Pascal Wegner Selfmade Millionär | #AskTheInvestor

Pascal Wegner Selfmade Millionär | #AskTheInvestor

#AskTheInvestor Pascal Wegner

Pascal Wegner startete sein eigenes Business und wurde bevor er sein 30. Lebensjahr errreichte, zum Selfmade Millionär. Einige kennen dich vielleicht aus deinen brisanten Investments Videos auf Facebook in der Dividendenstrategie Gruppe. Ich freue mich einen wahren Enterpreneur bei #AskTheInvestor begrüssen zu können. #AskTheInvestor ist ein neues Interview Format, welches sich damit beschäftig 5 brennend interessante Fragen zu beantworten.

Hallo Pascal, sag uns doch ein paar Worte über dich und deinen Werdegang.
Hey Thomas, sehr gerne. Ich bin in Kassel geboren und in der Nähe aufgewachsen. Nach dem Abitur bin ich dann flügge geworden und habe im schönen Schwabenländle Wirtschaftsinformatik studiert sowie eine Ausbildung bei einem Bank + Versicherungskonzern absolviert. Bereits mit 14 Jahren hatte ich das Internet für mich entdeckt und habe neben Schule und später Studium etwas Geld dazu verdient. Anfangs indem ich für Kunden Auftragsprogrammierung durchführte, später dann indem ich Programme mehrfach verkaufte und anschließend mit dem Betrieb von eigenen Websites. Im Studium habe ich einen Kommilitonen kennengelernt, dessen Fähigkeiten sich mit meinen hervorragend ergänzten. Wir entschieden uns daher nach dem Ende des Studiums gemeinsam eine Online-Marketing-Firma zu gründen. Aus einer Firma wurden dann ungefähr 5 gemeinsame Unternehmen, wobei die Trennung mehr rechtlicher und organisatorischer Natur war und alle Unternehmen sehr große Schnittmengen hatten. Bis 2014 waren wir an allen Unternehmen zu gleichen Teilen beteiligt und gleich berechtigt. Ich bin eher der Sprinter als der Langläufer und ich mochte das unglaublich schnelle Wachstum zu Beginn. Die Unternehmen waren aber Erwachsen und solide geworden. Dies bereitete mir nicht mehr die notwendige Freude. So entschieden wir uns, dass ich die Hälfte meiner Anteile an meinen Geschäftspartner verkaufe und er mit seiner Frau die alleinige Geschäftsführung übernahm. Ich bin dann für ca. 3 Jahre auf Weltreise gegangen, und beendete mein Studium, welches ich neben meiner beruflichen Tätigkeiten noch angefangen hatte. Die Sommer-Monate habe ich jedoch immer in Deutschland verbracht, wo ich auch aktuell wieder bin, bis es in wenigen Monaten wieder Richtung USA und danach vermutlich Asien geht.

Vom Businessman zum Investor, wie bist du an die Börse gekommen und was war der Auslöser?
Zur Börse bin ich relativ spät gekommen. Nicht spät für mein Alter, sondern für meine Situation. Während meiner ca. 5-jährigen „Vollzeit-Unternehmer-Phase“ habe ich keine Minute an andere Investitionen gedacht. Unser Business war sehr Cashflow-intensiv und hatte außerdem monatlich zum Teil 10fach höhere Rendite als die Börse durchschnittlich pro Jahr hat. Obwohl wir, monatlich wie jährlich, hohe Gewinne hatten, war lange Zeit nicht viel Geld auf meinem Privatkonto. Dies änderte sich erst schlagartig mit dem Verkauf meiner Unternehmensanteile. Trotz allem tat ich erst mal gar nichts und parkte das Geld auf Tagesgeld- oder sogar Girokonten, für ca. 2 Jahre. Vor ungefähr einem Jahr bin ich dann, durch YouTube und FaceBook, mit der Börse in Verbindung bekommen und habe angefangen zu investieren.

Ich habe deine Investment Videos gesehen, du sagst selbst von dir du verfolgst keine wirkliche „Strategie“ und investierst eher aus dem Bauch heraus. Das bringt frischen Wind in die Community, hast du keine Angst das Geld durch deinen Leichtsinn zu verlieren?
Ich habe keinerlei Angst mein Geld zu verlieren. Natürlich probiere ich viel, mein Vermögen zu erhalten und sogar zu vermehren. Aber Verlust von Geld tut mir nicht ernsthaft weh. Ich bin so jung, top fit, gesund, gut ausgebildet und habe so viele Möglichkeiten. Selbst wenn ich in 2, 4 oder 8 Jahren noch mal von 0 anfangen müsste, weil ich alles Geld verloren hätte, wäre das alles andere als ein Beinbruch. Trotz allem mache ich ja jetzt nicht mega dumme Dinge mit meinen Vermögen. Ich investiere in hoch solide Aktien, wo auch ein riesen großer Teil anderer Leute investiert. Ich zocke nicht, ich investiere in keine Wertpapiere, die ich nicht verstehe. Ich kaufe keine Hebelprodukte und ich nutze ausschließlich Geld was ich weder heute, noch morgen noch in einem, 5, 10 oder 20 Jahren benötige. Ich glaube dass dieser lockere Umgang mit Geld auch dazu führen kann, dass man es gerade erfolgreich vermehrt. Wenn meine Aktien 10, 20, 30% im minus stehen, dann habe ich keinen emotionalen Bezug zu dem Geld. Es geht mir nicht schlecht dabei. Deswegen kann ich so was einfach aussitzen, werde nicht panisch, verkaufe nicht, etc.

Um nochmal zurück auf dein Business zu kommen, ich bin selbst Nebenberuflich tätig und weiss was für einen Spass es machen kann für sich selbst oder die eigene Firma zu arbeiten. Gibt es Pläne das du wieder in deine Firma einsteigst oder ein neues Business aufbaust?
Es gibt Gedanken dazu. Genau diese. Aber noch keine fixen Pläne. Aber das Gründen eines neuen Business in komplett neuen Bereichen, das Gründen eines neuen Business in den alten Bereichen oder aber auch das Kooperieren mit den „alten“ Unternehmen sind Optionen, die ich mir vorstellen könnte. Ich bin hier selbst sehr unschlüssig und schwanke nahezu täglich. Ich habe aber auch keinen wirklichen Zeitdruck, daher lasse ich das auch ein wenig auf mich zukommen.

Viele Geben sich der Illusion eines Tages finanziell Frei zu werden, schlussendlich schafft es nur ein kleiner Prozentsatz dieses Ziel zu erreichen. Meistens liegt es an der niedrigen Sparrate von nur wenigen Hundert Euro, den falschen Motivationen oder aber auch Schicksalsschläge können diesem Unterfangen ein Strich durch die Rechnung machen. Was denkst du über die allgemeine Bewegung/Community der finanziellen Freiheit?
Ich habe hier eine andere Meinung als viele andere, die finanzielle Freiheit predigen: Ich bin der Meinung, dass systembedingt nur ein Bruchteil der Leute finanziell frei sein kann. Es ist nicht möglich, dass ein großer Teil „viel“ Geld bekommt und dafür wenig oder gar nichts tut. Denn Geld ist nur ein Tauschmittel für Wertschöpfung / Arbeit. Als Informatiker müsste ich normalerweise etwas für den Bäcker und den Metzger programmieren, damit sie mir im Tausch Brötchen und Wurst geben. Glücklicherweise haben wir aber das Geld als Tauschmittel. Daher kann ich für beliebige Leute etwas programmieren, welche mir Geld geben, welches ich gegen Brötchen und Wurst eintauschen kann. Nun bekomme ich aber Geld ohne irgendetwas dafür zu tun. Und dies funktioniert nur, wenn andere Leute etwas dafür tun.

Daher bin ich der Meinung, dass weltweit immer nur ein kleiner Teil finanziell frei werden kann. Ob es 1%, 5% oder 10% sein können, weiß ich nicht. Aber definitiv die Minderheit. Das schöne ist: Jeder kann zu dieser Minderheit gehören. Aber niemals alle.

„Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts.“ – Dieses abschliessende Zitat spiegelt sich in unserer kapitalistischen Gesellschaft in die wir leben. Du hast es im wahrsten Sinne geschafft dieses System für deinen Vorteil zu nutzen, du hast keine Geldsorgen und kannst dich auf wichtigere Dinge als Geld im Leben konzertieren. Wie fühlt sich das an und was sind deine Lebenspläne für die Zukunft?
Geld an sich bedeutet mir gar nichts. Aber die Dinge, die man damit machen kann, bedeuten mir sehr viel. Ich genieße die totale Unabhängigkeit und jeden Tag das machen zu können, was ich möchte. Von Montags – Sonntags, von Januar bis Dezember, von morgens bis abends. Ich liebe es an jedem Ort der Welt zu sein und leben zu können, mich mit meinen Freunden zu jedem Zeitpunkt treffen zu können, Sport machen zu können, wann ich möchte. In die Bar, das Restaurant oder Einkaufen zu gehen, wann immer ich will. Mich würde es auch nicht stören, wenn ich wieder etwas arbeiten würde. Eher sogar im Gegenteil. Ich würde gerne wieder etwas arbeiten. Allerdings bin ich mir inzwischen sehr sicher, dass diese Arbeit meine Unabhängigkeit und Flexibilität nicht stören dürfen. Das hört sich erst mal unmöglich an, ist es aber eigentlich gar nicht. Vor meinem Ausscheiden aus meinem Unternehmen habe ich ebenfalls gearbeitet, wann ich wollte. Meine Tätigkeiten waren nicht zeitgebunden und ich konnte genau so Sonntags arbeiten wie auch Montags oder Mittwochs einfach nichts tun. Außerdem konnte ich 100% meiner Tätigkeiten am Computer von jedem Ort der Welt erledigen. Solch einen Job suche ich wieder, und werde wohl daher wieder in der Online-Branche landen.

Privat möchte ich noch mehr reisen. Im August 2017 fliegen wir ein Monat in die USA. Kurze Zeit später plane ich erst einmal ca. 3 weitere Jahre auf Reise zu gehen und entweder gar nicht mehr oder nur ein paar Tage / Jahr zurück nach Deutschland zu kommen.

Vielen Dank, dass du Gast bei #AskTheInvestor warst. Falls ihr mehr von Pascal und seinen Investments wissen wollt könnt ihr der Dividendenstrategie Gruppe auf Facebook beitreten oder ihm auf www.facebook.com/pascal.wegner.success eine Freundschaftsanfrage senden.

PS: Wie nahe bist Du deiner finanziellen Freiheit?

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Thomas der Sparkojote

 

8 Responses

  1. Interessant und Danke, dass mal jemand klar sagt, dass zwar alle finanziell frei sein können, aber diese dann trotzdem eine Minderheit bilden werden. Möchten wir, dass wirklich alle finanziell frei sind, brauchen wir andere Konzepte, wie z.b. das BGE. Dies würde aber eine grundsätzlich andere Gesellschaft formen, als wir es jetzt aktuell kennen.

    So bleibt es zumindest noch für einige Zeit, der der es wirklich möchte, kann alles erreichen. Aber nur wenige werden!

    CU Ingo.

    • Sparkojote sagt:

      Hallo Ingo,

      Ich sehe das ähnlich, alle haben die Möglichkeit aber nicht alle schaffen es schlussendlich. Durch seine taten kann man die Möglichkeit das man es schafft positiv beeinflussen oder auch gegenteiliges bewirken.

      Gruss
      Thomas

  2. A
    Alexander sagt:

    Ein interessanter Werdegang und ein interessanter Gedankengang.
    Bezüglich des Geldes habe ich eine ähnliche Einstellung, die vermutlich nicht so oft zu finden ist und immer wieder auf Unverständnis trifft. Tolles Interview.

    • Sparkojote sagt:

      Hallo Alex,

      Da ist jeder ziemlich Frei, ich denke aber es gibt Einstellungen zum Geld die den Vermögensaufbau behindern und wiederum auch andere die den Vermögensaufbau fördern. Natürlich sind wir alle lieber in letzterem, wobei es dann doch noch gewisse Grenzen gibt.

      Gruss
      Thomas

  3. E
    Emanuel sagt:

    Den Aktien mit Kopf – Podcast mit Pascal fand ich schon super, da er auch einfach mal die Nachteile der finanziellen Freiheit in der Hängematte anspricht. Auch seine Einstellung zum Geld finde ich gut!

    @ Thomas: Deine Interview-Serie ist bisher sehr, sehr stark. Für mich persönlich, derzeit eine sehr gut ausgewählte Menge an interessanten Leuten! Danke hierfür!

    Gruß,
    Emanuel

    • Sparkojote sagt:

      Hallo Emanuel,

      Ich versuche mein bestes um gute Interviews zu liefern 🙂 Danke das sie dir gefallen! Ich versuche sie auch möglich kurz zu halten, deshalb auch nur 5 Fragen. Das habe ich auch geseheh, ist immer sehr interessant von Leuten zu hören die es bereits geschaft haben.

      Gruss
      Thomas

  4. Sehr interessant! Kannte seine Geschichte auch schon vom Aktien mit Kopf Podcast und vom YouTube Kanal Wirtschaft verstehen https://youtu.be/AKUeFE9cE8s
    #AskTheInvestor ist wirklich eine coole Reihe!

    Gruß
    Vincent

    • Sparkojote sagt:

      Hallo Vincent,

      Vielen Dank, ich versuche ein breites Spektrum an Interview Gästen zu finden. Es gibt noch einige Themen die ich abdecken möchte, aber noch leider niemanden dazu gefunden habe.

      Gruss
      Thomas

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