-40.000 CHF in 2 Monaten?! Bitcoin crasht mein Depot

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Mein Depot hat im Februar ordentlich Federn gelassen, und genau diese Phasen sind entscheidend für den langfristigen Erfolg an der Börse. In diesem Update zeige ich dir, warum mein Portfolio im Vergleich zum Weltmarkt aktuell hinterherhinkt, wieso ich trotz geopolitischer Spannungen und einem Krypto-Crash an meiner Strategie festhalte und welche Aktien ich jetzt antizyklisch nachkaufe. Du erfährst konkret, wie sich Cashflow-Strategien in Bärenmärkten bewähren und warum Panik jetzt der teuerste Fehler wäre, den du machen kannst.

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Die harte Realität: Depot-Performance gegen den Markt

Wenn wir uns die nackten Zahlen anschauen, war der Februar alles andere als ein Grund zum Feiern. Während der breite Markt, repräsentiert durch den Vanguard FTSE All-World, eine leichte positive Rendite von 0.7 % erzielen konnte, musste ich in meinem Portfolio ein Minus von rund 2.6 % seit Jahresbeginn verbuchen. Das ergibt ein Defizit von satten 3.3 % gegenüber der Benchmark. Das ist schmerzhaft, aber es ist wichtig, die Gründe dafür genau zu analysieren, anstatt blind zu reagieren.

Der Hauptgrund für diese Diskrepanz liegt in der aggressiveren Ausrichtung meines Portfolios. Wer eine Überrendite anstrebt, muss zwangsläufig bereit sein, in Phasen, in denen Tech-Werte und Kryptowährungen korrigieren, eine Underperformance zu akzeptieren. Aktuell ziehen genau diese Sektoren – Tech und Krypto – die Gesamtperformance massiv nach unten.

Es ist eine einfache Rechnung, die viele Anleger oft vergessen: Wenn ich mein Portfolio so aufstelle, dass ich in guten Jahren 3 % bis 5 % mehr Rendite mache als der Markt (was schnell CHF 30’000 bis CHF 40’000 ausmachen kann), dann muss ich auch akzeptieren, dass ich in schlechten Jahren genau diesen Betrag oder diese Prozente verlieren kann. Wer diese Volatilität nicht aushält, sollte sich strikt an einen breit gestreuten Welt-ETF halten. Für mich ist dieses Risiko jedoch kalkuliert. Hätte ich seit Jahresbeginn alles nur im Vanguard FTSE All-World gehabt, stünde mein Vermögen heute vielleicht bei CHF 1.24 Millionen statt bei CHF 1.205 Millionen. Das ist der Preis für eine Chance auf Outperformance.

Volatilität als ständiger Begleiter

Wir haben in diesem Monat eine Volatilität von fast 5 % gesehen. Das klingt für Einsteiger oft erschreckend, ist aber für mich „Business as usual“. Wenn ich auf die letzten 11 Jahre meiner Investorenreise zurückblicke, sehe ich, dass mein Portfolio schon Schwankungen von bis zu 48 % aushalten musste.

Der Blick auf das grosse Ganze

Das Stichwort hier lautet „Zoom Out“. Es bringt nichts, sich von einem einzelnen roten Monat verrückt machen zu lassen. Man muss verstehen, dass Volatilität nicht gleichbedeutend mit Risiko ist, solange man nicht zum falschen Zeitpunkt verkauft. Die Schwankungen gehören dazu.

Das aktuelle Marktumfeld wird zusätzlich durch geopolitische Unsicherheiten belastet. Die Situation um Trump und den Iran sorgt für massive Unruhe an den Märkten. Solche politischen Ereignisse sind das „i-Tüpfelchen“ auf einer ohnehin schon angespannten Marktlage. Wir wissen nicht, wie weit das eskalieren kann. Ähnlich wie beim Russland-Ukraine-Konflikt kann sich die Lage zuspitzen und uns sowohl wirtschaftlich als auch persönlich in den kommenden Monaten beschäftigen.

Doch genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Ein langfristiger Investor lässt sich von Schlagzeilen nicht aus seinem Plan bringen. Ich bereite mich mental darauf vor, dass es weiter bergab gehen kann, aber ich ändere meine grundlegende Strategie nicht wegen politischer Börsen-News.

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Krypto-Crash: Warum Bitcoin mein Depot belastet

Der Elefant im Raum ist definitiv Bitcoin. Wir sind aktuell nahezu 50 % vom Allzeithoch (All Time High) entfernt. Das ist faktisch ein Crash. Da Kryptowährungen einen signifikanten Teil meiner Asset Allocation ausmachen, schlägt dieser Rückgang natürlich voll auf die Gesamtperformance durch.

Wenn sich ein Asset, das stark gewichtet ist, halbiert, reisst das logischerweise ein Loch in die Bilanz. Wenn Bitcoin in guten Jahren für den Grossteil meines Gewinns verantwortlich ist, ist es nur logisch, dass er in schlechten Jahren auch für den Grossteil des Verlustes verantwortlich ist.

Warum ich den Bitcoin-Sparplan nicht stoppe

Viele würden jetzt sagen: „Verkauf alles“ oder „Stopp den Sparplan“. Ich mache genau das Gegenteil. Mein wöchentlicher Sparplan läuft stur weiter. Warum? Weil ich Bitcoin nicht für die nächsten zwei Wochen kaufe, sondern für die nächsten 10 Jahre.

Wir befinden uns in einem klassischen Bärenmarkt-Zyklus. Wenn wir die Brille der Vergangenheit aufsetzen: Hättest du im Sommer 2022, als alle Panik schoben und Bitcoin bei USD 20’000 stand, massiv investiert, hättest du dein Kapital bis heute vervielfacht. Im Nachhinein ist jeder schlau, aber in der Situation selbst fühlt es sich schrecklich an.

Genau in dieser Phase befinden wir uns jetzt vielleicht wieder. Es kann sein, dass wir uns die nächsten zwei, drei oder sogar vier Jahre seitwärts bewegen. Aber langfristig bin ich extrem bullish. Für mich ist der aktuelle Crash eine Akkumulationsphase. Ich kaufe Anteile günstiger ein, um beim nächsten Zyklus davon zu profitieren. Wer jetzt aufhört zu investieren, verpasst den Zinseszinseffekt der Erholung.

Cashflow-Strategien: Der Rettungsanker in der Korrektur

Ein Aspekt, der in meinem Depot aktuell extrem spannend ist, ist der Unterschied zwischen der reinen Kursperformance und dem Cashflow. Das beste Beispiel hierfür ist mein Global Nasdaq 100 Covered Call ETF.

Rein von der Kursentwicklung her bin ich bei dieser Position aktuell mit rund CHF 2’700 im Minus – bedingt durch den fallenden Nasdaq und den Währungseffekt beim US-Dollar. Schaut man sich aber die Performance nach Ausschüttungen an, liegt das Minus nur noch bei CHF 464, also etwa -1.5 %.

Wie Covered Calls funktionieren

Das zeigt die Macht von Cashflow-Strategien. Bei diesem ETF werden permanent Covered Calls auf den Nasdaq 100 geschrieben (verkauft). Das generiert Optionsprämien, die als Ausschüttung an mich fliessen.

  • Der Vorteil: In seitwärts laufenden oder leicht fallenden Märkten kompensieren diese Einnahmen die Kursverluste.
  • Mein Ziel: Ich plane, diese Position in diesem Jahr auf exakt 3’000 Anteile aufzustocken.

Es ist im Grunde eine automatisierte „Wheel Strategie“ ohne die Put-Optionen. Während ich bei Einzelaktien auch manuell Optionen handele, bildet dieser ETF diesen Ansatz sehr komfortabel für den gesamten Index ab. Das gibt mir einen stetigen Geldfluss, selbst wenn die Kurse rot sind. Und sobald sich der Markt erholt, profitiere ich doppelt: durch die Kursgewinne und die weiterhin hohen Ausschüttungen.

Rohstoffe als Fels in der Brandung

Während Tech und Krypto leiden, erleben wir bei den Edelmetallen ein interessantes Comeback. Gold hat sich extrem gut erholt und notiert wieder bei fast USD 2’500 pro Feinunze. Das ist absurd stark. Auch Silber hat sich eingekriegt und nähert sich der Marke von USD 30 pro Unze.

Das bestätigt einmal mehr, warum eine gewisse Diversifikation in „Hard Assets“ Sinn ergibt. Edelmetalle korrelieren oft nicht direkt mit dem Aktienmarkt. Wenn Unsicherheit herrscht – sei es durch Inflation oder geopolitische Konflikte wie USA/Iran –, flüchten Anleger in sichere Häfen. Mein Gesamtvermögen von aktuell rund CHF 1.214 Millionen wird durch diese Positionen stabilisiert.

Es ist zwar so, dass Rohstoffe keine Dividenden zahlen und keinen Cashflow generieren (ausser man handelt Optionen darauf), aber als Wertspeicher und Hedge gegen Krisen haben sie in den letzten Monaten ihren Job in meinem Portfolio absolut erfüllt.

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Dividenden und antizyklische Aktienkäufe

Der Cashflow aus Dividenden ist für mich ein zentraler Motivationsfaktor. Im Februar waren die Eingänge zwar optisch geringer, aber das liegt oft nur am Auszahlungsdatum. Omega Healthcare Investors hat beispielsweise eine Dividende ausgeschüttet, die aber je nach Banklaufzeit erst Anfang März auf dem Konto verbucht wird.

Wenn ich diese ausstehenden Zahlungen dazurechne, liege ich deutlich über den CHF 734, die ich im Vorjahresmonat erhalten habe. Wir bewegen uns auf fast CHF 1’000 an passivem Einkommen zu – nur für diesen einen Monat. Das zeigt, dass der Zinseszins auf der Einkommensseite wunderbar funktioniert, unabhängig von den aktuellen Kursschwankungen.

Meine Watchlist: Nintendo und General Mills

Jetzt ist die Zeit, um sich Unternehmen anzuschauen, die ungerechtfertigt abgestraft wurden oder gerade eine Schwächephase durchlaufen. Ich verfolge hier einen antizyklischen Ansatz. Ich kaufe nicht das, was gerade jeder hypt, sondern das, was Qualität hat, aber gerade leidet.

  1. Nintendo: Die Aktie ist stark zurückgekommen. Ich plane hier, ordentlich nachzulegen. Das Gaming-Geschäft ist zyklisch, aber die Markenmacht von Nintendo ist ungebrochen. Ein günstiger Einstieg jetzt kann in ein paar Jahren enorme Renditen bedeuten.
  2. General Mills: Auch dieser defensive Konsumgüterhersteller steht auf meiner Einkaufsliste. Der Sektor ist unter Druck, aber gegessen wird immer. Solche Unternehmen bieten oft stabile Dividenden und sind ein guter Anker, wenn Tech-Werte zu volatil werden.

Ich frage mich bei jedem Dip: Ist das ein strukturelles Problem des Unternehmens oder nur eine negative Marktstimmung? Bei beiden Kandidaten sehe ich eher temporäre Probleme oder Sentiment-Schwäche, was sie zu perfekten Kandidaten für langfristige „Buy and Hold“-Positionen macht.

Fazit

Der Monat Februar und das bisherige Jahr zeigen deutlich, dass Börse keine Einbahnstrasse ist. Ein Minus von 2.6 % im Depot und ein massiver Krypto-Crash von 50 % sind unangenehm, aber Teil des Spiels. Wer langfristigen Vermögensaufbau betreibt, darf sich von geopolitischen Störfeuern (Trump/Iran) oder temporären Tech-Korrekturen nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Meine Learnings für dich zusammengefasst:

  • Bleib bei deinem Plan: Sparpläne gerade in Krisenzeiten durchzuziehen, ist der Schlüssel zum Erfolg.
  • Nutze Cashflow: Dividenden und Optionsprämien (wie beim Covered Call ETF) machen Bärenmärkte erträglich.
  • Denke antizyklisch: Schaue dir Qualitätsaktien an, die gerade niemand haben will (wie Nintendo).
  • Zoom Out: Betrachte dein Portfolio in 5- oder 10-Jahres-Zeiträumen, nicht in Wochen.

Ich bleibe investiert, kaufe nach und nutze die niedrigen Kurse. Die Abrechnung wird nicht heute gemacht, sondern in einem Jahrzehnt.

Thomas der Sparkojote

 

2 Responses

  1. D
    Dominic sagt:

    Thomas,

    warum hast Du General Mills im Depot?
    Denkst Du dass sie langfristig den All-World outperformen wird? (Ich sehe dass sie derzeit ein Turnaround Kandidat sein kann, …)

    Ich stehe oft an dem Punkt bei der Aufnahme von Einzelaktien, wenn sie ein Alltagsgeschäftsmodell wie Food oder Staples haben, schlagen wenige langfristig den Markt. Daher die Frage zu General Mills. Ob es nicht interessantere Werte mit Wachstumspotential gibt. Wie z.B. Lotus Bakeries?

    PS: Was mir bei Deinem Depot schon ein paarmal aufgefallen ist, sind Redundanzen. Gerade bei den ETFs hast Du ein paar Überschneidungen und ditto bei Nvidia, welche eine höhere True-Allocation hat damit.
    Und dann hast Du noch einige sehr kleine Positionen, wo ich mich frage ob der Aufwand die Rendite wert ist. Sind alles nur Hinweise/Anregungen und keine Belehrung natürlich.

    Herzliche Grüsse

  2. F
    Frank Marggraff sagt:

    Sehr interessant,
    empfehle als dividenstarken Titel AT&T. Trifft auch die Deutsche Telekom zu.

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