Schock zum Jahresende: So enttäuschend lief mein Depot 2025 wirklich!
Die Depotperformance im Dezember 2025 zeigt ein Minus von 1.4%, was rund CHF 6’000 Verlust entspricht – bei einer absoluten Veränderung von nur CHF 300. Diese relative Stabilität in einem volatilen Marktumfeld ist typisch für breit diversifizierte Portfolios mit ETF-Basis, Einzelaktien und alternativen Anlagen. Entscheidend für langfristige Anleger: Die konsequente Fortsetzung der Sparplan-Strategie in schwachen Phasen bildet das Fundament für nachhaltigen Vermögensaufbau.
Warum Dezember 2025 ein neutraler Monat war
Der letzte Monat des Jahres 2025 brachte keine spektakulären Bewegungen. Mit einem Minus von 1.4% bewegte sich das Portfolio seitwärts – eine Entwicklung, die ich als neutral bewerte. Die performanceneutrale Gewichtung fiel vergleichsweise gering aus, was primär an reduzierten Einzahlungen lag.
Diese Seitwärtsbewegung ist kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Für langfristig orientierte Anleger bieten solche Phasen ideale Nachkaufgelegenheiten. Die Volatilität des gesamten Jahres 2025 bot zahlreiche Einstiegspunkte, die ich systematisch für Nachkäufe nutzte.
Die Bedeutung von Dips und Spikes für den Vermögensaufbau
Wer die Charts des Jahres 2025 analysiert, erkennt deutliche Ausschläge nach oben und unten. Diese Volatilität ist keine Bedrohung, sondern eine Chance. Systematische Sparpläne nutzen das Cost-Average-Prinzip optimal: In schwachen Phasen kauft man mehr Anteile zum gleichen Betrag, in starken Phasen weniger.
Diese Strategie hat sich über die vergangenen 11 Jahre bewährt. Die konsequente Umsetzung – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen – ist der Schlüssel zum Erfolg.
Sparplan-Strategie: Kontinuität schlägt Timing
Die wichtigste Erkenntnis aus dem Dezember-Update: Alle bestehenden Sparpläne liefen planmässig weiter. Keine neuen Positionen wurden eröffnet, stattdessen konzentrierte ich mich auf den systematischen Ausbau bestehender Titel.
Vanguard FTSI All-World ETF: Auf dem Weg zu 2’000 Anteilen
Mit aktuell rund 1’700 Anteilen nähere ich mich meinem Jahresziel von 2’000 Stück. Monatlich fliessen konsequent neue Anteile ins Depot. Das Ziel für 2026: Mindestens 300 zusätzliche Anteile, um die symbolische Marke zu durchbrechen.
Der Vanguard FTSI All-World bietet:
- Breite Diversifikation über entwickelte und aufstrebende Märkte
- Niedrige Kostenquote (TER ca. 0.22%)
- Automatische Wiederanlage der Erträge bei thesaurierender Variante
- Langfristiges Renditepotenzial von durchschnittlich 6-8% p.a.
Dieser ETF bildet das stabile Fundament jedes langfristig orientierten Portfolios. Der Schneeball-Effekt wird mit jedem Monat stärker: Mehr Anteile bedeuten höhere absolute Wertzuwächse in Aufwärtsphasen.
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Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF: Cashflow-Maximierung
Diese Position verfolgt einen anderen Ansatz: Statt reinem Wachstum steht der monatliche Cashflow im Vordergrund. Durch die Covered-Call-Strategie generiert der ETF überdurchschnittliche Ausschüttungen – aktuell zwischen 8-12% p.a.
Der Kursverlust ist dabei bewusst einkalkuliert: Die Cover-Call-Prämien werden zu Lasten des maximalen Kurspotenzials vereinnahmt. In der absoluten Performance zeigt sich dennoch ein Plus, da die hohen Ausschüttungen den Kursverlust mehr als kompensieren.
Wichtig zu verstehen: Dieser ETF eignet sich nicht für reine Wachstumsstrategien. Er ist ein Cashflow-Play für Anleger, die regelmässige Erträge schätzen und bereit sind, dafür auf maximales Kapitalwachstum zu verzichten.
Einzelaktien: Top-Performer und Nachkaufkandidaten
Die Analyse der einzelnen Trades zeigt klare Gewinner und Verlierer. In absoluten Zahlen (nicht prozentual) führen folgende Positionen:
Accelleron: Der Überraschungs-Gewinner
Accelleron, ein Spin-off von ABB, entwickelte sich zum absolut stärksten Titel – obwohl erst seit kurzem im Portfolio. Dieser Fall zeigt exemplarisch, wie wertvoll Spin-offs sein können.
ABB trennte sich von diesem Geschäftsbereich, der nun eigenständig agiert. Als ABB-Aktionär erhielt ich automatisch Accelleron-Anteile. Nach eingehender Analyse entschied ich mich für massive Nachkäufe – eine Entscheidung, die sich bereits ausgezahlt hat.
Microsoft, Alphabet, Meta: Die Tech-Säulen
Diese drei Technologie-Riesen bilden das Rückgrat des US-Portfolios:
- Microsoft: Starke Cloud-Sparte mit Azure, KI-Integration über alle Produkte
- Alphabet: Dominanz in Suchmaschinen und Online-Werbung, vielversprechende KI-Entwicklungen
- Meta Platforms: Führend in Social Media, massive Investitionen in das Metaverse
Alle drei Positionen werden monatlich über Sparpläne aufgestockt. Die langfristige These bleibt intakt: Technologie-Führerschaft in wachstumsstarken Märkten.
Nintendo: Die Nachkaufgelegenheit
Nintendo kämpft aktuell mit Gegenwind. Die Switch 2 erfüllt die Erwartungen nicht vollständig, was den Kurs unter Druck setzt. Genau diese Schwächephase möchte ich nutzen.
Mein Plan: Die Position von aktuell 3% auf 4-5% des Gesamtportfolios ausbauen. Das erfordert etwa 300-400 zusätzliche Anteile. Die langfristige These: Nintendo verfügt über eines der stärksten Gaming-Franchises weltweit (Mario, Zelda, Pokémon) und wird sich nach dieser Schwächephase erholen.
Edelmetalle: Die stille Revolution
Die Entwicklung bei Silber und Gold überrascht selbst mich. Silber notiert aktuell bei über USD 30 pro Unze und hat sich damit mehr als verdoppelt. Gold durchbrach mehrfach die USD 2’000-Marke.
Warum Edelmetalle ins Portfolio gehören
Viele Anleger unterschätzen die Bedeutung von Gold und Silber:
- Inflationsschutz: In Zeiten steigender Preise halten Edelmetalle traditionell ihre Kaufkraft
- Diversifikation: Geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen
- Krisenschutz: In geopolitischen Unsicherheiten steigt die Nachfrage
- Währungsabsicherung: Unabhängig von einzelnen Zentralbankpolitiken
Mein einziges Bedauern: Ich hätte gerne mehr davon im Portfolio. Aber das ist eine typische Anleger-Emotion. Wichtig ist: Ich partizipiere an der Entwicklung und habe eine sinnvolle Gewichtung von 5.5-6%.
Krypto: Annäherung an 2 Bitcoin
Die Bitcoin-Position nähert sich der 2-BTC-Marke. Trotz der aktuellen Korrektur unter USD 100’000 laufen die Sparpläne konsequent weiter. Diese Disziplin zahlt sich langfristig aus.
Bitcoin hat sich als digitales Gold etabliert. Die zunehmende institutionelle Adoption – von BlackRock-ETFs bis zu Unternehmens-Treasuries – untermauert die langfristige These. Die Volatilität bleibt hoch, aber genau deshalb macht eine Sparplan-Strategie Sinn: Sie glättet die Einstiegspreise über die Zeit.
Dividenden und Cashflow: CHF 1’800 im Dezember
Der Dezember brachte knapp CHF 1’800 an Dividenden, Zinsen und Ausschüttungen. Die Quellen sind breit gestreut:
- 3M: Solider Dividendenaristokrat
- Alphabet: Erste Dividendenzahlungen nach Einführung
- Coca-Cola: Klassischer Dividendenwert
- Imperial Brands: Hochdividendenwert aus dem Tabaksektor
- Microsoft: Kontinuierlich steigende Ausschüttungen
- Shell: Energiesektor mit attraktiver Rendite
- Vanguard FTSI All-World: Quartalsdividende
Warum die Jahressumme sank
Im Gesamtjahr 2025 erhielt ich CHF 18’265 (brutto) – weniger als im Vorjahr mit CHF 20’000. Der Grund ist simpel: Ich verlagerte Kapital von reinen Dividendentiteln zu Wachstumsaktien.
Diese Entscheidung war bewusst. Wachstumstitel wie Nvidia, Meta oder Alphabet bieten höheres Wertsteigerungspotenzial, zahlen aber niedrigere (oder gar keine) Dividenden. Langfristig ist die Gesamtrendite entscheidender als die Ausschüttungsquote.
Für 2026 plane ich allerdings eine Rebalancierung: Der Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF wird über ein volles Jahr Erträge generieren. Allein dieser Titel könnte zusätzliche CHF 4’000-6’000 jährlich beisteuern – verteilt auf monatliche Zahlungen.
Asset-Allocation: Die ideale Mischung
Die aktuelle Verteilung sieht wie folgt aus:
- Einzelaktien: 52-53%
- ETFs: 28%
- Kryptowährungen: 12%
- Edelmetalle: 5.5-6%
- Cash: 1.5-2%
Ziel-Allocation und Abweichungen
Idealerweise möchte ich bei 25% ETFs landen. Die aktuelle Übergewichtung resultiert aus dem Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF. Würde ich diesen Position nicht halten, läge ich bei 25% ETFs und 55% Einzelaktien – meiner Ziel-Allocation.
Diese kleine Abweichung ist vertretbar. Sie wird sich über die kommenden Monate durch Nachkäufe bei Einzelaktien von selbst ausgleichen. Wichtiger als die exakte Einhaltung einer starren Allocation ist die grundsätzliche Diversifikation über verschiedene Anlageklassen.
Stock-Splits: Netflix als Beispiel
Netflix führte im November einen 10:1-Split durch. Aus einer Aktie wurden zehn. Das ändert nichts am Gesamtwert der Position, verbessert aber die Handelbarkeit.
Stock-Splits sind psychologisch interessant: Eine Aktie für USD 600 wirkt „teurer“ als zehn Aktien zu je USD 60 – obwohl der Wert identisch ist. Unternehmen nutzen Splits, um ihre Aktien für Privatanleger attraktiver zu machen.
Für Langfristanleger spielt das kaum eine Rolle. Entscheidend sind die fundamentalen Geschäftsentwicklungen, nicht die kosmetische Aufteilung der Anteile.
Spin-offs: Magnum Ice Cream von Unilever
Unilever trennte sich von seiner Speiseeismarke Magnum. Als Unilever-Aktionär erhielt ich automatisch Magnum-Anteile im Wert von rund CHF 130.
Meine Entscheidung: Ich behalte sie. Bei diesem geringen Betrag lohnt sich ein Verkauf kaum. Gleichzeitig zeigt die Accelleron-Erfahrung: Spin-offs können sich überraschend entwickeln.
Vielleicht wird Magnum Ice Cream in einigen Jahren eine ähnliche Erfolgsgeschichte. Wenn nicht, ist der Verlust minimal. Das Chance-Risiko-Verhältnis spricht für das Halten.
Fazit: Disziplin und Diversifikation als Erfolgsfaktoren
Der Dezember 2025 war kein spektakulärer Monat – und genau das ist in Ordnung. Langfristiger Vermögensaufbau funktioniert nicht durch spektakuläre Einzeltrades, sondern durch konsequente Umsetzung einer durchdachten Strategie. Die Kombination aus ETF-Sparplänen (Vanguard FTSI All-World), qualitativ hochwertigen Einzelaktien (Microsoft, Alphabet, Meta), Cashflow-Produkten (Global X Nasdaq Covered Call) und alternativen Anlagen (Bitcoin, Silber, Gold) schafft ein robustes Portfolio für verschiedene Marktphasen.
Das Jahr 2025 bot zahlreiche Volatilitätsphasen, die ich systematisch für Nachkäufe nutzte. Diese Disziplin zahlt sich aus: Die Top-Performer wie Accelleron, Microsoft und Alphabet zeigen deutliche Buchgewinne. Gleichzeitig bieten Nachkaufkandidaten wie Nintendo attraktive Einstiegschancen. Die leichte Verschiebung von Dividenden- zu Wachstumstiteln war bewusst gewählt und wird 2026 durch den vollständigen Jahresbeitrag des Covered-Call-ETFs teilweise ausgeglichen.
Für 2026 bleibe ich bei meiner Strategie: Regelmässige Sparpläne unabhängig von Marktschwankungen, selektive Nachkäufe bei Schwächephasen und kontinuierlicher Aufbau der ETF-Kernpositionen. Die Zielsetzung von 2’000 Vanguard-Anteilen und der Ausbau von Nintendo sind konkrete Meilensteine. Wer langfristig denkt, lässt sich von monatlichen Schwankungen nicht beirren – die Performance über Jahre entscheidet.


















