Haben meine Einzelaktien den Vanguard FTSE All World geschlagen?
Warum ich meine Einzelaktien gegen den Vanguard FTSE All World vergleiche
Wenn du wissen willst, ob sich die ganze Arbeit bei der Auswahl von Einzelaktien wirklich lohnt, bist du hier genau richtig. Ich stelle mich heute einer Frage aus der Community: Haben meine Einzelaktien in der Vergangenheit tatsächlich besser abgeschnitten als der Vanguard FTSE All World ETF — kurz VWRL? Ich nehme dich Schritt für Schritt mit durch meinen Prozess, zeige dir meine Kennzahlen in Schweizer Franken und ziehe am Ende ein klares Fazit für langfristiges Investieren.
Mein Portfolio im Überblick
Asset Allocation: Aktien, ETFs, Krypto, Edelmetalle & Cash
Aktuell besteht mein Investment-Portfolio zu rund 52 % aus Einzelaktien. Die restlichen Bausteine sind:
- ETFs (der grösste Posten ist der Vanguard FTSE All World)
- Kryptowährungen
- Edelmetalle
- Cash-Reserve
Die Einzelaktien bilden also das Herzstück. Genau deshalb interessiert mich, wie ihre Rendite im Vergleich zur Benchmark aussieht, wenn ich den ETF bewusst herausrechne.
Die Benchmark: Was macht den Vanguard FTSE All World so spannend?
Weltweite Diversifikation auf Knopfdruck
- Enthält mehr als 3 000 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern
- Repliziert breit gestreut das globale Aktienmarkt-Beta
- Gilt als solide «One-Stop-Shop»-Lösung für passive Anlegerinnen und Anleger
Weil der ETF rund 20 % meines Gesamtportfolios ausmacht, hat er naturgemäss einen starken Einfluss auf die Gesamtrendite. Um zu verstehen, ob meine Aktienauswahl Mehrwert schafft oder nicht, rechne ich ihn daher separat heraus.
Jahresvergleich: So haben meine Einzelaktien performt
2024 (YTD): Kopf an Kopf mit dem Markt
- Einzelaktien: –7,6 %
- VWRL (thesaurierend, 2015er Tranche): –7,7 %
Ich liege aktuell 0,1 Prozentpunkte vor dem ETF. Kein Grund zum Ausflippen, aber ein schönes Indiz dafür, dass meine Strategie auch in einem schwierigen Jahr Stabilität liefert.
2023: Deutliche Outperformance
- Einzelaktien: +19,4 %
- Gesamtportfolio: +13,4 %
- VWRL: +11,0 %
Hier kam mein Stock-Picking richtig zur Geltung: Fast acht Prozentpunkte Vorsprung gegenüber der Benchmark.
2022: Ein Jahr zum Lernen
- Einzelaktien: –9,4 %
- VWRL: –7,8 %
Der ETF zog mich damals nach oben. Rückblickend eine wertvolle Erinnerung daran, dass selbst eine gute Aktienauswahl phasenweise hinter dem Markt zurückbleiben kann.
2021 und früher: Muster erkennen
- 2021: Einzelaktien +7 % vs. ETF +4,6 %
- 2020: Einzelaktien leicht unter dem ETF
- 2019: Einzelaktien erneut über dem ETF
Das Bild ist klar: In starken Boom-Jahren hält mein Portfolio oftmals deutlichen Vorsprung; in Bärenmärkten oder Seitwärtsphasen puffert der ETF die Drawdowns ab.
Erkenntnisse aus dem Performance-Check
Die Rolle des ETFs als Stabilisator
Der Vanguard FTSE All World wirkt wie ein Stossdämpfer:
- Aufwärtstrend: Meine Aktien outperformen, weil ich gezielt auf Wachstumsstories oder Unterbewertung setze.
- Abwärtstrend: Die breite Diversifikation des ETFs verhindert, dass mein Depot tiefer ins Minus rutscht.
Damit entsteht ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil, das mich nachts ruhig schlafen lässt.
Bitcoin-Mythen entkräftet
Immer wieder höre ich: «Deine Rendite kommt nur von Bitcoin.» Die nackten Zahlen zeigen aber, dass der grösste Teil der Wertentwicklung aus den Einzelaktien stammt. Krypto ist ein Zusätzchen, kein alleiniger Rendite-Treiber.
Lektionen für die Zukunft
Langfristiger Horizont zahlt sich aus
Ob ich ein Jahr mal knapp hinter dem Markt liege, ist zweitrangig. Entscheidend ist die Summe der Überrenditen in starken Börsenphasen. Denn:
- Grosse Outperformance-Jahre (2023, 2021) heben die Gesamtbilanz deutlich
- Kleine Underperformance-Jahre (2022) relativieren sich über Jahrzehnte
Diversifikation vs. Fokus
- Ohne ETF: Höherer Performance-Kick nach oben, aber brutalerer Drawdown
- Mit ETF: Kleinere Ausschläge nach unten, dafür manchmal weniger Kick nach oben
Ich bleibe deshalb bei meinem Hybrid-Ansatz: Kernposition im VWRL, drumherum gezielt ausgewählte Aktien, die ich aus Überzeugung halte.
Praxis-Tipp: So tracke ich meine Rendite sauber
- Klare Tags setzen: Aktien, ETFs, Krypto strikt trennen
- Benchmark definieren: VWRL in Schweizer Franken
- Einzelaktien vs. Gesamtportfolio plotten: Nur so erkenne ich echten Alpha-Beitrag
- Regelmässig updaten: Quartalsweise reicht völlig
Mit diesem Setup sehe ich jederzeit auf einen Blick, ob ich Mehrwert liefere oder hinter dem Markt liege.
Fazit: Bleibt der Vanguard FTSE All World im Depot?
Kurz und knapp: Ja. Der ETF bleibt mein solides Fundament. Doch meine Ergebnisse zeigen, dass meine Einzelaktienauswahl über längere Zeiträume echten Mehrwert stiftet. Wenn ich in Boom-Jahren 6 – 8 % mehr Rendite einfahre und in schwierigen Börsenphasen höchstens 1 – 2 % hinter der Benchmark liege, addiert sich das über Jahrzehnte signifikant.
Ich sehe das Performance-Tracking nicht als Ego-Nummer, sondern als Controlling-Tool: Es zwingt mich, kritisch zu bleiben, Fehler schnell zu erkennen und zu lernen. Genau dieses Mindset möchte ich dir mitgeben:
Vergleiche dich regelmässig mit einer passenden Benchmark, rechne dich nicht schön und justiere deine Strategie nur, wenn die Daten es verlangen.
So gehst du den nächsten Börsenzyklus mit klarem Kopf an — und hast gute Chancen, den Markt langfristig zu schlagen. Viel Erfolg auf deinem Weg zum smarteren Investieren!
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