Greenwashing bei ETFs: Die grosse Nachhaltigkeitslüge?

Greenwashing bei ETFs: Die grosse Nachhaltigkeitslüge?

Greenwashing, Intransparenz und worauf Du als Investor achten solltest

Nachhaltige Investments boomen. ESG, SRI, Impact Investing – überall liest man von grünen, ethischen oder verantwortungsbewussten Anlagestrategien. Doch was steckt wirklich dahinter? Sind ESG-Fonds und ETFs tatsächlich so nachhaltig, wie sie sich geben? Oder ist das Ganze nur geschicktes Marketing – Stichwort Greenwashing?

Ich habe mich mit dem Thema intensiver auseinandergesetzt und möchte Dir hier meine Gedanken, Beobachtungen und Erkenntnisse mitgeben – ehrlich, kritisch und praxisnah.

Was bedeutet ESG überhaupt?

Der Begriff ESG steht für:

  • Environmental (Umwelt)
  • Social (Soziales)
  • Governance (Unternehmensführung)

Unternehmen, die in diesen Bereichen gut abschneiden, gelten als nachhaltig und verantwortungsvoll geführt. Viele ETFs und Fonds werben damit, nur solche Firmen ins Portfolio aufzunehmen – doch hier beginnt oft schon das Problem.

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ESG-Hype: Viel Marketing, wenig Substanz?

Immer mehr Fonds schmücken sich mit ESG-Labels. Doch wenn man genauer hinschaut, wird schnell klar:

Ölkonzerne in „nachhaltigen“ ETFs?

Klingt wie ein Witz – ist aber Realität. Viele ESG-ETFs enthalten grosse Ölkonzerne. Warum? Ganz einfach: Sie gelten als relativ nachhaltiger im Vergleich zur Konkurrenz. Dass ein Ölkonzern per Definition nicht besonders umweltfreundlich sein kann, wird dabei ausgeblendet.

ESG ist nicht gleich ESG

Das grösste Problem: Es gibt keinen einheitlichen ESG-Standard.
Jede Ratingagentur nutzt eigene Kriterien. Ein Unternehmen kann also bei einer Bewertung hervorragend abschneiden und bei einer anderen durchfallen. Du als Anleger bekommst dann ein irreführendes Bild.


Greenwashing: Wenn Nachhaltigkeit nur Fassade ist

Moral Licensing – das Alibi-Prinzip

Ein bekanntes Konzept aus der Marketingwelt: Unternehmen zeigen ein einzelnes, nachhaltiges Vorzeigeprojekt – etwa eine „grüne“ Produktlinie – während 90 Prozent des restlichen Sortiments alles andere als umweltfreundlich sind. Dieses Prinzip findet sich auch bei Investments wieder: Ein paar grüne Initiativen reichen, um sich ein positives ESG-Image aufzubauen.

CO₂-Kompensation statt echter Reduktion

Viele Firmen rühmen sich mit Aussagen wie „klimaneutral“. Doch in der Realität heisst das oft nur:
Man kompensiert den CO₂-Ausstoss durch Zertifikate, Waldkäufe oder andere Offset-Projekte – ohne die tatsächlichen Emissionen zu senken.

Das mag auf dem Papier gut aussehen, ist aber keine echte Verbesserung für die Umwelt.

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Scope 1, 2 und 3: Woher stammen die Emissionen wirklich?

Um Emissionen richtig zu bewerten, wird zwischen drei Scopes unterschieden:

Scope 1: Direkte Emissionen

Emissionen aus der eigenen Produktion – zum Beispiel bei Fabriken oder Maschinen.

Scope 2: Indirekte Emissionen

Energieverbrauch – also Strom, Wärme und andere zugekaufte Energiequellen.

Scope 3: Emissionen entlang der Lieferkette

Der Grossteil der Emissionen (teilweise 80 bis 90 Prozent) fällt hier an – besonders bei Tech-Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Tesla.

Beispiel Tesla:
Elektroautos wirken nachhaltig. Aber die Rohstoffgewinnung (zum Beispiel Kobalt) für die Batterie ist extrem energieintensiv und alles andere als grün.
Wenn Scope 3 in einem ESG-Rating fehlt, sieht das Unternehmen plötzlich deutlich „grüner“ aus, als es tatsächlich ist.


ESG-Ratings: Undurchsichtig und manipulierbar

Keine einheitlichen Standards

Die ESG-Ratings werden von verschiedenen Agenturen erstellt – jede mit eigenen Methoden und Gewichtungen. Das macht Vergleiche schwierig und schafft Raum für Intransparenz.

Strategische Score-Manipulation

Unternehmen können gezielt Bereiche optimieren, die für das Rating wichtig sind – während sie gleichzeitig in anderen, vielleicht relevanteren Aspekten (zum Beispiel CO₂-Ausstoss) kaum Fortschritte machen.
Ein hoher ESG-Score bedeutet also nicht automatisch, dass ein Unternehmen wirklich nachhaltig ist.


Green Labels & Zertifikate: Mehr Schein als Sein?

Immer mehr Produkte – auch Finanzprodukte – tragen grüne Siegel, Labels oder Zertifikate. Doch:

  • Viele dieser Labels sind nicht reguliert
  • Einige werden von der Branche selbst vergeben
  • Die Aussagekraft ist oft fraglich

Ein ETF mit ESG-Label kann trotzdem Firmen enthalten, die wenig mit echter Nachhaltigkeit zu tun haben – solange sie in bestimmten Bereichen besser abschneiden als ihre Wettbewerber.

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Was kannst Du als Privatinvestor tun?

Die harte Wahrheit: Es ist fast unmöglich, als Einzelperson jedes ESG-Investment im Detail zu überprüfen. Besonders bei ETFs mit hunderten oder tausenden Unternehmen wird es schnell unüberschaubar.

Mein persönlicher Ansatz

Ich selbst setze nicht gezielt auf ESG-ETFs. Nicht, weil mir Nachhaltigkeit egal ist – sondern weil ich in Unternehmen investieren möchte, die langfristig:

  • profitabel wirtschaften können
  • am Markt bestehen
  • nachhaltige Strategien aus Überzeugung umsetzen

Wenn ein Unternehmen echte Nachhaltigkeit lebt und gleichzeitig gute Zahlen liefert – umso besser.


ESG = Nachhaltig? Nicht unbedingt.

Hier noch einmal die wichtigsten Fragen, die Du Dir stellen solltest:

  • Wird bei der Bewertung auch Scope 3 berücksichtigt?
  • Wer hat das ESG-Rating erstellt – und nach welchen Kriterien?
  • Wird wirklich CO₂ reduziert – oder nur kompensiert?
  • Ist das Label unabhängig oder nur ein Marketingtool?

Fazit: Informiert investieren statt blind vertrauen

Der ESG-Hype ist real – und das Thema wird in den kommenden Jahren sicher noch weiter an Bedeutung gewinnen. Aber aktuell ist vieles noch undurchsichtig, unausgereift und teilweise irreführend.

Deshalb gilt:
Kritisch bleiben. Nachfragen. Recherchieren. Und nicht blind dem Label vertrauen.

Am Ende zählt nicht nur der ESG-Score – sondern, ob ein Investment langfristig Sinn macht. Für Dich. Für Dein Portfolio. Und vielleicht auch für die Umwelt.

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Thomas der Sparkojote

 

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