Aktienanalyse: Fresenius SE & Co KGaAđŸ„đŸ§

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Aktienanalyse: Fresenius SE & Co KGaA

Willkommen bei Sparkojotes Aktienanalyse. Hier erfĂ€hrst du die wichtigsten Informationen und Details ĂŒber beliebte Aktien und ob die Unternehmen ein Investment wert sind. Heute schauen wir uns ein deutsches Unternehmen genauer an, und zwar Fresenius, genauer gesagt Fresenius SE & Co KGaA. Ein Unternehmen, in das ich selbst nicht investiert bin, dass ich aber trotzdem sehr spannend finde und deshalb hier mit dir teilen möchte.

Die wichtigsten Informationen in Stichpunkten:

  • Die Fresenius Gruppe besteht aus vier Segmenten.
  • Fresenius beschĂ€ftigt ĂŒber 300.000 Angestellte.
  • Die Unternehmensgeschichte beginnt schon 1462.
  • In den letzten 10 Jahren hat Fresenius die Dividende um mehr als 11 Prozent pro Jahr im Durchschnitt gesteigert.

Das Unternehmen

Vielleicht kennst du Fresenius schon, falls nicht: Fresenius ist ein internationales Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, dass sich auf Produkte, Dienstleistungen, besonders fĂŒr Dialyse und ambulante Versorgung in KrankenhĂ€usern spezialisiert hat. Insgesamt hat das Unternehmen 300.000 Mitarbeiter in ĂŒber 100 LĂ€ndern und zuletzt auch einen Umsatz 35 Milliarden Euro verbuchen können. Das Ganze teilt sich innerhalb der Fresenius Gruppe in vier Segmente auf:

1. Fresenius Medical Care

Dieses Segment ist weltweit fĂŒhrend in der Behandlung von chronischen Nierenversagen und hat ebenfalls börsennotierte Aktien auf dem Markt. 

2. Fresenius Helios

Dieses Segment umschliesst Europas grösste Gruppe an privaten Kliniken.

3. Fresenius Kabi

Dieses Segment bietet lebensnotwendige Medikamente, Produkte und Dienstleistungen fĂŒr kritisch und chronisch kranke Patienten.

4. Fresenius Vamed

Das letzte Segment spezialisiert sich auf Projektmanagement und ProjektgeschĂ€ften von Gesundheitseinrichtungen. Alles in einem blickt Fresenius mit seiner GrĂŒndung 1912 auf eine ĂŒber 100 Jahre alte Geschichte zurĂŒck und hat sich in dieser Zeit zu einem der Top 40 Unternehmen aus Deutschland etabliert und ist somit auch im DAX gelistet. 

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Fresenius Kennzahlen und UmsÀtze

Schauen wir uns zur besseren Einordnung ein paar Zahlen an: Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt je nach Kursen bei ungefÀhr 19 Milliarden Euro. Mit 300.000 Angestellten weltweit ist das auch ein dickes Schiff. 2020 lag der Umsatz bei 36 Milliarden Euro und davon waren ca. 1,71 Milliarden Euro reiner Gewinn.

Allgemein ein guter Umsatz und auch die Gewinne können sich sehen lassen. Besonders positiv hervorzuheben ist hier, dass die UmsĂ€tze in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Gemeinsam mit dem Gewinn, der seit 2018 ĂŒber eine Milliarde liegt, haben wir hier einwandfreie Zahlen.

Fresenius Unternehmensgeschichte

Ich habe es schon in einem Nebensatz erwĂ€hnt: Fresenius gibt es bereits seit 1912. Wenn man es aber ganz genau nehmen will, dann reicht die Geschichte sogar bis ins Jahr 1462 zurĂŒck, als in Frankfurt am Main die Hirsch-Apotheke eröffnet wurde. Im 18. Jahrhundert wurde diese Apotheke von der namensgebenden Familie Fresenius ĂŒbernommen und Schritt fĂŒr Schritt zu dem Unternehmen ausgebaut, welches wir heute kennen. 

Aufbau der Konzernstruktur

Der Mutterkonzern wird unter dem Namen Fresenius SE & Co. KGaA, doch wofĂŒr steht das genau? Das KGaA bedeutet, dass es sich hier um eine Kommanditgesellschaft auf Aktien handelt. Darunter stehen dann die vier Segmente, die zu folgenden Teilen zum Mutterkonzern gehören:

  • 32 % Fresenius Medical Care
  • 100 % Fresenius Kabi
  • 100 % Fresenius Helios
  • 77 % Fresenius Vamed

Wie schon vorher kurz erwĂ€hnt: Aktien der Fresenius Medical Care können auch unabhĂ€ngig von der Fresenius SE gehandelt werden, also ohne die drei weiteren Segmente. Das nur als kleine Erinnerung nebenbei fĂŒr alle Interessierten. 

All diese Unternehmen oder diese ihre Sub-Kategorien sind ihr rechtlich selbststĂ€ndige Unternehmensbereiche oder Segmente. Sie sind auch regional organisiert, aber auch eben dezentral aufgestellt. Das heisst, sie können auch unabhĂ€ngig voneinander mehr oder weniger agieren in dem Rahmen, wo sie halt dĂŒrfen. 

Dazu gehört auch ein internationales Betriebsnetz mit weltweit mehr als 90 ProduktionsstÀtten. Die grössten davon befinden sich in LÀndern wie den USA, China, Japan, Deutschland und Schweden. Den Grossteil ihrer UmsÀtze generiert Fresenius auf dem europÀischen Markt, mit Ausnahme der Medical Care Sparte, die mit 75 Prozent der UmsÀtze auf dem amerikanischen Markt am stÀrksten ist.

Produkte von Fresenius Medical Care und Fresenius Helios sind das Nonplusultra im Gesundheitssektor. Kunden bekommen hier die aktuellen Hightech-GerĂ€te und modernsten Standard angeboten. Dank Economy of Scales sind die relativen Kosten gegenĂŒber deutlich kleineren Wettbewerbern auch spĂŒrbar geringer. Das liegt einfach an der Grösse: Je mehr man produziert und skaliert, desto kleiner sind die Kosten am Ende des Tages.

Margen und Verschuldung des Unternehmens

Schauen wir uns als NÀchstes ein paar weitere Zahlen an: Die Bruttomarge ist in den letzten 10 Jahren stabil gewesen, wobei sie auch einen kleinen AbwÀrtstrend aufzeigen. 2020 lag sie auch seit 2016 unter 5 Prozent. Man muss aber an dieser Stelle auch die weltweite Pandemie als Grund in Betracht ziehen, die auch Auswirkungen auf das GeschÀft von Fresenius hatte beziehungsweise hat.

Auf der anderen Seite die Nettoverschuldung, die aktuell bei ungefÀhr 25 Milliarden US-Dollar liegt. Historisch betrachtet ist das ein hoher Wert, der zugegeben in den letzten 2 Jahren noch mal ordentlich zugenommen hat. Hier lag die Nettoverschuldung vorher zwischen 12 und 16 Milliarden.

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Fresenius Dividenden

Wie sieht das Ganze auf der Dividendenseite aus? 

Seit 29 Jahren konnte das Unternehmen seine Dividenden steigern – also eine relativ lange Dividenden-Historie. Aktuell, wenn man die letzten 12 Monate zusammenaddiert, schĂŒttet Fresenius einmal im Jahr, im Mai, jeweils 88 Cent pro Aktie bei ungefĂ€hr 28,11 Euro aus. Das macht eine Dividendenrendite von 3,13 Prozent.

Was bedeutet das im Kontext, wenn wir das Chart weiter analysieren? In den letzten 10 Jahren hat Fresenius die Dividende um mehr als 12 Prozent pro Jahr im Durchschnitt gesteigert, in den letzten 5 Jahren waren das im Schnitt 10,4 Prozent. 

Nimmt man nun die Free-Cash-Flow AusschĂŒttung auch in noch in die Rechnung, die bei 19,5 Prozent liegt und die AusschĂŒttung bezogen auf den Gewinn, die bei 28,5 Prozent liegt, dann sagt uns die Pay-Out-Ratio, dass hier noch deutlich mehr Luft nach oben ist. Schaut man also zurĂŒck und betrachtet die aktuellen Werte, dann hat sich Fresenius als zuverlĂ€ssiger Dividendenzahler bewiesen und hat sogar noch Puffer fĂŒr mehr. 

Mein Fazit und Zukunftschancen 

Lohnt sich ein Investment in Fresenius? Ich sehe das so: Gesundheit bleibt eines der grössten Themen in der Welt. Sei es jetzt eine immer Ă€lter werdende Gesellschaft in entwickelten LĂ€ndern oder die steigende Nachfrage fĂŒr Gesundheitsprodukte.  Wir haben hier also eine Branche, die so schnell nicht einbrechen wird. Gerade Fresenius als Vertreter in dieser Sparte verzeichnet auch immer stetig neue Rekordzahlen, aus denen ein eindeutiges Wachstum herauszulesen ist. 

Trotzdem sollte man besonders wegen der Zahlen der letzten zwei Jahre einen genauen Blick auf den Markt werfen. Hier muss es einen Grund geben fĂŒr diese Entwicklung, vielleicht unabhĂ€ngig von der weltweiten Pandemie. Wer interessiert ist, dem empfehle ich hier noch genauer zu recherchieren. 

Eines ist klar: Damit Fresenius auch eines der grössten Vertreter im Gesundheitssektor bleibt, mĂŒssen sie auch in Zukunft ihre innovative StĂ€rke weiter ausbauen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, wie Fresenius sich in anderen MĂ€rkten schlĂ€gt, die sie gerade unter anderem in Spanien mit dem Kauf von Kliniken versuchen zu erschliessen.

Auf dem amerikanischen Markt haben sie mit Fresenius Medical Care und 75 Prozent Marktanteil schon gute Voraussetzungen. Hier könnte ein Ausbau der anderen Segmente auch einen Push nach oben geben. Ich bin ehrlich: Ich selbst bin nicht in Fresenius SE investiert und habe es auch nicht vor – selbst nach diesen Zahlen. Damit will ich dieses Unternehmen nicht als schlechte Option darstellen. Meine Interessen liegen persönlich nur in anderen Bereichen.

YouTube Kanal von Thomas der Sparkojote

Thomas der Sparkojote

 

5 Responses

  1. F
    Felix Haupt sagt:

    Die Wertentwicklung von Einzelwerten wird im wesentlichen bestimmt durch das sog. „Sentiment“, also der Börsenstimmung. In guten Zeiten können Hoffnungswerte mit schlechten wirtschaftlichen Kennzahlen enorme Bewertungen erreichen (siehe verlinktes Dokument). In wirtschaftlich schlechten Zeiten werden selbst gute und profitable Werte sinken. Siehe aktuell Twitter, die obwohl bedeutend wirtschaftlich gewachsen und profitabel heute weniger wert ist als am Tag des Börsengangs im Jahr 2014. Deswegen sind Aktienanalysen – speziell solche die auf vergangene wirtschaftliche Kennzahlen fußen – fast durchwegs nutzlos.

    • J
      Jochen Kauper sagt:

      Selbst den meisten Profis gelingt es bereits vor Kosten nicht die Wertentwicklung von marktbreiten Indizes zu erreichen geschweige denn zu ĂŒbertreffen.

      Siehe dazu beispielhaft das Marketinggetöse von Motley Fool und die Wertentwicklung des Motley Fool 100 Index ETF dazu im Vergleich oder die Portfolios von Superinvestoren und Hedgefondsmanager in dataroma.com.

  2. J
    Jan Pahl sagt:

    Warum junge Anleger fĂŒr den Crash beten sollten: siehe verlinktes Dokument!

  3. L
    Lothar Mohs sagt:

    Realistischerweise hÀtte man in die Fresenius Aktie seit Juni 2017 nicht mehr investieren sollen.

    Ein Investment seither in dem MSCI World – oder S&P 500 – Index hĂ€tte sich bis heute verdoppelt, in den Nasdaq 100 – index sogar verdreifacht.

    Auf lange Sicht ist die Fresenius – Aktie leide- eine der ĂŒberwiegenden Verliereraktien international nach der Forschung von Prof. Hendrik Bessembinder (1 zu 100 international, 1 zu 25 in den USA) deren Wertentwicklung von marktbreiten Indizes wie den MSCI World oder S&P 500 lĂ€ngerfristig ĂŒbertroffen wird bei niederer VolatilitĂ€t des Index im Vergleich zum Einzelwert.

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