Gold oder Bitcoin? Experten zerlegen den grössten Anlegermythos!
Herausforderungen des Jahres – Was uns bewegt hat
Geopolitik und Zölle – Wie stark sind sie wirklich?
In diesem Jahr war vieles – man wusste nicht genau: Wo geht’s hin? Zölle, Exportbedingungen, Unsicherheit. Aus Schweizer Sicht war das Zoll‑Thema besonders präsent: Wir sind ein Exportland, und die hohen Zollsätze, etwa um die knapp 39 %, treffen viele Schweizer Firmen. Ich meine: Kurzfristig ist das spürbar. Mittel‑ bis langfristig werde ich aber nicht davon ausgehen, dass das ein Dauerproblem bleibt – vielmehr eine Phase der Anpassung. Firmen finden Wege, Produktionsstätten anders zu strukturieren, Lieferketten neu auszurichten. Es dauert, ja, aber es ist nicht das Ende der Welt.
Niedrige Zinsen – ein Schweizer Privileg?
Im Sommer sind wir hier in der Schweiz bei ~0 % Zins angekommen – dank der Schweizerische Nationalbank (SNB)‑Politik. Ich erwarte keine weiteren großen Senkungen – zumindest nicht mittelfristig. Wichtig: Für viele bedeutet das verlieren Geld mit Cash – und überlegen sich, andere Wege zu gehen – z. B. Immobilien oder Aktien.
Krisenphasen – und doch steigende Märkte
Viele würden denken: Bei Krieg, Zöllen, geopolitischen Risiken müsste der Markt massiv einbrechen. Ich sehe das anders: Der Markt ist kalt, er reagiert nicht primär auf unser Gefühl von Krise, sondern auf reale Gewinne, Liquidität und strukturelle Trends. Die Krisen sind da – keine Frage – aber sie spiegeln sich nicht zwingend im Depot gleich wider.
Meine Sicht auf Asset‑Klassen
Aktien – die beste Anlageklasse?
Wenn man sich anschaut: Langfristig hat die US‑Börse im Schnitt etwa 10 % jährlich gebracht. Ich weiß, wir sind aktuell hoch bewertet – insbesondere im Tech/AI‑Bereich. Aber: Ein Value‑Investor wie ich sagt: Ja, ich nehme Aktien, aber mit Bedacht. Ich setze nicht auf das „Hoffnungskarussell“, sondern auf Substanzwerte mit echten Gewinnen.
Immobilien – Schweizer Besonderheit
Mit den Zinsen nahe Null merken wir: Viele in der Schweiz wenden sich vermehrt Immobilien zu. Auch ich: Privat ist Immobilien‑Thema für mich relevant. Aber: Immobilien sind keine universelle Wunderlösung – Standort, Finanzierung, Bonität zählen.
Krypto & Gold – Beimischung sinnvoll
Ich habe – und ich sag’s ehrlich – eine Beimischung in Krypto (insbesondere Bitcoin) – und Gold. Warum? Weil ich Volatilität aushalten kann und langfristig denke: Die Kräfte wirken auch hier gleich – Inflation, Liquidität, Sachwerte. Ich rate aber: Wenn du Volatilität nicht abkannst – dann eher Gold. Krypto kann sehr stark schwanken.
KI/Tech – Hype oder Fundament?
Viele reden von der grossen KI‑Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Ja, ich bin überzeugt: Der Trend ist real. Aber: Nicht jedes Unternehmen wird gewinnen. Wenn du heute in ein Unternehmen investierst, das kaum Gewinne macht – da ist Vorsicht angebracht. Für mich sind Infrastruktur, Rechenzentren, Energie‑Investment der reale Teil hinter dem KI‑Hype.
Meine Strategie – So gehe ich selbst vor
Regelmässiges Ansparen
Ich mache es so: Monatlich fliessen bei mir 2000 Franken in Bitcoin – seit drei Jahren. Langfrist‑Account, nicht kurzfristiger Spekulationsversuch. Für mich: Nicht investiert zu sein, ist das grössere Risiko.
Fokus auf Value und Geduld
Ich kaufe nicht blind – ich kaufe Werte, die ich verstehe. Ich kaufe bei Rücksetzern nach. Ich kann ruhig abwarten – wenn’s runtergeht, sehe ich die Chance. Wenn’s hochgeht, bin ich auch dabei.
Diversifikation & Realismus
Ich bin mir bewusst: Markt kann anders drehen. Deshalb: nicht alles auf eine Karte setzen. Aktien, Immobilien, Krypto, eventuell ein wenig Gold. Aber keine Illusionen: Eine Investmentsstrategie muss zu mir passen – und ich muss sie durchhalten können.
Ausblick – Wo stehen wir Ende Jahr?
Meine Einschätzung
Ich bin optimistisch: Ja, ich denke, dass der Aktienmarkt höher stehen wird als heute. Die Unsicherheit über Zölle und Co ist gefühlt etwas abgenommen. Gleichzeitig: Gibt keinen Grund für massive Explosion mehr – also 8–12 % könnte realistisch sein.
Beim Bitcoin: Ich halte ein neues All‑Time‑High für möglich. Nicht zwingend auf 140 000 US‑$ dieses Jahr – eher moderater. Aber möglich.
Risiken und keine Garantie
Das heisst nicht: „Null Risiko“. Eine Konsolidierung ist jederzeit möglich. Mehr Volatilität wahrscheinlich. Aber: Wer langfristig denkt, hat die Karten gut in der Hand. Wichtig: Schweiz vs. USA – wir haben hier niedrigere Zinsen, andere Rahmenbedingungen. Aber Trends global gelten auch für uns.
Mein Fazit für dich
Also: Du darfst optimistisch sein – nicht naiv, aber fokussiert. Du darfst investieren – nicht spekulieren. Du darfst Rücksetzer als Chance sehen, statt Panik zu kriegen. Wenn du regelmässig und diszipliniert sparst, breit aufgestellt bist und realistisch denkst: Dann bist du gut positioniert. Für mich persönlich: Yes, ich stehe höher als heute.
Handlungsempfehlungen
Checkliste für dich
- Starte (oder halte) einen regelmässigen Sparplan – z. B. monatlich.
- Prüfe dein Portfolio: Hast du Substanzwerte? Oder nur Hype?
- Bei Rücksetzern: Blicke ruhig – hast du Cash‑Puffer? Nutze die Chance.
- Kenne dich selbst: Wie viel Volatilität kannst du aushalten? Wenn wenig: Setz grössere Schwerpunkte auf Value und konservative Werte. Wenn mehr: Beimischung von Krypto.
- Bleib am Ball: Trends beobachten, aber nicht jedem Hype hinterherlaufen.





















One Response
Hallo Thomas
Kryptos sind ne ganz andere Tür in der großen Psychiatrie 😉😉
Gruß Marco