ETF Hype oder Falle? Diese Fehler entlarven dein Depot!
ETFs sind aus der heutigen Investmentwelt nicht mehr wegzudenken. In den letzten zehn Jahren haben sie einen echten Boom erlebt und finden sich mittlerweile in fast jedem Privatanleger-Portfolio wieder – ob Vanguard FTSE All-World, MSCI World oder gar der viel diskutierte „heilige Amumbo“.
Doch gerade am Anfang schleichen sich oft vermeidbare Fehler ein. Ich zeige dir heute die 10 häufigsten ETF-Fehler, die nicht nur Einsteiger, sondern auch erfahrene Investoren immer wieder machen – und vor allem: wie du sie vermeidest.
1. Gar nicht erst anfangen: Der grösste Fehler von allen
Viele wollen investieren, lesen Bücher, schauen YouTube-Videos, hören Podcasts – aber eröffnen nie ein Depot oder schieben den ersten Kauf immer weiter hinaus. Warum? Perfektionismus, Unsicherheit, zu viele Optionen.
Doch Zögern kostet bares Geld. Der Zinseszinseffekt belohnt frühes Handeln. Wer z. B. mit 25 Jahren monatlich 300 Franken investiert, hat mit 55 deutlich mehr Vermögen aufgebaut als jemand, der mit 35 beginnt – selbst wenn diese Person 600 Franken pro Monat investiert. Zeit schlägt Kapital.
👉 Mein Tipp: Starte lieber unperfekt als nie. ETFs sind flexibel. Du kannst jederzeit nachjustieren.
2. Zu kurzfristig denken: Panik ist kein Investmentplan
Die meisten Menschen leben in der Schweiz über 85 Jahre – das bedeutet: langfristiges Denken lohnt sich!
Viele lassen sich aber von Medienberichten, Panik und kurzfristigen Krisen verleiten, schnell alles zu verkaufen. Dabei gilt: Krisen sind oft Kaufgelegenheiten.
📉 Beispiele:
- Börsencrash 2008
- Corona-Crash 2020
- Ukraine-Krieg
Wer verkauft hat, hat oft grosse Gewinne verpasst. Wer cool geblieben ist oder sogar nachgekauft hat, konnte profitieren.
👉 Mein Tipp: Setz dir eine klare Strategie – und halte sie langfristig durch.
3. Dem Hype hinterherrennen: FOMO ist kein Investmentstil
Aktuell ist es z. B. der „heilige Amumbo“, ein gehypter, gehebelter ETF. Davor waren es Wasserstoff-ETFs oder KI-Themenfonds. Viele springen von einem Trend zum nächsten – in der Hoffnung, „das nächste grosse Ding“ zu erwischen.
Doch oft gilt: Wenn der Hype bei dir ankommt, ist er schon fast vorbei.
Ich selbst setze auf einen stabilen Kern – zum Beispiel den Vanguard FTSE All-World – und ergänze diesen bei Bedarf durch Satelliten-ETFs.
👉 Mein Tipp: Entwickle einen Kern-Satelliten-Ansatz, bei dem dein Haupt-ETF stabil ist und du optional ein paar kleinere Positionen zum Experimentieren hast.
4. Zu viele ETFs mit Überschneidungen: Das Chaos im Depot
Viele Anleger bauen sich im Laufe der Zeit ein „ETF-Mischmasch“ auf: MSCI World, S&P 500, Vanguard FTSE All-World, Emerging Markets, Swiss Dividend…
Klingt gut – ist aber oft voller Überschneidungen, vor allem bei US-Aktien. Dann hat man Apple, Microsoft und Co. mehrfach im Depot, ohne es zu merken.
🎯 Was passiert dadurch?
- Unübersichtliches Portfolio
- Klumpenrisiken
- Fehlende Diversifikation
👉 Mein Tipp: Weniger ist mehr. Tracke dein Portfolio z. B. mit Portfolio Performance, um Überschneidungen zu erkennen und bewusst zu investieren.
5. Zu hohe Risiken durch Themen-ETFs & gehebelte Produkte
Gaming, KI, Clean Energy, Blockchain – das klingt nach der Zukunft. Doch viele Themen-ETFs sind spekulativ, oft teuer und riskant. Ein Beispiel: Der „Global Clean Energy“-ETF erlebte 2020 einen Hype – gefolgt von massiven Verlusten.
⚠️ Auch riskant:
- Gehebelte ETFs (z. B. 2x oder 3x Long/Short)
- Short-ETFs als Dauerinvestment
👉 Mein Tipp: Themen-ETFs nur als Beimischung im Rahmen einer Core-Satellite-Strategie. Der Core bleibt breit und stabil, Satelliten kannst du nach Lust und Laune ergänzen – aber bitte bewusst.
🎁 Der Broker meiner Wahl ist Swissquote, ein sehr bekannter Schweizer Online-Broker. Mein vollständiges Depot befindet sich dort, mittlerweile mehr als 800’000 Franken. Ich investiere regelmässig über Aktien & ETF Sparpläne (Jetzt Neu auch mit Fractional Shares).
Swissquote, die Schweizer Bank für Investments, bietet eine Vielzahl an Anlagemöglichkeiten – von Aktien, Anleihen und ETFs bis hin zu Optionen und Rohstoffen.
Als Kunde kann man übrigens auch kostenlos in die Swissquote-Lounge in Zürich oder Gland, dort gibt es gratis Kaffee und Schokolade ;-). Wenn Du ein Depot bei Swissquote eröffnen willst, kannst Du bei der Anmeldung folgenden Aktionscode „MKT_SPARKOJOTE“ nutzen, um 100 CHF Trading Credits bei der Eröffnung zu erhalten (only for swiss residents). Nutze dazu diesen Link*.
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6. Verwechslung: Nicht alle ETFs sind passiv
ETF heisst nicht automatisch „passiv“. Es gibt auch aktiv gemanagte ETFs, die versuchen, den Markt zu schlagen – mit entsprechend höheren Kosten.
Doch Studien zeigen: Die meisten aktiven Fondsmanager schaffen es nicht, den Markt langfristig zu schlagen.
👉 Mein Tipp: Setze auf passive ETFs mit niedrigen Kosten und breiter Streuung. Wenn du aktiv sein willst, mach das lieber direkt mit Einzelaktien.
7. In ETFs investieren, die du nicht verstehst
Einer der grössten Fehler: In Produkte investieren, die man nicht versteht.
Währungsabsicherung? Physisch oder synthetisch repliziert? Swap-basiert? Gehebelt?
Wenn du das alles nicht einordnen kannst, solltest du diesen ETF (noch) nicht kaufen.
👉 Mein Tipp: Lerne die Basics. Verstehe dein Investment. Und wenn du’s verstanden hast – go for it.
8. Kosten nicht im Blick haben: Gebühren killen Rendite
Was viele vergessen: Kosten fressen auf lange Sicht die Rendite.
❌ Typische Kostenfallen:
- Hohe TER (Total Expense Ratio)
- Hohe Ordergebühren
- Intransparente Depotkosten
Ich selbst achte darauf, dass meine Orderkosten unter 1,5 % pro Kauf bleiben. Noch besser: Kostenlose Sparpläne nutzen – z. B. bei Yuh, wo du ab 25 Franken kostenlos ETFs wie den Vanguard FTSE All-World besparen kannst (Stempelsteuer ausgenommen).
👉 Mein Tipp: Achte sowohl auf einmalige als auch laufende Kosten. TER von 0.2 – 0.4 % sind meistens okay, aber bei 0.7 % oder mehr wird’s kritisch.
9. Kein Rebalancing durchführen
Viele beginnen mit einer klaren Aufteilung – z. B. 80 % Aktien, 20 % Anleihen – doch passen diese nie wieder an, obwohl sich die Gewichtungen durch Kursentwicklungen stark verschieben.
🎯 Beispiel:
Wenn Aktien gut laufen, hast du nach ein paar Jahren vielleicht 95 % Aktienanteil – obwohl du eigentlich konservativer unterwegs sein wolltest.
👉 Mein Tipp: Einmal jährlich dein Portfolio analysieren. Entweder durch Umschichtung oder durch gezielte neue Käufe wieder ins Gleichgewicht bringen.
10. Sich nicht weiterbilden: ETF-Wissen ist nicht genug
ETF-Investments sind ein guter Einstieg – aber kein Endpunkt deiner finanziellen Bildung.
Wer sich weiterbildet, kann:
- bessere Anlageentscheidungen treffen
- sein Wissen weitergeben
- nachhaltiger Vermögen aufbauen
👉 Mein Tipp: Lies Bücher, hör Podcasts, schau dir fundierte YouTube-Kanäle an – und vor allem: bleib neugierig. Es gibt viel mehr als nur ETFs.
Fazit: ETF-Fehler vermeiden heisst mehr Rendite sichern
Die meisten ETF-Fehler lassen sich leicht vermeiden – wenn man sich ein bisschen mit dem Thema auseinandersetzt. Starte früh, investiere regelmässig, vermeide Hypes und behalte dein Portfolio im Blick.
💡 Mein persönlicher Weg: Ich setze auf einen starken Kern (Vanguard FTSE All-World), ergänze bewusst mit Satelliten, halte meine Kosten niedrig, bilde mich weiter und bleibe langfristig investiert.
🔍 Deine Checkliste: ETF richtig investieren
✅ Depot eröffnen und loslegen
✅ Langfristig denken, nicht traden
✅ Nicht jedem Trend folgen
✅ ETF-Überschneidungen vermeiden
✅ Themen-ETFs nur als Satelliten
✅ Passiv statt aktiv gemanagt
✅ Nur verstehen = nur investieren
✅ Kosten im Griff haben
✅ Rebalancing nicht vergessen
✅ Bildung nie stoppen
Jetzt bist du dran!
Hast du dein Depot schon eröffnet? Investierst du bereits regelmässig? Oder hast du dich vielleicht in einem der 10 Punkte wiedererkannt?
Schreib dir die Learnings auf – und starte heute noch mit deinem ETF-Sparplan. Je früher du beginnst, desto mehr wirkt der Zinseszinseffekt für dich.


















