Was ich als Schweizer Millionär wirklich in einem Jahr ausgebe – die überraschende Wahrheit!
Die tatsächlichen Lebenshaltungskosten eines Schweizer Millionärs belaufen sich auf rund CHF 60’000 pro Jahr für den privaten Konsum und weitere CHF 60’000 für Steuern. Der Schlüssel zum langfristigen Vermögensaufbau liegt nicht in extremem Verzicht, sondern in der bewussten Kontrolle der grössten Ausgabenblöcke wie Wohnen, Steuern und Mobilität. Durch das konsequente Tracken der Finanzen und das smarte Investieren der monatlichen Überschüsse lässt sich die Sparquote maximieren, was finanzielle Unabhängigkeit auch bei einem sehr komfortablen Lebensstil ermöglicht.
Ich lasse heute komplett die Hosen runter und zeige dir die nackte Wahrheit über meine Finanzen. Oft wird darüber spekuliert, wie viel Geld wohl auf dem Konto abfliessen muss, wenn man einen gewissen finanziellen Meilenstein erreicht hat. Dieses Breakdown soll kein Richtwert und erst recht kein reines Show-off sein. Es ist schlichtweg meine aktuelle, ungeschönte Realität. Ich zeige dir jeden einzelnen Kostenpunkt aus einem kompletten Jahr, damit du genau verstehst, wohin das Geld fliesst und warum finanzielle Bildung exakt an dem Punkt anfängt, an dem du weisst, was deine Lebenshaltung wirklich kostet.
Das Fundament des Reichtums: Kenne deine Zahlen
Der einzige Grund, warum ich bis heute meine persönlichen Finanzen auf den Rappen genau tracke, ist einfach: Ich möchte meine Sparquote langfristig maximieren. Nur wer seine Ausgaben kennt, kann bewusst entscheiden, wie viel Kapital jeden Monat in das eigene Depot fliessen kann, um in Aktien, ETFs oder andere Anlageklassen investiert zu werden.
Ich nutze dafür seit dem Jahr 2015 eine simple App namens Homebudget. Seit über zehn Jahren trage ich dort tagtäglich und regelmässig meine Ausgaben ein. Das gibt mir eine extrem wertvolle Datenbasis. Ich sehe sofort, ob sich bei mir eine schleichende Lifestyle-Inflation eingeschlichen hat, wie sparsam ich in bestimmten Lebensphasen war und wo die Hebel für Optimierungen liegen. Genau dieses Mindset trennt erfolgreiche Investoren von Menschen, die am Ende des Monats nicht wissen, wo ihr Gehalt geblieben ist.
Wohnkosten: Der grösste private Hebel
Der erste wirklich grosse Kostenblock in meinem Budget ist die Miete. Aktuell gebe ich dafür exakt CHF 23’436 pro Jahr aus. Wenn wir die Steuern für einen Moment ausklammern, macht das fast 20% meiner gesamten privaten Ausgaben aus.
Hier ist ein wichtiger Aspekt, den viele beim Thema Vermögensaufbau übersehen: Die Wohnkosten sind der grösste Hebel in deiner Finanzplanung. Wenn du hier die Kosten in einem vernünftigen Rahmen hältst – idealerweise deutlich unter der klassischen 33-Prozent-Regel –, schaffst du dir massiven Spielraum für Investments. Die hier aufgeführten Kosten sind übrigens ausschliesslich mein persönlicher Anteil. Da ich in einem Zweipersonenhaushalt lebe, trage ich diese Kosten selbst, ohne sie in diesem Bericht künstlich zu teilen oder zu verfälschen.
Die unsichtbare Last: Steuern fressen das halbe Budget
Kommen wir zum absoluten Elefanten im Raum, über den in der Finanz-Community oft viel zu wenig gesprochen wird: die Steuern. Von meinen Gesamtausgaben in Höhe von CHF 121’247.86 entfielen in diesem Jahr sagenhafte CHF 60’000 auf Steuerzahlungen.
Das bedeutet im Klartext: Die Hälfte meines erwirtschafteten und ausgegebenen Geldes geht direkt an den Staat. Dazu muss ich einen kleinen Disclaimer anfügen: Diese CHF 60’000 umfassen nicht nur die Steuern eines einzigen Jahres, sondern schliessen auch noch Nachzahlungen oder abgegrenzte Beträge aus einem anderen Jahr ein. Da ich meine Finanzen cashflow-basiert tracke, trage ich die Ausgaben genau an dem Tag ein, an dem das Geld effektiv mein Konto verlässt.
Wer ein ernsthaftes Vermögen aufbaut, muss verstehen, dass Steuern ab einem gewissen Einkommens- und Vermögensniveau der mit Abstand grösste Kostenblock werden. Steueroptimierung ist daher eine der wichtigsten Disziplinen im Bereich der Economic Literacy.
🎁 Der Broker meiner Wahl ist Swissquote, ein sehr bekannter Schweizer Online-Broker. Mein vollständiges Depot befindet sich dort, mittlerweile mehr als 800’000 Franken. Ich investiere regelmässig über Aktien & ETF Sparpläne (Jetzt Neu auch mit Fractional Shares).
Swissquote, die Schweizer Bank für Investments, bietet eine Vielzahl an Anlagemöglichkeiten – von Aktien, Anleihen und ETFs bis hin zu Optionen und Rohstoffen.
Als Kunde kann man übrigens auch kostenlos in die Swissquote-Lounge in Zürich oder Gland, dort gibt es gratis Kaffee und Schokolade ;-). Wenn Du ein Depot bei Swissquote eröffnen willst, kannst Du bei der Anmeldung folgenden Aktionscode „MKT_SPARKOJOTE“ nutzen, um 100 CHF Trading Credits bei der Eröffnung zu erhalten (only for swiss residents). Nutze dazu diesen Link*.
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Versicherungen und Gesundheit: Pragmatismus schlägt Luxus
Für meine Krankenkasse und allgemeine Versicherungen habe ich CHF 4’500 ausgegeben. In der Schweiz ist man hierbei oft an gewisse Grundkosten gebunden, bei denen der Spielraum überschaubar ist.
Ich setze hier voll auf Pragmatismus. Ich habe eine klassische Grundversicherung (KVG) und besitze keine überteuerten Zusatzversicherungen wie Halbprivat oder Privat. Warum? Weil das aus rein finanzieller Sicht oft ein schlechter Deal ist. Das gesparte Geld investiere ich lieber am Kapitalmarkt, wo es langfristig Rendite erwirtschaftet.
Steigende Kosten durch Familienplanung
Mittlerweile übernehme ich in aktuelleren Monaten auch die Versicherungen für meine Frau. Wenn Themen wie Familienplanung in den Fokus rücken, verschieben sich die Prioritäten. Solche Kostenpunkte werden in Zukunft natürlich steigen, aber das ist der natürliche Lauf der Dinge und durch ein solides finanzielles Fundament problemlos tragbar.
Lebensmittel und Genuss: Wo Lifestyle-Inflation erlaubt ist
Für Lebensmittel habe ich im betrachteten Jahr stolze CHF 8’500 ausgegeben. Bricht man das auf den Monat herunter, landen wir bei etwa CHF 600 bis CHF 700. Für manche mag das enorm viel klingen, für andere ist es ganz normal.
Hier bin ich ehrlich: Beim Thema Essen schaue ich längst nicht mehr aufs Geld. Ich kaufe das, worauf ich Lust habe. Es ist einer der wenigen echten Luxusfaktoren, die ich mir im Alltag bewusst gönne. Ab einem gewissen Punkt im Vermögensaufbau ergibt es einfach keinen Sinn mehr, bei der Qualität der eigenen Ernährung jeden Rappen umzudrehen.
Vor fünf oder sieben Jahren sah das noch ganz anders aus. Damals habe ich extrem frugal gelebt, um mein erstes grosses Investmentkapital aufzubauen. Heute geniesse ich die finanzielle Freiheit, im Supermarkt oder im Restaurant keine Preise mehr vergleichen zu müssen.
Wiederkehrende Fixkosten: Abos, Haushalt und Haustiere
Es sind oft die kleinen, unauffälligen Kosten, die ein Budget belasten. Bei mir sehen diese Kategorien wie folgt aus:
- Abonnements (CHF 1’500): Hierunter fallen Netflix, Crunchyroll, YouTube Premium und mein Handy-Abo (ca. CHF 100 bis CHF 120 pro Monat). Ich nutze diese Dienste intensiv und sehe hier kein sinnvolles Einsparpotenzial mehr.
- Haushalt (CHF 1’200): Etwa ein Hunderter pro Monat fliesst in Waschmittel, kleinere Elektronikartikel und diverse Verbrauchsmaterialien.
- Haustiere (CHF 2’260): Darin enthalten sind Futter und die üblichen Tierarztbesuche. Auch hier handelt es sich nur um meinen Anteil an den Gesamtkosten.
Diese Beträge zeigen, dass auch mit einem hohen Kontostand die Basisbedürfnisse sehr ähnlich bleiben wie bei jedem anderen. Der Unterschied ist lediglich, dass diese Fixkosten prozentual einen sehr kleinen Teil des Gesamteinkommens ausmachen.
Lebensqualität: Urlaub, Shopping und Entertainment
Was wäre finanzieller Erfolg, wenn man das Leben nicht auch geniessen könnte? Meine Ausgaben für Freizeit und Konsum spiegeln genau das wider:
- Urlaub und Ferien (CHF 8’500): Das ist zweifellos ein grosser Posten. Allerdings umfasst dieser Betrag die Ferien für zwei Personen. Für mich persönlich ist Reisen eine der besten Investitionen in die eigene Lebensqualität und mentale Gesundheit.
- Shopping (CHF 3’250): Das entspricht knapp CHF 250 im Monat für Kleidung, Geschenke oder auch mal eine neue Brille. Ein absolut vertretbarer Rahmen, bei dem sich grössere Anschaffungen und sparsame Monate gut ausbalancieren.
- Unterhaltung: Hier geht es primär um meine Kinobesuche. Ein Ticket kostet rund CHF 15 bis CHF 20. Bei speziellen Events wie dem Allianz-Kinotag schaue ich mir direkt drei oder vier Filme an. Ein sehr günstiges, aber wertvolles Hobby.
Mobilität: Warum das Auto oft eine Zeitersparnis ist
Für mein Auto, inklusive Benzin, Reparaturen, Versicherungen und Parkgebühren, habe ich CHF 7’000 ausgegeben. Ich bewege mich fast ausschliesslich mit dem Auto fort.
Oft wird in der Frugalismus-Szene gepredigt, dass man das Auto abschaffen und komplett auf öffentliche Verkehrsmittel setzen soll. Ein Generalabonnement (GA) der SBB kostet jedoch mittlerweile auch fast CHF 4’000 – in der 1. Klasse sogar deutlich mehr. Der kleine Aufpreis für mein Auto kauft mir etwas Unbezahlbares: absolute Flexibilität und Zeitersparnis.
Da ich beruflich viel auf Events unterwegs bin, lohnt sich das Auto für Distanzen unter zwei Stunden enorm. Zeit ist für Investoren und Unternehmer das wertvollste Asset. Die CHF 7’000 sind daher nicht nur Konsum, sondern eine indirekte Investition in meine eigene Produktivität.
Die Trennung von Geschäftsausgaben und privaten Kosten
Wenn man Unternehmer oder Investor ist, verschwimmen die Grenzen zwischen privatem Lebensstil und geschäftlichen Ausgaben häufig. Viele meiner Auto-Kilometer oder Restaurantbesuche entstehen im Rahmen von Networking-Events, wie zum Beispiel an der Invest in Stuttgart, beim Swiss Trading Day in Zürich oder bei Treffen mit meiner eigenen Community.
Theoretisch sind das klassische Spesen. Da ich aber physisch selbst im Restaurant sitze und das Essen konsumiere, trage ich diese Beträge für meine persönliche Übersicht in meine private Haushaltsrechnung ein.
Würde ich alle reinen Geschäftsreisen, Spesen und geschäftlich veranlassten Auswärtsessen herausrechnen, wären meine Lebenshaltungskosten schätzungsweise 10% bis 15% niedriger. Meine echte «Burn-Rate» für ein ruhiges, privates Leben ohne berufliches Reisen läge dann eher bei CHF 45’000 bis CHF 50’000 pro Jahr. Das entspricht knapp CHF 4’000 im Monat.
Fazit: Finanzieller Erfolg erfordert Transparenz
Wenn ich meine Steuerlast von CHF 60’000 abziehe, bleiben rund CHF 61’000 an reinem privaten Konsum übrig. Das sind etwa CHF 5’000 pro Monat für ein Leben, bei dem ich auf nichts verzichte, grosszügig in den Urlaub fahre, ein Auto besitze und beim Essen nicht auf die Preise achte.
Der wahre Schlüssel zum Reichtum liegt darin, die grossen Hebel wie Wohnen und Steuern zu kontrollieren. Wer extrem teuer wohnt oder unnötig hohe Fixkosten anhäuft, dem bleibt kein Geld für Investments übrig. Durch das konsequente Tracken meiner Finanzen behalte ich die absolute Kontrolle über meinen Cashflow. So stelle ich sicher, dass mein Lebensstil nicht unkontrolliert inflationiert und ich jeden Monat massiv Kapital an den Finanzmärkten investieren kann. Finanzielle Freiheit beginnt nicht mit dem Millionen-Depot, sondern mit der gnadenlosen Transparenz über jeden ausgegebenen Franken.



















5 Responses
Vorschläge für weitere Blog-Artikel
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– wie ich als Millionär die Worte „Millionär“ und „Ich“ gerne nutze
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– wie ich als Millionär Millionär wurde
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Ah, wieder ein literarisches Meisterwerk über das Leben als Millionär in der Schweiz.
Man merkt richtig, wie sehr es dich innerlich zerreißt, dass Sparkojote es geschafft hat, mit seinem Geld und seinem Erfolg seine Inhalte zu machen.
Deine Themenvorschläge klingen ein bisschen wie:
„Ich bin zwar nicht reich, aber ich kann immerhin darüber schreiben, wie sehr es mich nervt, dass jemand anders es ist.“
Vielleicht solltest du einen eigenen Blog starten:
– Wie ich als Nicht‑Millionär über Millionäre schreibe, weil ich sonst nichts habe
– Wie ich als Nicht‑Millionär versuche, Sparkojote aus der Ferne zu therapieren
– Wie ich als Nicht‑Millionär jeden Tag hoffe, dass er endlich aufhört, Millionär zu sein, damit ich Ruhe habe
Aber hey – wenigstens hast du ein Thema, das dich emotional bewegt. Auch wenn es nicht dein Kontostand ist.
Tommy, sei nicht so garstig.
Stimmt, ich bin neidisch. Neidisch auf die schöne Profilneurose von Thomas. Und auf seine Stimme. Ich schwanke aber noch, zwischen seiner, der von Hörhan oder Kermit.
Das einzige was mich zerreißt sind meine Blähungen.
Schönes Wochenende Tommy. Grüße an Annika.
@ Eggel: Wenn du mich schon bittest, nicht so garstig zu sein, dann versuch’s doch wenigstens mit einem Argument, das nicht von Kermit übertönt wird oder von deinen Blähungen zerfetzt wird.
Neid steht dir übrigens er lenkt ab.
Schönes Wochenende. Annika darf sich gern melden, falls sie Unterstützung braucht.
Hallo Thomas, habe mir deine Zahlen angeschaut und möchte dir kurz eine Rückmeldung geben. Wenn du jährlich CHF 23’436 an Miete bezahlst, entspricht das knapp CHF 2’000 pro Monat. Bei dieser Grössenordnung stellt sich tatsächlich die Frage, ob Wohneigentum langfristig nicht die sinnvollere Option gewesen wäre insbesondere in Kombination mit den aktuell sehr attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten.
Wir selbst haben derzeit eine SARON-Hypothek mit einer Marge von 0.60%. Dadurch liegen unsere effektiven Finanzierungskosten deutlich unter dem, was viele zurzeit an Miete bezahlen. Je nach Objekt, Eigenkapital und Tragbarkeit hätte man mit ähnlichen monatlichen Belastungen bereits Eigentum finanzieren können.
Natürlich spielen Faktoren wie Standort, Flexibilität, Unterhalt und persönliche Präferenzen eine grosse Rolle. Trotzdem wirkt der Mietbetrag im Verhältnis zu deinem Vermögensstand und deiner langfristigen Strategie eher hoch.