10% Dividende: Finger weg von DIESEN Aktien – trotz hoher Dividende?
Hohe Dividendenrenditen klingen verlockend – 10 %, 12 % oder gar 17 %! Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder? Genau hier liegt die Gefahr. Denn viele Dividendenjäger tappen in eine Falle, die ihnen langfristig mehr schadet als nutzt. In diesem Artikel zeige ich dir, warum eine hohe Dividendenrendite kein Qualitätsmerkmal ist – und wie du stattdessen auf nachhaltige, solide Investments setzen kannst.
Was steckt hinter der Dividendenrendite?
Eine einfache Rechnung mit Tücken
Die Dividendenrendite berechnet sich simpel: Dividende geteilt durch den Aktienkurs. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel 5 Franken Dividende zahlt und die Aktie bei 100 Franken steht, ergibt das eine Dividendenrendite von 5 %.
Fällt die Aktie allerdings auf 50 Franken – aus welchem Grund auch immer – und die Dividende bleibt gleich, verdoppelt sich die Rendite auf 10 %. Klingt erstmal super, ist aber trügerisch.
Der Schein trügt – Kursverluste erhöhen die Rendite künstlich
Hohe Dividendenrenditen entstehen oft durch Kursverluste – und diese haben in den meisten Fällen einen Grund. Politische Unsicherheit, schlechte Quartalszahlen, sinkende Gewinne oder ein bröckelndes Geschäftsmodell. Solche Faktoren drücken den Kurs und blasen die Dividendenrendite auf – aber eben nur optisch.
Die Dividendenfalle: Wenn Hochdividendenwerte arm machen
Warum hohe Dividenden oft Warnzeichen sind
Zu hohe Dividendenrenditen sind selten nachhaltig. Oft werden sie aus der Substanz finanziert – sprich: aus Rücklagen oder sogar über Schulden. Das ist, wie wenn du deine Miete zahlst, indem du deine Kreditkarte überziehst. Das geht eine Zeit lang gut – bis die Rechnung kommt.
Drei Beispiele im Vergleich
Um das Ganze etwas greifbarer zu machen, schauen wir uns drei Unternehmen genauer an:
Johnson & Johnson – Das Qualitätsbeispiel
Johnson & Johnson ist ein klassischer Dividendenkönig. Seit über 60 Jahren wird die Dividende jährlich erhöht. Die Payout Ratio liegt seit Jahren in einem gesunden Rahmen – im Schnitt um die 63 %. Das bedeutet, dass 63 % des Gewinns an Aktionäre ausgeschüttet werden, der Rest bleibt im Unternehmen. Auch der Free Cashflow stimmt, was zeigt: Diese Dividende ist nachhaltig.
- Dividendenrendite: ca. 3,3 %
- Payout Ratio: meist zwischen 50–70 %
- Dividendenhistorie: seit 63 Jahren steigend
Ein solides Beispiel, wie es sein sollte.
Prospect Capital Corporation – Die Renditeillusion
Hier sieht’s ganz anders aus. Die Dividendenrendite liegt bei absurden 17,5 %, der Kurs ist seit 2004 um über 70 % gefallen. Auf den ersten Blick ein Renditetraum – in Wahrheit ein finanzielles Minenfeld.
- Kursentwicklung: –76 % seit 2004
- Payout Ratio: in manchen Jahren über 100–200 %
- Geschäftsmodell: BDC (Business Development Company) – komplizierter zu bewerten
Zwar gelten für BDCs eigene Regeln (z. B. müssen sie 90 % des Gewinns ausschütten), doch wenn die Dividende höher ist als der Free Cashflow oder Gewinn, wird’s langfristig kritisch.
VTech – Schwankend und instabil
VTech ist ein Beispiel für inkonstante Ausschüttungen. Hier schwankt die Payout Ratio stark – von 60 % auf über 1000 % (!) – was bedeutet, dass das Unternehmen Dividenden aus Reserven oder Schulden bezahlt.
- Dividendenrendite: aktuell ca. 9,4 %
- Payout Ratio: teilweise über 1000 %
- Kursentwicklung: durchzogen, keine klare Wachstumsstory
Ein unsicherer Kandidat, der keine langfristige Stabilität verspricht.
Warum Payout Ratio und Free Cashflow entscheidend sind
Die Payout Ratio als Risikobarometer
Die Payout Ratio zeigt dir, wie viel Prozent des Gewinns für die Dividende verwendet werden. Ein Wert unter 70–75 % gilt meist als gesund. Alles darüber kann auf Dauer kritisch werden.
Tipp: Einmalige Ausreisser sind kein Problem. Aber wenn ein Unternehmen mehrere Jahre über 80–100 % liegt, ist Vorsicht geboten.
Free Cashflow – der wahre Dividenden-Finanzierer
Der Free Cashflow (freier Cashflow) zeigt dir, wie viel wirklich zur Verfügung steht. Gewinne können bilanztechnisch „geschönt“ sein, der Cashflow hingegen zeigt, ob ein Unternehmen flüssig ist.
Wenn die Dividende höher ist als der Free Cashflow, heisst das oft: Die Dividende ist nicht gedeckt.
Geschäftsmodell und Stabilität: Das wahre Fundament
Warum du Dividenden nicht isoliert betrachten solltest
Eine hohe Dividende ist nur ein Teil des Puzzles. Entscheidend ist:
- Wie verdient das Unternehmen sein Geld?
- Ist das Geschäftsmodell zukunftsfähig?
- Wie robust ist es gegenüber Krisen, Zinsänderungen, politischen Entwicklungen?
Beispiele wie General Electric oder AT&T zeigen, dass auch grosse Namen schwächeln können – wenn die Substanz fehlt.
Dividendenstrategie mit Köpfchen
Hochdividenden sind nicht per se schlecht
Es gibt auch Hochdividendenwerte, die in bestimmten Szenarien Sinn machen – z. B. in Seitwärtsmärkten, wenn der Kurs kaum steigt, aber die Dividende solide läuft.
Wenn ein Unternehmen über Jahre hinweg konstant 8–10 % Dividende ausschüttet und stabil bleibt, kann das eine interessante Cashflow-Quelle sein.
Aber – Diversifikation ist entscheidend
Du solltest nie nur auf Hochdividenden setzen. Eine gesunde Mischung aus:
- Wachstumsaktien
- Dividendenwerten
- Stabilen Blue Chips
- ETFs
ist langfristig immer sinnvoller.
Fazit: Qualität vor Quantität
Eine hohe Dividendenrendite ist kein Qualitätsmerkmal – sondern oft ein Warnsignal.
Wenn du langfristig investieren willst, dann schau dir lieber diese Punkte an:
✅ Stabile Payout Ratio (unter 70–80 %)
✅ Deckung durch Free Cashflow
✅ Langfristige Dividendenhistorie (z. B. Dividendenaristokraten)
✅ Solides Geschäftsmodell
✅ Robuste Kursentwicklung
✅ Transparente Zahlen und Geschäftsberichte
Und ganz wichtig: Nicht blind auf Dividendenrendite schauen! Oft verstecken sich dahinter fundamentale Probleme.
Fazit in einem Satz:
Lass dich nicht von hohen Zahlen blenden – echte Qualität erkennt man an Substanz, Stabilität und nachhaltiger Strategie.
Bleib wachsam und investiere mit Verstand.
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One Response
Lieber Thomas, was hälst du von Var Energi? Dieses Unternehmen des Öl- und Erdgasbereichs zahlt bisher 14% Dividendenrendite.