissquote nutze ich für grössere Depots und komplexere Strategien (z. B. Optionen, Hypothek etc.). Mein Tipp: Wenn du gerade startest – eine einfache, kostengünstige App reicht. Sobald dein Vermögen wächst und deine Bedürfnisse komplexer werden – dann überleg dir eine erweiterte Plattform.
🎁 Der Broker meiner Wahl ist Swissquote, ein sehr bekannter Schweizer Online-Broker. Mein vollständiges Depot befindet sich dort, mittlerweile mehr als 800’000 Franken. Ich investiere regelmässig über Aktien & ETF Sparpläne (Jetzt Neu auch mit Fractional Shares).
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